Brotteig besorgen
Ungebackenen Roggen- oder Mischbrotteig gibt es auf Nachfrage in manchen Bäckereien oder im gekühlten Teigsortiment gut sortierter Supermärkte.
Süßer Backhauskuchen aus Hessen
Rustikaler hessischer Blechkuchen mit Sauerteigboden, cremigem Quark-Schmand-Belag und weich gebackenen Apfelspalten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Goldbrauner Sauerteigboden, cremiger Quarkbelag und leicht karamellisierte Äpfel machen diesen Schmierschelkuchen zu einem herzhaften Backhausklassiker in süßer Ausführung. Lauwarm serviert und mit Zimt-Zucker bestreut passt er besonders gut auf den Frühstückstisch.
Der Rand ist goldbraun und leicht knusprig, während der Boden darunter rustikal und aromatisch bleibt. Der Quarkbelag ist weich, saftig und cremig; die Apfelspalten werden zart und an den Rändern leicht karamellisiert. Zimt und Zucker setzen einen warmen, süßen Abschluss.
Schritt für Schritt
Den Brotteig aus dem Kühlschrank nehmen und nach Packungs- oder Bäckerangabe temperieren. Ungegangenen Teig abgedeckt ruhen lassen. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Backpapier belegen.
Wichtig: Beim Umgang mit dem vorgeheizten Backofen und dem heißen Blech vorsichtig arbeiten.
Die Kartoffel in leicht gesalzenem Wasser 15–20 Minuten weich kochen. Abgießen, ausdampfen lassen, pellen und fein reiben.
Daran erkennst du es: Die Kartoffel lässt sich leicht mit einem Messer einstechen.
Wichtig: Das heiße Kochwasser vorsichtig abgießen.
Quark, Schmand, Ei, Öl, Zucker und Salz mit der geriebenen Kartoffel in einer Schüssel zu einem glatten Belag verrühren.
Daran erkennst du es: Der Belag ist gleichmäßig glatt und ohne größere Kartoffelstücke.
Die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Den Teig auf der bemehlten Fläche etwa 3–5 mm dick ausrollen, auf das Blech legen und an den Rändern leicht hochdrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Daran erkennst du es: Der Teig bedeckt das Blech gleichmäßig und hat einen leicht hochgedrückten Rand.
Wichtig: Beim Schneiden die Finger vom Messer wegführen.
Den Quarkbelag gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Die Apfelspalten leicht überlappend darauflegen und mit den Butterflöckchen besetzen.
Daran erkennst du es: Der Belag ist bis zum Rand verteilt und die Äpfel liegen möglichst gleichmäßig darauf.
Das Blech auf der mittleren Schiene 25–30 Minuten backen. Bei Umluft den Ofen auf 180 °C stellen und gegen Ende prüfen.
Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und die Apfelspalten sind weich.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Zucker und Zimt mischen, den Kuchen direkt nach dem Backen damit bestreuen und 10 Minuten abkühlen lassen. Lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Der Kuchen ist noch warm, lässt sich aber in Stücke schneiden, ohne dass der Belag auseinanderläuft.
Wichtig: Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen, damit der Belag nicht zu heiß ist.
Gut zu wissen
Ungebackenen Roggen- oder Mischbrotteig gibt es auf Nachfrage in manchen Bäckereien oder im gekühlten Teigsortiment gut sortierter Supermärkte.
Säuerliche Sorten bringen Frische in den cremigen Belag und behalten beim Backen ausreichend Struktur.
Die fein geriebene gekochte Kartoffel macht den Belag saftig und gibt ihm zusätzliche Bindung.
Der Boden schmeckt milder und weniger würzig als mit Sauerteig.
Den Hefebrotteig in gleicher Menge verwenden und nach Packungs- oder Bäckerangabe temperieren beziehungsweise ruhen lassen.
Konsistenz und Geschmack des Belags können sich deutlich verändern.
Nur verwenden, wenn die verwendeten Produkte für das Backen geeignet sind; die Bindung des Belags vor dem Backen prüfen.
Sehr süße Äpfel ergeben einen milderen und süßeren Kuchen.
Die Äpfel in dünnen Spalten schneiden und wie im Rezept beschrieben auflegen.
Die Kartoffel nach dem Abgießen ausdampfen lassen und den Kuchen backen, bis Rand und Äpfel die angegebenen Garzeichen zeigen.
Den Kuchen vollständig abkühlen lassen; dadurch wird der Belag fester.
Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und den Boden mit einer Gabel einstechen.
Den Kuchen bei Bedarf kurz weiterbacken und den Bräunungsgrad des Randes beobachten.
Dünne, möglichst gleichmäßige Spalten schneiden und leicht überlappend auflegen.
Den Kuchen locker abdecken und kurz weiterbacken, bis die Äpfel weich sind.
Die Äpfel werden in kleine Würfel geschnitten und gleichmäßig auf dem Belag verteilt.
Der Sauerteig- oder Mischbrotteig wird durch einen neutralen Hefebrotteig ersetzt.
Der Kuchen wird nur mit Zucker bestreut und erhält ein zurückhaltenderes Gewürzaroma.
Den Brotteig nach Packungs- oder Bäckerangabe vorbereiten beziehungsweise temperieren. Den fertigen Kuchen möglichst erst kurz vor dem Servieren backen.
Den vollständig abgekühlten Kuchen abdecken. Wegen des Quark-, Schmand- und Ei-Belags nach kurzer Standzeit kühl lagern.
Nicht länger als nötig ungekühlt stehen lassen.
Der cremige Belag und die Äpfel können nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.
Aus der Region
Der Schmierschelkuchen wird hier als süße, mit Äpfeln belegte Variante eines hessisch geprägten Backhauskuchens präsentiert. Die regionale Einordnung und die Rezeptbezeichnung werden durch den im Eingang genannten Hessenpark-Rezeptbeleg gestützt.
Die Rezeptbezeichnung und der beschriebene Backhauscharakter ordnen den Kuchen in einen hessischen regionalen Rezeptkontext ein.
Häufig gefragt
Ja. Ein neutraler Hefebrotteig ist eine praktikable Alternative, schmeckt aber milder und weniger würzig als Roggen- oder Mischbrotteig mit Sauerteig.
Dünne Spalten passen zur rustikalen Optik und backen gleichmäßig. Kleine Würfel lassen sich ebenfalls verwenden und verteilen sich gleichmäßiger über den Belag.
Am besten schmeckt er lauwarm, nachdem er etwa 10 Minuten abgekühlt und direkt mit Zimt-Zucker bestreut wurde.
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