Flusskrebse einkaufen
Frische oder rohe küchenfertige Flusskrebse bekommst du meist beim Fischhändler, auf gut sortierten Wochenmärkten oder nach Vorbestellung bei einem Zuchtbetrieb.
Bayerisches Krebsgericht
Zarte küchenfertige Flusskrebse garen kurz in einem klaren Sud aus Wurzelgemüse, Frankenwein und Kümmel. Dazu kommen festkochende Kartoffeln, frischer MeerrettichScharfe Wurzel der Kreuzblütlerpflanze, die frisch gerieben als Würze verwendet wird., Petersilie und Dill.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Flusskrebse im Wurzelsud verbinden feines Krebsfleisch mit aromatischem Gemüse und trockenem Frankenwein. Die kurze Garzeit im heißen Sud hält das Fleisch zart und saftig, während Kartoffeln, Meerrettich und frische Kräuter das Gericht zu einer vollständigen Mahlzeit ergänzen.
Das Krebsfleisch ist zart, saftig und leicht süßlich. Der Sud schmeckt klar, würzig und fein weinbetont; Kartoffeln geben Substanz, während Meerrettich für Schärfe und die Kräuter für Frische sorgen.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen, größere Exemplare halbieren und in einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser 18 bis 20 Minuten gar kochen. Während die Kartoffeln garen, kannst du das Gemüse für den Sud vorbereiten. Die Kartoffeln abgießen und warm halten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer oder einer Gabel leicht einstechen.
Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Möhren, Sellerie und Lauch putzen und in etwa 5 cm lange Streifen schneiden.
Die Butter in einem großen, hohen Topf zerlassen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch darin etwa 2 Minuten glasig dünsten. Die Kümmelsamen dazugeben, kurz mitrösten und mit dem Frankenwein ablöschen. Einmal kräftig aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind glasig, aber noch nicht gebräunt.
Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten, da der Wein im heißen Topf aufschäumen kann.
Wasser und die abgemessenen 3 TL Salz angießen, die Dillstängel einlegen und den Sud 10 Minuten offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud duftet aromatisch nach Gemüse, Kümmel und Dill.
Die küchenfertigen Flusskrebse unter kaltem Wasser abspülen und kopfüber in den sprudelnd kochenden Sud geben. Den Topf abdecken, den Sud erneut aufkochen lassen und den Topf anschließend vom Herd nehmen. Die Krebse 6 bis 8 Minuten im heißen Sud ziehen lassen, bis das Fleisch fest und nicht mehr glasig ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist fest und nicht mehr glasig.
Wichtig: Rohe Flusskrebse getrennt von verzehrfertigen Zutaten handhaben und vollständig garen.
Die Dillstängel aus dem Sud nehmen. Die Flusskrebse mit dem Wurzelgemüse und etwas Sud auf tiefen Tellern oder in einer großen Schüssel anrichten. Die gekochten Kartoffeln dazulegen.
Meerrettich frisch reiben, Petersilie und Dill fein schneiden und alles über die Flusskrebse und Kartoffeln geben. Sofort servieren und die Krebse bei Tisch auslösen.
Gut zu wissen
Frische oder rohe küchenfertige Flusskrebse bekommst du meist beim Fischhändler, auf gut sortierten Wochenmärkten oder nach Vorbestellung bei einem Zuchtbetrieb.
Bamberger Hörnchen geben dem Gericht eine regionale Note. Kleine festkochende Kartoffeln sind ein unkomplizierter Ersatz.
Ganze Meerrettichwurzeln liefern ein deutlich frischeres und schärferes Aroma als Meerrettich aus dem Glas.
Das Krebsfleisch schmeckt meist etwas milder und kann schneller trocken werden.
Vorgekochte Flusskrebse erst zum Schluss in den heißen Sud geben und nur so lange erwärmen, bis sie durchgehend heiß sind; nicht erneut 6 bis 8 Minuten stark garen.
Die Textur bleibt passend, die regionale Note wird etwas weniger spezifisch.
Wie im Rezept waschen, größere Exemplare halbieren und gar kochen.
Der Geschmack ist meist milder und weniger frisch als bei geriebenem Wurzelmeerrettich.
Erst beim Anrichten portionsweise über die Flusskrebse und Kartoffeln geben.
Nach dem erneuten Aufkochen den Topf vom Herd nehmen und die Krebse nur 6 bis 8 Minuten im heißen Sud ziehen lassen.
Die Krebse sofort aus dem Sud nehmen und mit etwas Sud servieren; vollständig rückgängig lässt sich die feste Textur nicht machen.
Das Gemüse etwa 2 Minuten glasig dünsten, den Kümmel kurz mitrösten und den Sud 10 Minuten offen köcheln lassen.
Den Sud vor dem Einlegen der Krebse kurz weiter offen köcheln lassen und abschmecken, ohne die fest abgemessene Salzmenge nachträglich zu überschreiben.
Festkochende Kartoffeln verwenden, nach 18 bis 20 Minuten prüfen und direkt abgießen.
Zerfallene Kartoffeln vorsichtig mit etwas Sud anrichten und nicht weiter umrühren.
Den Meerrettich unmittelbar vor dem Servieren frisch reiben.
Frischen Meerrettich nachreiben und erst am Tisch ergänzen.
Vorgekochte Flusskrebse werden nur kurz im fertigen Sud erwärmt. Das Ergebnis ist milder und weniger intensiv als mit rohen küchenfertigen Tieren.
Kleine festkochende Kartoffeln ersetzen Bamberger Hörnchen, wenn diese nicht erhältlich sind.
Gemüse schneiden und Kartoffeln vorbereiten kannst du bis zu 4 Stunden vorher. Die Flusskrebse erst unmittelbar vor dem Servieren garen, damit das Fleisch zart bleibt.
Übrig gebliebene Flusskrebse, Gemüse, Kartoffeln und Sud getrennt oder gemeinsam abkühlen lassen und innerhalb von 2 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Innerhalb eines Tages verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig erhitzen.
Die Textur des Krebsfleischs und der Kartoffeln kann nach dem Einfrieren deutlich leiden.
Häufig gefragt
Ja. Vorgekochte Flusskrebse sind eine Alternative, schmecken meist etwas milder und sollten nur kurz im fertigen heißen Sud erwärmt werden.
Kleine festkochende Kartoffeln ersetzen Bamberger Hörnchen problemlos. Die regionale Note wird dadurch etwas weniger spezifisch.
Ja. Meerrettich aus dem Glas ist praktischer und meist milder, schmeckt aber weniger frisch als geriebene Meerrettichwurzel.
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