Grünkernbratlinge mit Rieslingrahmsauerkraut

Herzhafte Getreidebratlinge · Saarland

Herzhafte Grünkernbratlinge mit Rieslingrahmsauerkraut und cremigen Stampfkartoffeln für 4 Personen.

Zum Rezept
Grünkern mit Rieslingkraut
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 62 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Frikadellen und Bratlinge
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der nussige Grünkern bildet zusammen mit Ei, Gouda, Haferflocken und Semmelbröseln eine aromatische, formstabile Bratlingmasse.
  • Das mild-säuerliche Sauerkraut erhält durch trockenen Riesling, Sahne und Gewürze mehr Tiefe und Cremigkeit.
  • Die knusprigen Bratlinge und das sämige Kraut werden durch den weichen Stampfkartoffel-Kontrast zu einer vollständigen Mahlzeit.
  • Die Zubereitung lässt sich gut parallelisieren, weil Sauerkraut und Kartoffeln während der Ruhezeit der Bratlingmasse garen können.

Für diese Saarland-Ausgabe treffen nussiger GrünkernGrünkernschrot bildet die nussige Grundlage der Bratlinge. und knusprig gebratene Bratlinge auf mild-säuerliches Sauerkraut, das mit RieslingRiesling bezeichnet sowohl eine weiße Rebsorte als auch den daraus erzeugten Wein. Typisch sind frische Säure und vielfältige fruchtige Aromen. und Rahm geschmort wird. Cremige Stampfkartoffeln machen den Teller vollständig und bodenständig.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen nussig und saftig; dazu cremig-säuerliches Rieslingrahmsauerkraut und weich-stampfende Kartoffeln mit milder Butter- und Muskatnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Grünkern quellen lassen

    Die Gemüsebrühe aufkochen, über den Grünkernschrot gießen und alles 10 Minuten bei kleiner Hitze quellen lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den Grünkern weitere 15 Minuten ausdampfen lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Grünkern ist weich und hat die Brühe weitgehend aufgenommen.

    • Den Grünkern nach dem Ausdampfen kurz abkühlen lassen, damit die Eier später nicht stocken.
  2. Gemüse dünsten

    Eine Zwiebel, die Möhre und die Knoblauchzehe fein würfeln. 1 EL Rapsöl in der großen Pfanne erhitzen und das Gemüse 3 bis 4 Minuten weich dünsten.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt.

    • Das Gemüse fein schneiden, damit sich die Masse später gut formen lässt.
  3. Bratlingmasse mischen und formen

    Den gequollenen Grünkern mit dem gedünsteten Gemüse, Haferflocken, Semmelbröseln, Eiern, Gouda, Majoran, dem festen Salz und dem festen Pfeffer vermengen. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen und anschließend zu acht flachen Bratlingen formen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und hält beim Formen zusammen.

    • Falls die Masse noch sehr weich ist, die Bratlinge besonders flach formen und vorsichtig wenden.
  4. Sauerkraut schmoren

    Für das Sauerkraut die zweite Zwiebel fein würfeln. Die Butter im Topf schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Sauerkraut, Riesling, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Zucker dazugeben. Zugedeckt 20 Minuten sanft schmoren lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich und aromatisch, ohne trocken zu werden.

    • Während das Sauerkraut schmort, die Kartoffeln vorbereiten und kochen.
  5. Kartoffeln kochen und stampfen

    Inzwischen die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser etwa 18 bis 20 Minuten weich kochen. Milch und Butter erwärmen. Die Kartoffeln abgießen, mit der warmen Milch-Butter-Mischung stampfen und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet ohne Widerstand durch die Kartoffelstücke.

    • Nur so lange stampfen, bis ein rustikaler, cremiger Stampf entsteht; zu langes Bearbeiten kann ihn klebrig machen.
  6. Bratlinge braten

    Das restliche Rapsöl in der großen Pfanne erhitzen. Die Bratlinge bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun braten. Bei Bedarf portionsweise arbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bratlinge sind auf beiden Seiten goldbraun und innen fest geworden.

    • Die Bratlinge erst wenden, wenn die Unterseite ausreichend gebräunt und stabil ist.
  7. Rahmsauerkraut vollenden

    Lorbeerblatt und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut nehmen. Die Sahne einrühren und das Kraut weitere 5 Minuten offen sämig einkochen lassen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce haftet leicht am Kraut und wirkt sämig.

    • Lorbeerblatt und Wacholderbeeren vor dem Servieren vollständig entfernen.
  8. Anrichten

    Je zwei Grünkernbratlinge mit Rieslingrahmsauerkraut und Stampfkartoffeln auf Tellern anrichten und heiß servieren.

