Kasseler sparsam salzen
Kasseler ist gepökeltes und meist leicht geräuchertes Schweinefleisch. Zusätzliches Salz deshalb erst ganz am Ende und nur vorsichtig verwenden.
Deutsche Hausmannskost
Saftiger Kasselerkamm aus dem Bräter mit mild geschmortem Sauerkraut, cremigem Kartoffelpüree und aromatischer Bratensauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kasselerbraten mit Sauerkraut und Kartoffelpüree ist eine herzhafte deutsche Tellerkombination. Der gepökelte Kasselerkamm schmort sanft in einem Gemüsefond mit Apfelsaft, während Sauerkraut und Kartoffelpüree separat zubereitet werden.
Das Fleisch ist saftig, würzig und leicht rauchig, das Sauerkraut mild säuerlich mit fruchtiger Apfelnote. Das Kartoffelpüree ist weich und cremig, während die Bratensauce kräftig und aromatisch schmeckt.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kasseler mit Küchenpapier trocken tupfen. Zwei Zwiebeln, Möhre, Sellerie und Lauch grob würfeln. Die dritte Zwiebel fein hacken. Den Apfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Wichtig: Beim Schneiden ein standsicheres Schneidebrett verwenden.
Das Öl in einem Bräter erhitzen und den Kasselerkamm rundherum kräftig anbraten. Das Fleisch herausnehmen. Das grob geschnittene Gemüse im Bräter etwa 5 Minuten anrösten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und das Tomatenmark duftet aromatisch, ohne zu verbrennen.
Brühe und 100 ml Apfelsaft angießen. Senf, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Majoran zugeben. Den Kasseler wieder in den Bräter legen, den Deckel aufsetzen und im Ofen etwa 75 bis 90 Minuten schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit das Fleisch wenden. Es sollte innen etwa 65 bis 68 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch erreicht innen etwa 65 bis 68 °C und lässt sich anschließend sauber in Scheiben schneiden.
Während der Kasseler im Ofen schmort, 30 g Butter in einem Topf zerlassen. Die fein gehackte Zwiebel darin glasig dünsten. Apfelstücke und Sauerkraut hinzufügen, den restlichen Apfelsaft angießen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 35 Minuten sanft schmoren. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Mit Pfeffer und nur wenig Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich, saftig und die Apfelstücke sind zart.
Die Kartoffeln schälen, vierteln und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch mit 40 g Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles fein stampfen. Mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel oder dem Stampfer zerdrücken.
Den fertigen Kasseler aus dem Bräter nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren aus dem Fond nehmen. Die Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt rühren, in den kochenden Fond geben und die Sauce kurz eindicken lassen. Bei Bedarf vorsichtig nachwürzen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und leicht gebunden, ohne Klümpchen.
Den Kasseler in Scheiben schneiden und mit Sauerkraut, Kartoffelpüree und der Bratensauce servieren.
Gut zu wissen
Kasseler ist gepökeltes und meist leicht geräuchertes Schweinefleisch. Zusätzliches Salz deshalb erst ganz am Ende und nur vorsichtig verwenden.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und ergeben ein besonders lockeres, cremiges Püree.
Apfel und Apfelsaft runden die Säure des Sauerkrauts ab und geben der Beilage eine milde fruchtige Note.
Die Sauce schmeckt etwas milder und weniger fleischig.
Die gleiche Menge verwenden und am Ende vorsichtig abschmecken, da Kasseler und Sauerkraut bereits Würze mitbringen.
Das Püree wird etwas leichter und erhält je nach Pflanzendrink eine eigene Geschmacksnote.
Einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink verwenden und vorsichtig dosieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Das Püree und das Sauerkraut schmecken weniger buttrig.
Die Margarine in denselben Teilmengen wie die Butter verwenden und eine ausdrücklich pflanzliche Variante wählen.
Den Bräter zugedeckt lassen, nach der angegebenen Zeit die Kerntemperatur prüfen und das Fleisch anschließend ruhen lassen.
Das Fleisch dünn aufschneiden und mit ausreichend Bratensauce servieren.
Speisestärke und kaltes Wasser zuerst gründlich verrühren und erst dann in den kochenden Fond geben.
Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und nochmals kurz erhitzen.
Die Kartoffeln nur stampfen oder durch eine Kartoffelpresse drücken.
Etwas warme Milch und Butter vorsichtig unterheben, ohne weiter stark zu rühren.
Erst am Ende abschmecken und berücksichtigen, dass Kasseler bereits gepökelt ist.
Mit ungesalzenem Kartoffelpüree und etwas zusätzlichem Apfel oder Wasser ausgleichen.
Das Sauerkraut wird ohne Apfelstücke zubereitet und erhält dadurch einen klareren, herzhafteren Kohlgeschmack.
Das fertige Kartoffelpüree wird mit fein gehackten frischen Kräutern ergänzt.
Die Sauce wird mit Gemüsebrühe statt Fleischbrühe zubereitet, ohne den Kasseler zu ersetzen.
Kasseler, Sauerkraut und Sauce können bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Kartoffelpüree schmeckt frisch am besten, kann aber ebenfalls vorbereitet und beim Erwärmen mit etwas Milch gelockert werden.
Reste nach dem Abkühlen zeitnah abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Kasseler, Sauerkraut, Kartoffelpüree und Sauce möglichst getrennt lagern.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr gründlich erhitzen.
Das Einfrieren ist für dieses Rezept nicht näher festgelegt; insbesondere Kartoffelpüree und Sauerkraut können nach dem Auftauen ihre ursprüngliche Konsistenz verändern.
Häufig gefragt
Für dieses Rezept ist ein Kasselerkamm ohne Knochen vorgesehen. Das Stück wird im Bräter geschmort und anschließend in Scheiben geschnitten.
Kasseler ist gepökelt und bringt bereits Würze mit. Deshalb sollten Sauerkraut, Kartoffelpüree und Sauce erst am Ende vorsichtig abgeschmeckt werden.
Ja, das Kartoffelpüree kann vorbereitet werden. Beim Erwärmen etwas Milch unterrühren und das Püree nur vorsichtig erhitzen, damit es cremig bleibt.
Etwas weitere Speisestärke mit kaltem Wasser glatt rühren und portionsweise in den kochenden Fond geben. Danach kurz eindicken lassen und erneut abschmecken.
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