Sächsische Buttermilchplinsen mit Speck und Zwiebeln

Sächsische Buttermilchplinsen

Lockere, leicht säuerliche Buttermilchplinsen werden mit würzigem Räucherspeck und weich gebratenen Zwiebeln gefüllt und mit einem frischen Dill-Gurkensalat serviert.

Zum Rezept
Sächsische Buttermilchplinsen mit Speck und Zwiebeln
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Buttermilch und Natron machen den Plinsenteig locker und geben ihm eine milde Säurenote.
  • Räucherspeck und Zwiebeln sorgen für eine herzhafte, aromatische Füllung mit leicht süßlicher Zwiebelnote.
  • Der kühle Dill-Gurkensalat bringt Frische und einen säuerlichen Kontrast zur warmen Pfannenzubereitung.

Sächsische Buttermilchplinsen mit Speck und Zwiebeln verbinden einen lockeren, leicht säuerlichen Teig mit einer würzigen Pfannenfüllung. Der Teig wird mit ButtermilchBasisches Backtriebmittel, das mit Säure Kohlendioxid bildet. zubereitet, dünn in der Pfanne ausgebacken und anschließend mit Speck und Zwiebeln gefüllt. Ein frischer Dill-Gurkensalat ergänzt die kräftige Füllung.

Die Plinsen sind außen goldgelb und zart, innen weich und locker. Dazu kommen rauchig-würziger Speck, weich gebratene Zwiebeln sowie ein kühler, cremiger Gurkensalat mit frischem Dill.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gurken vorbereiten

    Die Gurke waschen und mit dem Gurkenhobel in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Salz vermengen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen und leicht ausdrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gurkenscheiben sind leicht entwässert und nicht mehr stark wässrig.

    • Die Gurkenscheiben nur leicht ausdrücken, damit sie knackig bleiben.
  2. Dill-Gurkensalat anrühren

    Die kleine Zwiebel fein würfeln. Saure Sahne, Apfelessig, Zucker, Pfeffer und Dill verrühren. Gurken und Zwiebel unterheben und den Salat bis zum Servieren kalt stellen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gurken sind gleichmäßig mit dem cremigen Dressing überzogen.

    • Den Salat erst kurz vor dem Servieren abschmecken, weil die Füllung bereits würzig sein kann.
  3. Plinsenteig zubereiten

    Buttermilch und Eier in einer Rührschüssel verquirlen. Mehl, Natron und Salz mischen, nach und nach unterrühren und den glatten Teig 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und fließfähig, ohne sichtbare Mehlnester.

    • Das Mehl portionsweise einarbeiten, damit der Teig glatt bleibt.

    Wichtig: Den rohen Teig nicht probieren, da er rohe Eier enthält.

  4. Speck-Zwiebel-Füllung braten

    Den Räucherspeck in einer kalten Pfanne bei mittlerer Hitze 5 bis 7 Minuten auslassen. Falls er wenig Fett abgibt, das neutrale Öl ergänzen. Die Zwiebeln dazugeben und 4 bis 5 Minuten mitbraten, bis sie weich und leicht goldbraun sind. Mit Pfeffer würzen und die Füllung warm halten.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebeln sind weich sowie leicht goldbraun.

    • Mit einer kalten Pfanne starten, damit der Speck langsam Fett abgibt.
  5. Plinsen ausbacken

    Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze stellen und mit etwas Butterschmalz oder Öl ausstreichen. Pro Plinse eine kleine Kelle Teig hineingeben und dünn verlaufen lassen. Die Plinsen 2 bis 3 Minuten backen, wenden und auf der zweiten Seite noch 1 bis 2 Minuten goldgelb ausbacken. Den restlichen Teig ebenso verarbeiten und die fertigen Plinsen warm halten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gestockt, die Ränder sind leicht gebräunt und beide Seiten sind goldgelb.

    • Die Plinsen möglichst dünn verlaufen lassen und erst wenden, wenn die Oberfläche sichtbar gestockt ist.
  6. Füllen und servieren

    Die Speck-Zwiebel-Füllung auf den warmen Plinsen verteilen. Die Plinsen zusammenklappen oder aufrollen und mit dem Dill-Gurkensalat servieren. Falls die Füllung sehr salzig ist, den Salat erst am Tisch nachwürzen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Plinsen sind warm, gefüllt und lassen sich gut zusammenklappen oder aufrollen.

    • Salat und Plinsen getrennt servieren, damit die Plinsen ihre zarte Struktur behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salzmenge am Ende prüfen: Räucherspeck kann unterschiedlich salzig sein. Den Dill-Gurkensalat deshalb erst nach dem Vermengen und möglichst kurz vor dem Servieren abschmecken.
  • Fließfähiger Teig: Der Teig soll sich mit einer kleinen Kelle dünn in der Pfanne verteilen lassen. Bei Bedarf kurz weiter rühren, aber keine zusätzliche Flüssigkeit einarbeiten, solange die Konsistenz passt.

Zutatenwissen

Buttermilch und Natron

Die Buttermilch bringt Säure in den Teig, während Natron die lockere Struktur unterstützt.