    • Die Bratlinge möglichst direkt nach dem Braten servieren, damit ihre Kruste knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gut parallelisieren: Sauerkraut und Kartoffeln können während der Ruhezeit der Bratlingmasse gleichzeitig zubereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz mehrerer Komponenten überschaubar.
  • Konsistenz der Masse: Die Bratlingmasse sollte feucht, aber formbar sein. Flache Bratlinge lassen sich gleichmäßiger braten und bleiben innen besser durchgegart.
  • Ganze Gewürze entfernen: Lorbeerblatt und Wacholderbeeren vor dem Anrichten aus dem Sauerkraut nehmen.

Zutatenwissen

Grünkernschrot

Grünkernschrot bildet die nussige Grundlage der Bratlinge. Er sollte vor dem Vermengen vollständig quellen und anschließend etwas ausdampfen.

Trockener Riesling

Trockener Riesling bringt Säure und Weinnoten in das Sauerkraut. Für eine alkoholfreie Variante wird er durch zusätzliche Gemüsebrühe mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft ersetzt.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln ergeben den weicheren, besser stampfbaren Kartoffelanteil der Kombination.

Sinnvolle Alternativen

Dinkelschrot

Die Bratlinge schmecken etwas weniger nussig und weniger rauchig.

Den Grünkernschrot vollständig durch Dinkelschrot ersetzen und nach derselben Methode quellen lassen.

Zusätzliche Gemüsebrühe mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft

Das Kraut wird weniger weinbetont, bleibt aber würzig und leicht säuerlich.

Den Riesling durch zusätzliche Gemüsebrühe ersetzen und das fertige Kraut mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bratlinge zerfallen beim Wenden.

Den gequollenen Grünkern ausdampfen lassen, die Masse ruhen lassen und flache Bratlinge formen.

Etwas zusätzliche Semmelbrösel in die Masse einarbeiten und die geformten Bratlinge vorsichtig weiterbraten.

Das Sauerkraut wird trocken.

Das Kraut zunächst zugedeckt schmoren und die Sahne erst zum Schluss offen einkochen lassen.

Mit einem kleinen Schuss Gemüsebrühe oder Sahne wieder geschmeidig rühren.

Der Kartoffelstampf wird klebrig.

Die Kartoffeln nur grob stampfen und die warme Milch-Butter-Mischung portionsweise einarbeiten.

Mit etwas warmer Milch lockern und nur kurz weiterstampfen.

Die Kombination schmeckt flach.

Die beiden Komponenten getrennt abschmecken und die Säure des Krauts prüfen.

Das Kraut mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einem kleinen Spritzer Zitronensaft nachjustieren.

Varianten

Alkoholfreie Variante

Das Rieslingrahmsauerkraut wird ohne Wein zubereitet und erhält seine Frische durch Gemüsebrühe und etwas Zitronensaft.

Dinkelschrot-Bratlinge

Dinkelschrot ersetzt den Grünkern und ergibt eine etwas mildere, weniger rauchig-nussige Bratlingvariante.

Servieren und kombinieren

  • Als vollständiger Teller: Je zwei Bratlinge mit einer Portion Rieslingrahmsauerkraut und Stampfkartoffeln servieren.
  • Mit frischem Salat: Ein einfacher grüner Salat mit säuerlichem Dressing bringt zusätzliche Frische zur cremigen Kraut- und Kartoffelkomponente.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Bratlingmasse kann bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Bratlinge möglichst erst kurz vor dem Servieren formen und braten. Sauerkraut und Kartoffelstampf können ebenfalls vorbereitet und getrennt gekühlt werden.

Aufbewahren

Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Kombination aus Rahmsauerkraut und Kartoffelstampf kann nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.

Aufwärmen

  • Pfanne: Bratlinge bei mittlerer Hitze mit wenig Öl von beiden Seiten erwärmen. Sauerkraut und Kartoffelstampf getrennt im Topf oder in der Mikrowelle erwärmen und bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit lockern.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Semmelbrösel enthalten üblicherweise Weizen; Hafer gehört ebenfalls zu den kennzeichnungspflichtigen glutenhaltigen Getreidearten.
  • Eier: enthält
  • Milch: enthält · Gouda, Butter, Sahne und Milch sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich den Grünkern durch Dinkelschrot ersetzen?

Ja. Dinkelschrot kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Bratlinge schmecken dann etwas milder und weniger nussig.

Wie kann ich das Gericht alkoholfrei zubereiten?

Den trockenen Riesling durch zusätzliche Gemüsebrühe mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft ersetzen. Das Sauerkraut wird dadurch weniger weinbetont, bleibt aber aromatisch.

Was mache ich, wenn die Bratlingmasse zu weich ist?

Die Masse etwas länger quellen und ruhen lassen. Falls sie danach noch weich ist, vorsichtig zusätzliche Semmelbrösel einarbeiten und die Bratlinge flach formen.

Kann ich mehrere Komponenten gleichzeitig zubereiten?

Ja. Während die Bratlingmasse ruht, können Sauerkraut und Kartoffeln parallel zubereitet werden. Die Bratlinge werden anschließend frisch gebraten.

Aus unserer Küche

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