Bierauswahl
Radeberger Pilsner gibt der Marinade einen herben, regional geprägten Geschmack. Ein mildes Pils oder Helles ist als Alternative vorgesehen, macht die Sauce jedoch weniger herb.
Schweinebraten in Biermarinade
Zarter Schweinebraten aus der Schulter, über Nacht in Radeberger Pilsner mariniert, kräftig angebraten und langsam im Ofen geschmort. Dazu gibt es fruchtig-würziges SauerkrautDas Kraut vor dem Abschmecken probieren, da die Säure und der Salzgehalt je nach Produkt unterschiedlich ausfallen können., lockere Semmelknödel und eine gebundene Biersauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Radeberger Bierfleisch verbindet zarten Schweinebraten mit dem malzigen Aroma einer Pilsner-Marinade. Das Fleisch wird zunächst gewürzt und in Bier eingelegt, anschließend langsam geschmort, bis es weich und saftig ist. Sauerkraut und Semmelknödel nehmen die kräftige Bratensauce auf und machen den Teller zu einem bodenständigen Gericht mit sächsischem Brauhauscharakter.
Das Fleisch ist weich und saftig, die Sauce würzig und malzig mit feinen Röstaromen. Das Sauerkraut schmeckt mild säuerlich und leicht fruchtig, während die Semmelknödel locker, buttrig und aromatisch nach Petersilie und Muskat sind.
Schritt für Schritt
Eine Zwiebel grob würfeln und den Knoblauch andrücken. Bier, Senf, Kümmel, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner und die feste Salzmenge in der großen Schüssel verrühren. Die SchweineschulterEin gleichmäßig großes Stück eignet sich gut für das langsame Schmoren. hineinlegen, abdecken und 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von der Marinade umgeben und bleibt durchgehend gekühlt.
Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf gießen und mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gleichzeitig den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Die Marinade hat mindestens 5 Minuten sprudelnd gekocht.
Wichtig: Die rohe Marinade vor der weiteren Verwendung vollständig aufkochen.
Butterschmalz im Bräter erhitzen und die Schweineschulter rundherum kräftig anbraten. Die zweite Zwiebel grob würfeln, kurz mitrösten und mit der gekochten Biermarinade sowie der Fleischbrühe ablöschen. Den Bräter schließen und das Fleisch bei 160 °C 2 bis 2,5 Stunden schmoren lassen. Nach etwa der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist weich.
Während das Fleisch im Ofen schmort, die Zwiebel fein würfeln und den Apfel schälen und grob reiben. Schmalz oder Butter im mittleren Topf erhitzen, die Zwiebel glasig braten und den Apfel kurz mitdünsten. Sauerkraut, Apfelsaft, Wasser, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Zucker hinzufügen. Zugedeckt 35 bis 40 Minuten sanft schmoren lassen und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich, aromatisch und nicht trocken.
Die BrötchenRegionale Bezeichnung für ein kleines rundes Gebäck, besonders in Bayern und Österreich gebräuchlich. in dünne Scheiben schneiden. Die Milch erwärmen, darübergeben und 10 Minuten quellen lassen. Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig braten. Petersilie unterrühren. Zwiebelbutter, Eier, Salz und Muskat zu den eingeweichten Brötchen geben und vorsichtig vermengen. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Falls sie zu weich ist, etwas Semmelbrösel einkneten.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind weich durchfeuchtet, aber die Masse bleibt formbar.
Aus der Masse mit angefeuchteten Händen acht kleine Knödel formen. In einem großen Topf Salzwasser erhitzen, bis es nur noch leicht siedet. Die Knödel einlegen und 15 bis 18 Minuten gar ziehen lassen; das Wasser darf nicht sprudelnd kochen. Die fertigen Knödel mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Knödel sind aufgequollen und halten ihre Form, ohne hart zu wirken.
Wichtig: Das Kochwasser nur leicht sieden lassen, damit die Knödel nicht auseinanderfallen.
Das fertige Fleisch aus dem Bräter nehmen und 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Den Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und aufkochen. Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren, in den Fond einrühren und die Sauce 2 bis 3 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und glänzt, das Fleisch lässt sich sauber schneiden.
Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit der Biersauce, dem Sauerkraut und den Semmelknödeln anrichten. Die Sauce unmittelbar vor dem Servieren über das Fleisch geben oder separat reichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist in saubere Scheiben geschnitten und alle Komponenten sind heiß servierbereit.
Gut zu wissen
Radeberger Pilsner gibt der Marinade einen herben, regional geprägten Geschmack. Ein mildes Pils oder Helles ist als Alternative vorgesehen, macht die Sauce jedoch weniger herb.
Die Schulter eignet sich durch ihren höheren Bindegewebe- und Fettanteil für langes, langsames Schmoren und bleibt dabei saftig.
Das Kraut vor dem Abschmecken probieren, da die Säure und der Salzgehalt je nach Produkt unterschiedlich ausfallen können.
Altbackene Brötchen nehmen die Milch auf, ohne sofort zu einer breiigen Masse zu zerfallen. Frische Brötchen sollten vor der Verwendung stärker getrocknet werden.
Die Sauce wird etwas milder und weniger herb; der regionale Biercharakter tritt zurück.
Das Radeberger Pilsner im gleichen Volumen durch ein mildes Pils oder Helles ersetzen.
Das Sauerkraut schmeckt etwas milder und buttriger.
Das Schweineschmalz zum Anschwitzen der Zwiebel durch Butter ersetzen.
Die Marinade nach dem Herausnehmen des Fleisches durch ein Sieb gießen und mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Die Marinade separat vollständig aufkochen und erst danach wieder zum Fleisch geben.
Die Schweineschulter gründlich trocken tupfen und den Bräter gut vorheizen.
Das Fleisch aus dem Bräter nehmen, trocken tupfen und portionsweise nachbräunen.
Bei Bedarf Semmelbrösel einarbeiten und die Knödel nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen.
Die restliche Masse mit etwas Semmelbröseln binden und einen Probeknödel garen.
Die Sauce nach dem Einrühren 2 bis 3 Minuten köcheln lassen.
Etwas Mehl mit kaltem Wasser glatt rühren, einrühren und erneut kurz köcheln lassen.
Der Apfel- und Apfelsaftanteil kann für eine deutlich fruchtigere Beilage stärker in den Vordergrund rücken.
Das Fleisch kann wie vorgesehen 12 bis 18 Stunden vor dem Schmoren mariniert werden. Sauerkraut und Knödelmasse lassen sich während der Schmorzeit vorbereiten.
Fleisch, Sauce, Sauerkraut und Knödel nach dem Abkühlen getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Ein mildes Pils oder Helles kann das Radeberger Pilsner im gleichen Volumen ersetzen. Die Sauce wird dadurch milder und weniger herb.
Das Fleisch sollte 12 bis 18 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.
Etwas Semmelbrösel einkneten und zunächst einen Probeknödel garen. So lässt sich die Bindung prüfen, bevor alle Knödel geformt werden.
Ja. Das Sauerkraut kann während der Schmorzeit zubereitet werden. Die Knödelmasse lässt sich ebenfalls in dieser Zeit ansetzen und anschließend gar ziehen lassen.
Den Bratenfond durch ein Sieb gießen, aufkochen und mit Mehl verrühren, das zuvor mit kaltem Wasser glatt gerührt wurde. Die Sauce anschließend 2 bis 3 Minuten köcheln lassen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …