Aachener Printen
Aachener Printen geben der Soße würzige Tiefe und binden sie. