Küstrin-Kietzer Eier-Grützwurst

Warme Grützwurst aus Brandenburg

Kräftige Eier-Grützwurst aus dem Brandenburger Oderland mit glasig gebratenen Zwiebeln und weich gebundenem Ei, dazu mild-säuerliches Sauerkraut und buttrige Salzkartoffeln.

Zum Rezept
Küstrin-Kietzer Eier-Grützwurst
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 40 Minuten
Menge Personen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Obst, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die kräftige, würzige Grützwurst wird durch Zwiebeln und weich gestocktes Ei sämig und besonders vollmundig.
  • Das mild-säuerliche Sauerkraut mit Apfel, Apfelsaft und Gewürzen schafft einen frischen Gegenpol zur herzhaften Wurst.
  • Salzkartoffeln nehmen die Aromen von Wurst und Kraut auf und machen die Tellerkombination vollständig.
  • Paralleles Garen von Kartoffeln, Sauerkraut und Wurst hält die Zubereitung überschaubar und bringt alle Komponenten warm auf den Tisch.

Dieses eigenständige Brandenburger Wurstgericht bringt Eier-Grützwurst, Sauerkraut und Salzkartoffeln als vollständige Tellerkombination zusammen. Die Grützwurst wird aus der Pelle gelöst, mit Zwiebeln gebraten und durch verquirlte Eier weich gebunden. Währenddessen garen Kartoffeln und Sauerkraut parallel, sodass ein herzhaftes, bodenständiges Essen auf den Tisch kommt.

Die Grützwurst ist weich, grob-cremig und würzig, mit süßlich gebratenen Zwiebeln und einer milden Ei-Bindung. Das Sauerkraut schmeckt aromatisch, leicht säuerlich und durch Apfel und Apfelsaft dezent fruchtig. Die Salzkartoffeln sind weich, buttrig und mit Petersilie frisch abgerundet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kartoffeln vorbereiten

  1. Kartoffeln garen

    Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in einem Topf mit kaltem Wasser und dem Salz bedecken. Aufkochen und je nach Größe 18 bis 20 Minuten garen, bis sie weich sind. Während die Kartoffeln garen, das Sauerkraut und die Wurst vorbereiten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.

    • Gleich große Stücke garen gleichmäßiger.
    • Die Kartoffeln erst abgießen, wenn Sauerkraut und Wurst fast fertig sind.

Sauerkraut zubereiten

  1. Zwiebel und Apfel vorbereiten

    Die kleine Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch klein schneiden. Schweineschmalz oder ButterSchweineschmalz ergibt einen kräftigeren Geschmack, Butter eine mildere und rundere Note. in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig dünsten.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber noch nicht gebräunt.

  2. Sauerkraut schmoren

    Sauerkraut, Apfelstücke, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Kümmel, Apfelsaft, Wasser und Zucker zur Zwiebel geben. Alles aufkochen, zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten schmoren und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren vor dem Servieren entfernen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich und aromatisch, der Apfel ist weitgehend weich gegart.

    • Den Topf zugedeckt lassen, damit das Kraut saftig bleibt.
    • Vor dem Servieren die ganzen Gewürze entfernen.

Wurst braten und anrichten

  1. Wurstmasse vorbereiten

    Die beiden mittelgroßen Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Eier-Grützwurst aus der Pelle lösen und grob zerkleinern. Das Schweineschmalz oder die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin 3 bis 4 Minuten glasig braten.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig.

    • Die Wurst erst in die Pfanne geben, wenn die Zwiebeln weich sind.
  2. Grützwurst braten

    Die Grützwurst zu den Zwiebeln geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten braten. Dabei mit dem Pfannenwender zerteilen, bis eine grobe, cremige Masse entsteht. Majoran und den abgemessenen Pfeffer einrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Wurstmasse ist heiß, grob zerteilt und cremig.

    • Bei mittlerer Hitze braten, damit die Zwiebeln nicht verbrennen.
    • Die Masse darf grob bleiben und muss nicht glatt püriert werden.
  3. Ei einarbeiten

    Die Eier in einer Schüssel verquirlen und unter die Wurstmasse rühren. Bei kleiner Hitze 3 bis 4 Minuten stocken lassen und dabei weiter rühren, bis das Ei gebunden ist. Die Masse soll weich bleiben und nicht trocken werden.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Ei ist gebunden, die Wurstmasse bleibt jedoch weich und cremig.

    • Die Hitze reduzieren, sobald die Eier in die Pfanne kommen.
    • Ständiges Rühren verhindert, dass das Ei trocken oder stückig wird.
  4. Kartoffeln verfeinern und servieren

    Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Butter und Petersilie unterheben. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut entfernen. Die Salzkartoffeln zusammen mit der Eier-Grützwurst und dem warmen Sauerkraut auf vier Tellern anrichten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Komponenten sind warm und die Kartoffeln sind trocken ausgedampft.

