Marzipanrohmasse einarbeiten
Die Marzipanrohmasse wird grob geraspelt und zusammen mit den trockenen Zutaten kurz in die Buttermasse eingearbeitet. So verteilt sie sich gleichmäßig im Teig.
Blechkuchen mit Baiser
Saftiger Mandel-Marzipan-Rührteig mit säuerlichem Rhabarber und einer hellgoldenen, luftigen Baiserhaube vom tiefen Blech.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Säuerlicher Rhabarber trifft auf saftigen Mandel-Marzipan-Rührteig und eine luftige Baiserhaube. Der tiefe Blechkuchen wird in Giekau saisonal für die Kaffeetafel gebacken und ergibt etwa 14 saubere Stücke.
Der Kuchen schmeckt fruchtig-säuerlich und zugleich mandelig-süß. Der Teig ist saftig und weich, der Rhabarber zart und saftig, während die Baiserhaube außen leicht knusprig und innen luftig bleibt.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das tiefe Backblech von 40 x 30 cm mit Butter fetten und mit Backpapier auslegen.
Wichtig: Beim Vorheizen und Hantieren mit dem heißen Blech vorsichtig arbeiten.
Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und die Stangen in etwa 2 bis 3 cm große Stücke schneiden. Junge, zarte Stangen müssen nicht zwingend geschält werden; bei kräftigen Stangen die äußeren Fäden abziehen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind gleichmäßig groß und frei von harten äußeren Fäden.
Marzipan grob raspeln. Butter, Zucker, Salz und Zitronenabrieb etwa 8 bis 10 Minuten cremig rühren. Eigelb und Eier nacheinander gründlich unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Masse ist hell und cremig, und die Eier sind vollständig eingearbeitet.
Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen. Die trockenen Zutaten abwechselnd mit Marzipan und gemahlenen Mandeln kurz unter die Buttermasse rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Es sind keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar; den Teig nicht länger als nötig rühren.
Den Teig auf dem vorbereiteten Blech verstreichen und den Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen. Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten 25 bis 30 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche ist gesetzt und beginnt leicht zu bräunen.
Wichtig: Das Blech bleibt während der Backzeit sehr heiß.
Für die Baiserhaube Eiweiß, Salz, Zitronensaft und lauwarmes Wasser in eine fettfreie Schüssel geben. Den Zucker langsam einrieseln lassen und die Masse 3 bis 5 Minuten weiterschlagen, bis sie glänzt und feste Spitzen bildet.
Daran erkennst du es: Die Baisermasse glänzt und bildet feste Spitzen.
Das Blech kurz aus dem Ofen nehmen und die Baisermasse vorsichtig auf dem Rhabarber verstreichen. Den Kuchen weitere 10 bis 12 Minuten backen, bis die Haube hellgolden ist.
Daran erkennst du es: Die Baiserhaube ist hellgolden und wirkt an der Oberfläche trocken.
Wichtig: Das Blech nur mit ausreichendem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.
Den Kuchen auf einem Gitter mindestens 30 Minuten abkühlen lassen. Für saubere Stücke vollständig auskühlen lassen und anschließend mit einem Sägemesser schneiden.
Daran erkennst du es: Der Kuchen ist abgekühlt und lässt sich ohne Verschieben der Baiserhaube schneiden.
Wichtig: Den Kuchen vor dem Schneiden ausreichend abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Die Marzipanrohmasse wird grob geraspelt und zusammen mit den trockenen Zutaten kurz in die Buttermasse eingearbeitet. So verteilt sie sich gleichmäßig im Teig.
Junge, zarte Rhabarberstangen müssen nicht zwingend geschält werden. Bei kräftigen Stangen sollten die äußeren Fäden abgezogen werden.
Die Eigelbe und ganzen Eier kommen in den Rührteig. Das Eiweiß wird getrennt gesammelt und später für die Baiserhaube verwendet.
Der Teig wird etwas kompakter und weniger zart als mit Speisestärke.
Die Speisestärke durch die gleiche Menge Weizenmehl ersetzen und mit dem übrigen Mehl und Backpulver mischen.
Aroma und Mundgefühl verändern sich leicht; die Teigstruktur bleibt grundsätzlich ähnlich.
Für den Teig die gleiche Menge Backmargarine verwenden und das Blech damit fetten. Bei der Auswahl auf die Eignung zum Backen achten.
Eine vollständig fettfreie Schüssel verwenden und die Eier sorgfältig trennen.
Wenn das Eiweiß nicht stabil wird, die Masse nicht als feste Baiserhaube einplanen; eine neue, sauber getrennte Eiweißportion aufschlagen.
Die trockenen Zutaten nur kurz unterrühren, bis keine Mehlnester mehr sichtbar sind.
Ein zu stark gerührter Teig lässt sich vor dem Backen nur begrenzt retten; die Backzeit sorgfältig kontrollieren.
Die Haube nur bis hellgolden backen und gegen Ende aufmerksam beobachten.
Bei ausreichender Teiggare den Kuchen aus dem Ofen nehmen, auch wenn die Haube bereits hellgolden ist.
Den Kuchen vollständig auskühlen lassen und ein Sägemesser verwenden.
Die Stücke vorsichtig mit einem Sägemesser voneinander lösen; optisch unregelmäßige Stücke bleiben geschmacklich intakt.
Der Kuchen kann bis zu einem Tag vorher gebacken und vollständig ausgekühlt aufbewahrt werden. Für die beste Baisertextur erst kurz vor dem Servieren schneiden.
Den vollständig ausgekühlten Kuchen abgedeckt und trocken lagern. Im Kühlschrank kann die Baiserhaube schneller weich werden; vor dem Servieren kurz temperieren lassen.
Nicht warm oder noch dampfend luftdicht verpacken, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Die Baiserhaube kann beim Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren und weich oder rissig werden.
Häufig gefragt
Junge, zarte Stangen müssen nicht zwingend geschält werden. Bei kräftigen Stangen sollten die äußeren Fäden abgezogen werden.
Fettreste können verhindern, dass das Eiweiß stabil aufgeschlagen wird. Deshalb Schüssel und Rührbesen gründlich reinigen und vollständig trocknen.
Für besonders saubere Stücke sollte der Kuchen vollständig auskühlen. Ein Sägemesser schont dabei die Baiserhaube.
Marzipanrohmasse steht meist im Backregal neben Mandel- und Nusszutaten.
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