Knödel von der Bühler Spätzwetschge

Süße Kartoffelknödel

Gefüllte Kartoffelknödel mit Bühler SpätzwetschgenFrische Früchte aus dem Raum Bühl sind vor allem in der Zwetschgensaison auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Obstabteilungen erhältlich., Würfelzucker und goldbraunen Zimt-Butterbröseln. Das Rezept ergibt etwa 12 Knödel für 4 Personen und eignet sich als fruchtiges Hauptgericht oder Dessert.

Zum Rezept
Knödel von der Bühler Spätzwetschge
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge etwa 12 Knödel
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Obst, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Mehligkochende Kartoffeln geben dem Teig eine formstabile, zarte Hülle.
  • Der Würfelzucker schmilzt in der warmen Zwetschge und bildet eine fruchtig-süße Füllung.
  • Butterbrösel mit Puderzucker und Zimt ergänzen die weiche Frucht mit goldbraunem Biss.

Eine saftige Bühler Spätzwetschge, mit Würfelzucker gefüllt und von zartem Kartoffelteig umhüllt, macht diese süßen Knödel zu einem fruchtigen Hauptgericht oder Dessert. Beim sanften Garen bleibt die Frucht weich, während Butterbrösel mit Zimt für goldenen Biss sorgen. Die Variante knüpft an die Bühler Spätzwetschge aus Baden-Württemberg an.

Die Knödel sind außen weich und zart, innen saftig und fruchtig. In der warmen Zwetschge schmilzt der Zucker zu einer süßen Füllung, während die gerösteten Zimt-Butterbrösel knusprige, aromatische Akzente setzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln garen und pressen

    Kartoffeln gründlich waschen, mit Wasser bedecken und in leicht gesalzenem Wasser 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Anschließend lauwarm abkühlen lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel durchstechen.

    • Die Kartoffeln nicht vollständig auskühlen lassen, bevor sie gepresst werden; warm lassen sie sich besser verarbeiten.

    Wichtig: Beim Abgießen und Pellen auf heißes Wasser und heißen Dampf achten.

  2. Kartoffelteig herstellen

    Ei, Hartweizengrieß, Mehl und ½ TL Salz zu den lauwarmen Kartoffeln geben. 30 g Butter schmelzen, hinzufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zehn Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und lässt sich zu einer zusammenhängenden Masse formen.

    • Den Teig nur so lange kneten, bis er zusammenhält, damit die Knödel zart bleiben.
  3. Zwetschgen füllen

    Zwetschgen waschen, vorsichtig einschneiden und die Steine herauslösen. In jede Frucht einen Würfelzucker setzen und die Zwetschgen wieder leicht zusammendrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwetschgen sind entsteint und lassen sich um den Würfelzucker wieder leicht schließen.

    • Die Früchte nicht vollständig durchschneiden, damit der Würfelzucker beim Formen an seinem Platz bleibt.

    Wichtig: Das Messer beim Entsteinen kontrolliert führen, da die Früchte rutschig sein können.

  4. Knödel formen

    Kartoffelteig zu einer Rolle formen und in zwölf Stücke teilen. Jedes Stück zu einem flachen Teigling drücken, eine gefüllte Zwetschge daraufsetzen und den Teig vollständig darum schließen. Mit bemehlten Händen zu glatten Knödeln rollen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teighülle ist rundum geschlossen und weist keine offenen Stellen auf.

    • Die Nahtstellen gut verschließen, damit beim Garen kein Zucker austritt.
  5. Knödel gar ziehen lassen

    Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Hitze reduzieren, bis das Wasser nur noch leise siedet. Die Knödel portionsweise einlegen und 15 bis 18 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.

    18 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Knödel schwimmen an der Oberfläche und sind rundum stabil.

    • Das Wasser nur leise sieden lassen, damit die Knödel nicht aufplatzen.

    Wichtig: Knödel vorsichtig in das heiße Wasser geben, um Spritzer zu vermeiden.

  6. Butterbrösel rösten und Knödel wenden

    Die übrige Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Semmelbrösel, Puderzucker und Zimt einrühren und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Die gegarten Knödel darin vorsichtig wenden und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Brösel sind goldbraun und duften nach Butter und Zimt.

    • Die Brösel beim Rösten regelmäßig bewegen, da Zucker und Semmelbrösel schnell dunkel werden.

    Wichtig: Die Pfanne nicht unbeaufsichtigt lassen, weil die süßen Brösel rasch anbrennen können.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffelsorte: Mehligkochende Kartoffeln liefern einen trockeneren, gut formbaren Kartoffelteig und helfen, die Zwetschgen sicher zu umhüllen.
  • Teig rasch verarbeiten: Den Kartoffelteig nur kurz verkneten. Langes Kneten kann ihn klebrig und schwer formbar machen.
  • Sanftes Garen: Leise siedendes Wasser ist entscheidend, damit die gefüllten Knödel ihre Hülle behalten und nicht aufplatzen.

Zutatenwissen

Bühler Spätzwetschgen

Frische Früchte aus dem Raum Bühl sind vor allem in der Zwetschgensaison auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Obstabteilungen erhältlich.

Alternative Zwetschgensorte

Falls Bühler Spätzwetschgen nicht erhältlich sind, eignen sich reife, festfleischige Zwetschgen. Das Ergebnis kann je nach Sorte etwas süßer oder saftiger ausfallen.

Butter aufteilen

Von den insgesamt 80 g Butter kommen 30 g in den Kartoffelteig und 50 g in die Zimt-Butterbrösel.

Sinnvolle Alternativen

reife, festfleischige Zwetschgen

Die Knödel bleiben fruchtig, schmecken aber je nach Sorte etwas weniger regionaltypisch und können etwas süßer oder saftiger ausfallen.

Die Zwetschgen wie im Rezept waschen, entsteinen, mit Würfelzucker füllen und vollständig mit Kartoffelteig umhüllen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Kartoffelteig klebt stark und lässt sich kaum formen.

Kartoffeln nach dem Kochen kurz ausdampfen lassen, lauwarm verarbeiten und den Teig nur rasch verkneten.

Den Teig kurz weiter ruhen lassen und die Hände zum Formen leicht bemehlen; zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden.

Die Knödel öffnen sich beim Garen.

Die Zwetschge vollständig mit Teig umschließen, Nahtstellen gut verschließen und die Knödel nur in leise siedendem Wasser garen.

Aufgeplatzte Knödel vorsichtig herausheben und mit den Bröseln servieren; die übrigen Knödel bei geringerer Hitze fertig garen.

Die Butterbrösel werden dunkel und bitter.

Bei mittlerer Hitze rösten und die Mischung regelmäßig umrühren.

Bei stark verbrannten Bröseln eine neue kleine Menge ansetzen, statt die bitteren Brösel zu verwenden.

Varianten

Zwetschgenknödel mit festfleischigen Zwetschgen

Die Bühler Spätzwetschgen werden durch reife, festfleischige Zwetschgen ersetzt, wenn die regionale Sorte nicht verfügbar ist.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Knödel direkt nach dem Wenden in den Zimt-Butterbröseln warm servieren, damit die Zwetschgenfüllung weich und die Brösel aromatisch bleiben.
  • Lauwarm genießen: Die Knödel kurz abkühlen lassen und lauwarm servieren, wenn die Fruchtfüllung etwas milder wirken soll.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten und Weizen: enthält · Weizenmehl, Hartweizengrieß und Semmelbrösel sind als Zutaten angegeben.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Ei der Größe M.
  • Milch: enthält · Butter wird sowohl im Kartoffelteig als auch für die Brösel verwendet.

Aus unserer Küche

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