Spiegelthaler Mostbraten

Schmorbraten mit Apfelmost

Zarter Schweinenacken schmort in Apfelmost mit Kümmel, Knoblauch und Kräutern zu einem herzhaften Braten mit fruchtig-würziger Sauce. Dazu kommen Petersilienkartoffeln und ein frisch angemachter Blattsalat.

Zum Rezept
Spiegelthaler Mostbraten aus dem Harz
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 13 Std. 15 Min.
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Obst, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lange, zugedeckte Schmoren macht den Schweinenacken zart und verbindet die Würzung mit dem Schmorsud.
  • Apfelmost und ein wenig Apfelessig geben der Sauce eine fruchtige Säure, die zu Kümmel und Knoblauch passt.
  • Petersilienkartoffeln und frisch angemachter Blattsalat ergänzen den kräftigen Braten mit milden und frischen Komponenten.

Für diesen Mostbraten wird Schweinenacken über Nacht gewürzt und anschließend zugedeckt in Apfelmost und Fleischbrühe geschmort. Während das Fleisch im Ofen gart, lassen sich Kartoffeln und Salat zubereiten – so kommt alles zusammen mit Sauce auf den Teller.

Der Braten ist zart und saftig, die Sauce würzig und fruchtig-herb. Petersilie bringt frische Kräuternoten an die warmen Kartoffeln; der Blattsalat schmeckt leicht säuerlich und süßlich.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Braten und Sauce

  1. Fleisch würzen und kalt stellen

    Salz, Pfeffer, Kümmel und Basilikum mit dem fein geriebenen Knoblauch vermischen. Den Schweinenacken rundum damit einreiben, abdecken und 8–12 Stunden kühl ziehen lassen.

    • Das Würzen am Vorabend einplanen.

    Wichtig: Während der Ruhezeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

  2. Ofen vorheizen und Fleisch anbraten

    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch trocken tupfen. Das Öl im ofenfesten Schmortopf erhitzen und den Braten von allen Seiten insgesamt etwa 8–10 Minuten kräftig anbraten. Herausnehmen.

    10 Minuten 160 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist von allen Seiten kräftig gebräunt.

    • Das Fleisch vor dem Anbraten trocken tupfen, damit es besser bräunt.
  3. Gemüse anrösten und Schmorsud ansetzen

    Zwiebel und Möhre im Bratensatz 4–5 Minuten anrösten. Mit Apfelessig ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Apfelmost und Fleischbrühe zugießen, das Fleisch wieder in den Topf legen und den Deckel aufsetzen.

    5 Minuten
    • Beim Ablöschen den Bratensatz gründlich vom Topfboden lösen.
  4. Braten schmoren

    Den zugedeckten Braten im Ofen etwa 2 bis 2½ Stunden schmoren. Nach etwa 90 Minuten wenden und zwischendurch mit etwas Schmorsud übergießen. Währenddessen können Kartoffeln und Salat vorbereitet werden.

    2 Std. 15 Min. 160 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen. Bei einem ganzen Schweinebraten zusätzlich die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen; mindestens 63 °C erreichen.

    • Die angegebene Schmorzeit ist ein Richtwert; maßgeblich ist, dass das Fleisch zart ist.

    Wichtig: Den Braten vollständig garen; für die empfohlene Mindestkerntemperatur siehe Lebensmittelsicherheitshinweis.

  5. Kartoffeln kochen

    Während der Braten schmort, Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 18–22 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.

    22 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke sind weich, behalten aber ihre Form.

    • Gleich große Stücke garen gleichmäßiger.
  6. Salat vorbereiten

    Öl, Apfelessig, Senf, Honig und Wasser verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Blattsalate waschen und trocken schleudern. Salat und Dressing getrennt bereithalten und erst kurz vor dem Servieren mischen.

    • Den Salat erst unmittelbar vor dem Servieren mit dem Dressing vermengen, damit die Blätter knackig bleiben.
  7. Braten ruhen lassen und Schmorsud abseihen

    Den Braten aus dem Topf nehmen, abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorsud mit dem Gemüse durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen.

    10 Minuten
    • Die Ruhezeit nutzen, um die Sauce fertigzustellen.

    Wichtig: Den Braten mindestens 3 Minuten ruhen lassen; die vorgesehene Ruhezeit von 10 Minuten erfüllt diese Mindestzeit.

  8. Sauce binden

    Mehl und kaltes Wasser glatt rühren. Den Schmorsud aufkochen, die Mehlmischung unter Rühren hineingießen und die Sauce 3–5 Minuten sanft köcheln lassen. Abschmecken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist gebunden und schmeckt gleichmäßig würzig.

    • Die Mehlmischung unter ständigem Rühren zugießen, damit die Sauce glatt bleibt.
  9. Kartoffeln fertigstellen und servieren

    Butter und gehackte Petersilie unter die warmen Kartoffeln heben und leicht salzen. Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit Sauce, Petersilienkartoffeln und Blattsalat servieren.

    • Den Braten quer zur Faser schneiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Am Vorabend beginnen: Das Fleisch braucht 8–12 Stunden Ruhezeit im Kühlschrank. Plane diese Zeit vor dem Schmoren ein.
  • Zartheit prüfen: Die Schmorzeit hängt vom Fleischstück ab. Orientiere dich zusätzlich daran, dass sich das Fleisch leicht mit einer Gabel einstechen lässt.

Zutatenwissen

Apfelmost auswählen

Apfelmost ist je nach Anbieter ein naturtrüber, vergorener Apfelwein. Naturtrüber Apfelsaft kann ihn ersetzen; damit wird die Sauce süßer und weniger herb.

Sinnvolle Alternativen

Naturtrüber Apfelsaft

Die Sauce wird süßer und weniger herb.

Den Apfelmost im Schmorsud durch dieselbe Menge naturtrüben Apfelsaft ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Salatblätter werden weich und fallen zusammen.

Blätter und Dressing getrennt bereithalten und erst kurz vor dem Servieren vermengen.

Überschüssiges Dressing vorsichtig abgießen und den Salat sofort servieren.

Die Sauce hat Mehlklümpchen.

Mehl und kaltes Wasser zuerst glatt rühren und die Mischung unter Rühren zugießen.

Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und nochmals kurz erhitzen.

Das Fleisch lässt sich nach der angegebenen Zeit noch nicht leicht einstechen.

Den Topf zugedeckt halten und die Zartheit gegen Ende der Garzeit prüfen.

Den Braten zugedeckt weiter schmoren und nach etwa 15 Minuten erneut prüfen.

Servieren und kombinieren

  • Mit Petersilienkartoffeln und Blattsalat: Die Bratenscheiben mit reichlich Sauce anrichten und die warmen Petersilienkartoffeln sowie den frisch angemachten Blattsalat dazu servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Fleisch mit der Gewürzmischung einreiben und abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Aufbewahren

Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen.

Große Bratenstücke zum raschen Abkühlen in kleinere Portionen teilen.

Aufwärmen

  • Im Topf: Bratenscheiben mit Sauce zugedeckt bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Bei Bedarf etwas Wasser zugeben und gelegentlich wenden.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen: enthält · Weizenmehl wird zum Binden der Sauce verwendet.
  • Milch: enthält · Die Petersilienkartoffeln enthalten Butter.
  • Senf: enthält · Senf ist Bestandteil des Salatdressings.

Lebensmittelsicherheit

  • Kerntemperatur für Schweinebraten: Den Braten an der dicksten Stelle mit einem Lebensmittelthermometer prüfen. Für ein ganzes Stück Schweinefleisch mindestens 63 °C erreichen und anschließend mindestens 3 Minuten ruhen lassen.
  • Kühlen und Aufwärmen von Resten: Gegarte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen, große Stücke zum Abkühlen in kleinere Portionen teilen und Reste beim Aufwärmen auf mindestens 74 °C erhitzen.
  • Fleisch während des Marinierens kühlen: Den gewürzten Schweinenacken während der 8–12-stündigen Ruhezeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange muss der Schweinenacken ziehen?

Der gewürzte Braten sollte 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Plane die Ruhezeit am besten über Nacht ein.

Kann ich Apfelmost ersetzen?

Ja. Naturtrüber Apfelsaft ist eine mögliche Alternative. Damit wird die Sauce süßer und weniger herb.

Woran erkenne ich, dass der Braten fertig ist?

Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen. Prüfe zusätzlich die Kerntemperatur an der dicksten Stelle.

Wann kommt das Dressing an den Salat?

Mische Salat und Dressing erst kurz vor dem Servieren, damit die Blätter knackig bleiben.

Aus unserer Küche

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