Schmorgurken mit Speck und Salzkartoffeln

Spreewälder Pfannengericht

Dicke SchmorgurkenKräftige Freilandgurke mit festerem Fruchtfleisch, die sich besonders zum Schmoren und Kochen eignet. werden mit knusprigem Speck, Zwiebeln, DillDill ist ein aromatisches Küchenkraut, dessen feine Blätter und Blütendolden vor allem Fisch, Gurken, Salate und helle Saucen würzen. und einer hellen, leicht gebundenen Brühe süß-säuerlich geschmort. Dazu gibt es buttrige Salzkartoffeln mit Petersilie.

Zum Rezept
Spreewälder Pfannengericht | Schmorgurken mit Speck | Saftig geschmort, süß-säuerlich und mit knusprigem Speck.
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Schmorgurken bleiben nach dem Schälen und Entkernen formstabiler als wässrige Salatgurken.
  • Knuspriger Speck und glasige Zwiebeln bilden eine herzhafte Aromabasis.
  • Essig und Zucker balancieren die milde Gurke und die gebundene Brühe.
  • Salzkartoffeln ergänzen die Pfanne sättigend und nehmen die restliche Soße auf.

Schmorgurken mit Speck und Salzkartoffeln sind ein herzhaftes Brandenburger Pfannengericht. Die geschälten und entkernten Gurkenstücke behalten beim Schmoren ihren Biss, während Speck und Zwiebeln für Röstaromen sorgen. Dill, Apfelessig und ein wenig Zucker geben der Soße ihr helles süß-säuerliches Profil. Die Salzkartoffeln nehmen die aromatische Soße besonders gut auf.

Die Gurken sind weich und glänzend, behalten aber einen leichten Biss. Die Soße ist hell, sämig und süß-säuerlich, mit frischem Dill und würzigem Pfeffer. Knusprige Speckstückchen und buttrige Petersilienkartoffeln setzen herzhafte und cremige Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Salzkartoffeln vorbereiten

  1. Kartoffeln kochen

    Die Kartoffeln schälen, je nach Größe halbieren oder vierteln und in reichlich Salzwasser weich, aber nicht mehlig kochen. Während die Kartoffeln kochen, kannst du bereits Gurken, Zwiebeln, Speck und Dill vorbereiten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen, zerfallen aber nicht.

    • Gleich große Kartoffelstücke garen gleichmäßiger.
    • Die Kartoffeln erst nach dem Aufsetzen des Wassers weiter vorbereiten, damit die Gesamtzeit kurz bleibt.

Gurken und Aromaten vorbereiten

  1. Gurken schneiden

    Die Schmorgurken schälen, die Enden großzügig abschneiden, der Länge nach halbieren und mit einem Löffel entkernen. Das Fruchtfleisch in etwa 2 cm dicke, mundgerechte Stücke schneiden.

    8 Minuten
    • Das Entkernen reduziert überschüssige Flüssigkeit und hilft, die Stücke beim Schmoren in Form zu halten.
  2. Speck, Zwiebeln und Dill vorbereiten

    Den Speck in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken.

    7 Minuten
    • Dill erst kurz vor der Verwendung hacken, damit sein frisches Aroma erhalten bleibt.

Schmorgurken schmoren und anrichten

  1. Speck und Zwiebeln anschwitzen

    In einer großen, tiefen Pfanne den Speck ohne zusätzliches Fett auslassen, bis er knusprig wird. Die Zwiebeln und die Butter zugeben und die Zwiebeln glasig dünsten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Zwiebeln sind weich und glasig, aber nicht dunkel gebräunt.

    • Der Speck bringt bereits Fett und Salz mit; zusätzliches Bratfett ist nicht nötig.
  2. Gurken andünsten

    Die Gurkenstücke untermischen und bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten mitdünsten, bis sie zu glänzen beginnen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gurkenstücke glänzen und sind an den Kanten leicht weich, aber noch nicht vollständig gar.

    • Nur kurz andünsten, damit die Gurken später ihren Biss behalten.
  3. Soße ansetzen und schmoren

    Das Mehl überstäuben, kurz einrühren und mit der Brühe ablöschen. Zucker, 1 TL Salz und etwas Pfeffer zugeben. Zugedeckt 12 bis 15 Minuten schmoren. Zwischendurch prüfen und bei Bedarf einen kleinen Schuss Brühe nachgießen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gurken sind glasig und gar, behalten aber noch deutlichen Biss; die Soße ist leicht gebunden.

    • Das Mehl nur kurz mit den Gurken verrühren, damit es nicht ansetzt.
    • Den Deckel während des Schmorens geschlossen halten und nur zum Prüfen kurz abnehmen.
  4. Abschmecken und Dill zugeben

    Mit Apfelessig, Salz und Pfeffer süß-säuerlich abschmecken. Den Dill unterheben und die Pfanne 1 bis 2 Minuten ohne Deckel ziehen lassen, bis die Soße leicht andickt.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Soße haftet leicht an den Gurkenstücken und schmeckt ausgewogen süß-säuerlich.

    • Essig erst am Ende zugeben, damit die Säure frisch bleibt.
    • Mit wenig Essig beginnen und nach Bedarf ergänzen.
  5. Kartoffeln vollenden und servieren

    Die gekochten Kartoffeln abgießen, Butter und Petersilie unterschwenken und zugedeckt warmhalten. Die Schmorgurken mit den Salzkartoffeln anrichten und die restliche Soße darübergeben.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind heiß, buttrig und mit Petersilie überzogen; die Schmorgurken werden unmittelbar serviert.

    • Die Kartoffeln erst direkt vor dem Servieren mit Butter und Petersilie vermengen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Biss erhalten: Schmorgurken nicht zu lange schmoren. Sie sollen glasig und gar sein, aber noch leichtem Druck widerstehen.
  • Konsistenz der Soße: Wenn die Pfanne während des Schmorens trocken wirkt, portionsweise etwas Brühe nachgießen. Die Soße soll gebunden, aber nicht dick sein.
  • Essig erst zum Schluss: Der Apfelessig kommt nach dem Schmoren in die Pfanne. So lässt sich die süß-säuerliche Balance genauer einstellen.

Zutatenwissen

Schmorgurken auswählen

Dicke Schälgurken mit festem Fruchtfleisch eignen sich besser als wässrige Salatgurken, weil sie beim Schmoren mehr Form behalten.

Dill frisch verwenden

Frischer Dill wird erst kurz vor dem Einheben gehackt und nur kurz in der heißen Pfanne erwärmt, damit sein Aroma erhalten bleibt.

Speck auslassen

Der Speck wird ohne zusätzliches Fett ausgelassen. Die Butter kommt erst mit den Zwiebeln dazu und unterstützt deren mildes Aroma.

Sinnvolle Alternativen

Salatgurken

Die Gurken werden weicher und wässriger; die Soße kann dünner ausfallen.

Salatgurken bei Bedarf ebenfalls schälen und entkernen. Die Stücke nur kurz andünsten und während des Schmorens früher auf den Garpunkt prüfen.

Gemüsebrühe

Die Soße schmeckt etwas leichter und gemüsiger.

Die Fleischbrühe im gleichen Mengenverhältnis durch Gemüsebrühe ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Soße bleibt dünn und die Gurken zerfallen.

Schmorgurken verwenden, gründlich entkernen und die Garzeit ab dem Beginn des Schmorens prüfen.

Die Pfanne einige Minuten ohne Deckel weiterziehen lassen, bis die Soße leicht andickt.

Der Speck wird bitter und die Zwiebeln werden zu dunkel.

Den Speck bei mittlerer Hitze auslassen und erst die Zwiebeln zugeben, wenn der Speck knusprig, aber nicht dunkel ist.

Bei stark verbranntem Speck die Aromabasis neu ansetzen; angebrannte Rückstände nicht unterrühren.

Die Soße enthält Mehlklümpchen.

Das Mehl gleichmäßig überstäuben, kurz einrühren und die Brühe unter Rühren angießen.

Die Soße kräftig glattrühren und bei Bedarf durch ein Sieb passieren.

Die Pfanne schmeckt spitz und unausgewogen.

Den Essig portionsweise einrühren und nach jedem Schritt probieren.

Mit einer kleinen Menge Zucker und zusätzlicher Brühe ausbalancieren.

Varianten

Vegetarische Schmorgurken

Eine fleischlose Variante mit Gemüsebrühe und zusätzlicher Butter oder etwas Pflanzenöl für die Aromabasis.

Schmorgurken mit Schmand

Eine cremigere Variante, bei der die fertige Gurkenpfanne mit Schmand verfeinert wird.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Salzkartoffeln: Die Schmorgurken mit den buttrigen Petersilienkartoffeln servieren. Die Kartoffeln nehmen die süß-säuerliche Soße auf und machen das Gericht sättigend.
  • Mit Buletten: Wer eine zusätzliche Fleischbeilage möchte, kann Buletten dazu reichen. Die Gurkenpfanne bleibt dabei der saucige Gemüseanteil des Tellers.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Gurken können einige Stunden vorher geschält, entkernt und geschnitten werden. Kartoffeln möglichst erst kurz vor dem Servieren kochen; die fertige Gurkenpfanne nur schonend wieder erwärmen.

Aufbewahren

Reste rasch abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Gurken können nach dem Auftauen weich und wässrig werden.

Aufwärmen

  • Topf oder Pfanne: Die Gurkenpfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erwärmen. Falls die Soße zu dick ist, einen kleinen Schuss Brühe zugeben.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält ausdrücklich Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Butter.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Schmorgurken durch Salatgurken ersetzen?

Ja. Salatgurken werden jedoch weicher und wässriger, sodass die Soße dünner ausfallen kann. Die Stücke deshalb kürzer schmoren und frühzeitig auf den Garpunkt prüfen.

Wie bleiben die Gurken bissfest?

Die Gurken gründlich entkernen, in etwa 2 cm dicke Stücke schneiden und die Schmorzeit auf 12 bis 15 Minuten begrenzen. Zwischendurch den Garpunkt prüfen.

Welche Brühe eignet sich für Schmorgurken?

Fleischbrühe sorgt für einen kräftigeren Geschmack, Gemüsebrühe für eine leichtere Variante. Beide werden mit 300 ml verwendet.

Kann ich Schmand ergänzen?

Ja. Schmand kann am Ende unter die fertige Pfanne gehoben werden. Danach nur noch schonend erwärmen und nicht stark kochen lassen.

Aus unserer Küche

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