    • Die Kartoffeln nur kurz ausdampfen lassen, damit sie warm bleiben.
    • Das Sauerkraut unmittelbar vor dem Servieren abschmecken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Parallel arbeiten: Kartoffeln, Sauerkraut und Wurst können zeitlich überlappend zubereitet werden. So bleiben alle Komponenten warm und die Gesamtzeit bleibt überschaubar.
  • Ei weich binden: Die Eier nur bei kleiner Hitze stocken lassen und kontinuierlich rühren. Die Wurstmasse soll cremig und weich bleiben, nicht trocken werden.
  • Ganze Gewürze entfernen: Lorbeerblatt und Wacholderbeeren vor dem Anrichten aus dem Sauerkraut nehmen.

Zutatenwissen

Wurstwahl

Küstrin-Kietzer Eier-Grützwurst ist besonders passend. Grobe Grützwurst ist eine mögliche Alternative; die Masse wird dann etwas weniger eiig und kompakt.

Fruchtige Abrundung

Der säuerliche Apfel und der naturtrübe Apfelsaft geben dem Sauerkraut eine milde fruchtige Note und balancieren seine Säure.

Schweineschmalz oder Butter

Schweineschmalz ergibt einen kräftigeren Geschmack, Butter eine mildere und rundere Note.

Sinnvolle Alternativen

Grobe Grützwurst

Die Masse wird etwas weniger eiig und kompakt, bleibt aber herzhaft und cremig.

Grobe Grützwurst aus der Pelle lösen, grob zerkleinern und wie beschrieben mit den Zwiebeln braten.

Butter

Die Wurst erhält eine mildere, leicht buttrige Note.

Die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und darin die Zwiebeln braten.

Butter

Das Sauerkraut schmeckt milder und runder.

Butter im Sauerkrauttopf schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Wurstmasse wird trocken und bröselig.

Die Hitze vor dem Einrühren der Eier reduzieren und die Masse ständig rühren.

Einen kleinen Schuss Wasser unterrühren und die Pfanne sofort von der Hitze nehmen.

Die Zwiebeln werden dunkel oder bitter.

Bei mittlerer Hitze braten und regelmäßig rühren.

Falls die Zwiebeln nur leicht gebräunt sind, die Wurst direkt dazugeben; stark verbrannte Zwiebeln besser ersetzen.

Das Sauerkraut bleibt sehr flüssig.

Das Kraut zugedeckt schmoren und am Ende kurz offen weitergaren, falls nötig.

Das Kraut einige Minuten offen bei kleiner Hitze einkochen lassen.

Die Kartoffeln zerfallen beim Abgießen.

Gleich große Stücke schneiden und ab 18 Minuten mit einem Messer prüfen.

Zerfallene Kartoffeln vorsichtig mit Butter und Petersilie als grobe Stampfkartoffeln servieren.

Varianten

Sauerkraut ohne Apfel

Eine herzhaftere, weniger fruchtige Fassung des Sauerkrauts.

Mildere Butter-Version

Die beiden angegebenen Portionen Schweineschmalz durch Butter ersetzen.

Grobe Grützwurstpfanne

Die Eier-Grützwurst durch grobe Grützwurst ersetzen; dadurch wird die Wurstkomponente rustikaler.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch auf dem Teller: Eier-Grützwurst, Sauerkraut und Salzkartoffeln nebeneinander anrichten, damit die cremige Wurstmasse und das säuerliche Kraut klar voneinander zu schmecken sind.
  • Mit großzügiger Krautportion: Für einen frischeren und säuerlicheren Teller die Sauerkrautportion etwas größer bemessen und die Wurst mit besonders weichen Kartoffeln servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Zwiebeln und Apfel können bis zu 4 Stunden vorher geschnitten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Komponenten möglichst frisch garen und erst kurz vor dem Servieren zusammen anrichten.

Einfrieren

Die Ei-Wurstmasse und die Kartoffeln können nach dem Einfrieren an Cremigkeit und Struktur verlieren.

Aufwärmen

  • Pfanne: Wurstmasse und Sauerkraut getrennt in einer Pfanne bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam erwärmen. Die Kartoffeln mit etwas Butter oder einem kleinen Schuss Wasser in einem Topf oder einer Pfanne erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Ei: enthält · Das Rezept enthält vier Eier als bindende Zutat.
  • Milch: may_contain · Butter ist bei mehreren Zutaten ausdrücklich als mögliche Alternative genannt; bei Verwendung von Schweineschmalz entfällt diese Milchquelle.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Wurst eignet sich für dieses Gericht?

Am passendsten ist Küstrin-Kietzer Eier-Grützwurst. Falls sie nicht erhältlich ist, kann grobe Grützwurst verwendet werden; die Masse wird dann etwas weniger eiig und kompakt.

Welche Kartoffeln sind geeignet?

Festkochende Kartoffeln behalten beim Garen ihre Form und passen gut zur weichen Wurstmasse und zum Sauerkraut.

Wie bleibt das Ei in der Wurstmasse cremig?

Die verquirlten Eier bei kleiner Hitze einarbeiten und ständig rühren. Die Pfanne vom Herd nehmen, sobald das Ei gebunden, aber noch weich ist.

Müssen Lorbeerblatt und Wacholderbeeren mitgegessen werden?

Nein. Beide Gewürze werden nur zum Aromatisieren mitgeschmort und vor dem Servieren aus dem Sauerkraut entfernt.

Aus unserer Küche

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