Fett aus dem Speck nutzen

Durchwachsener Räucherspeck gibt beim langsamen Start in der kalten Pfanne eigenes Fett ab. Zusätzliches Öl wird nur benötigt, wenn die Pfanne zu trocken bleibt.

Gurke entwässern

Das kurze Ziehen mit Salz und anschließende Ausdrücken verhindert, dass das Dressing schnell wässrig wird.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßter pflanzlicher Joghurt mit etwas Wasser und einem Schuss Zitronensaft

Der Teig kann etwas weniger luftig und weniger säuerlich werden.

Pflanzliche Alternative glatt rühren und wie die Buttermilch mit den Eiern verarbeiten; für eine milchfreie Variante auch saure Sahne und Butterschmalz entsprechend ersetzen.

Räuchertofu

Die Füllung wird weniger fettig und erhält eine pflanzliche, rauchige Note.

Räuchertofu fein würfeln und in etwas neutralem Öl knusprig braten, anschließend die Zwiebeln wie beschrieben mitbraten.

Pflanzliche ungesüßte Alternative zu saurer Sahne

Das Dressing bleibt cremig, kann aber je nach Produkt milder oder weniger säuerlich schmecken.

Eine ungesüßte pflanzliche Alternative verwenden und den Apfelessig nach Geschmack beibehalten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Plinsen werden dick und lassen sich schlecht dünn verteilen.

Das Mehl nach und nach unterrühren und auf eine glatte, fließfähige Konsistenz achten.

Den Teig kurz weiter verrühren; nur wenn er eindeutig zu fest ist, vorsichtig etwas Buttermilch ergänzen.

Der Speck wird dunkel und bitter, bevor die Zwiebeln weich sind.

Mit einer kalten Pfanne beginnen und bei mittlerer Hitze arbeiten.

Nicht verbrannte Speckstücke in eine neue Pfanne geben und die Zwiebeln mit frischem Fett weitergaren.

Die Plinse reißt beim Wenden.

Erst wenden, wenn die Oberfläche matt und die Unterseite goldgelb ist.

Die Plinse in der Pfanne fertig stocken lassen und gegebenenfalls als gefaltete Plinse servieren.

Der Dill-Gurkensalat wird schnell dünnflüssig.

Die Gurkenscheiben im Sieb gut abtropfen lassen und nur leicht ausdrücken.

Etwas zusätzliche saure Sahne unterheben und den Salat bis zum Servieren kalt stellen.

Varianten

Dünne, knusprige Plinsen

Die Plinsen werden besonders dünn ausgebacken und etwas länger auf der ersten Seite gebräunt.

Mildere Speck-Zwiebel-Füllung

Die Zwiebeln werden länger und sanfter gebraten, damit ihre Süße stärker hervortritt.

Vegetarische Räuchertofu-Füllung

Räuchertofu ersetzt den Speck und wird mit den Zwiebeln knusprig gebraten.

Servieren und kombinieren

  • Mit Dill-Gurkensalat servieren: Die warmen, gefüllten Plinsen unmittelbar mit dem kühlen Dill-Gurkensalat servieren. Der Salat gleicht die rauchige und herzhafte Füllung aus.
  • Aufgerollt servieren: Die Füllung mittig verteilen, die Plinsen aufrollen und schräg halbieren. So lässt sich die Füllung gut portionieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Dill-Gurkensalat und die Speck-Zwiebel-Füllung können einige Stunden vorher zubereitet und abgedeckt gekühlt werden. Die Plinsen möglichst frisch ausbacken; vor dem Servieren kurz erwärmen.

Aufbewahren

Plinsen, Füllung und Salat getrennt voneinander abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren.

Reste mit Ei, Milchprodukten und Speck nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Der Gurkensalat kann nach dem Einfrieren wässrig werden und die Plinsen können an Zartheit verlieren.

Aufwärmen

  • Pfanne: Plinsen und Füllung getrennt in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Plinsen dabei einmal wenden und die Füllung gelegentlich umrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Plinsenteigs.
  • Milch: enthält · Buttermilch und saure Sahne sind enthalten; Butterschmalz ist als mögliche Ausbackfett-Option angegeben.
  • Eier: enthält · Eier werden im Plinsenteig verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Rohe Eier im Teig: Den rohen Plinsenteig nicht probieren und Arbeitsutensilien nach Kontakt mit dem Teig reinigen.
  • Gekochte Reste kühlen: Übrig gebliebene Plinsen und Füllung nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren; den Salat getrennt lagern.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum muss der Buttermilchteig ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit lässt das Mehl quellen und sorgt für einen gleichmäßigeren, fließfähigen Teig.

Muss zusätzliches Öl zur Speckfüllung gegeben werden?

Nur wenn der Speck wenig eigenes Fett abgibt. Der Speck wird zunächst in einer kalten Pfanne langsam ausgelassen.

Wie werden die Plinsen besonders dünn?

Eine kleine Kelle Teig verwenden und die Pfanne sofort schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt.

Wann sollte der Dill-Gurkensalat abgeschmeckt werden?

Am besten kurz vor dem Servieren, weil der Räucherspeck unterschiedlich salzig sein kann und die Gurken beim Ziehen Flüssigkeit abgeben.

Aus unserer Küche

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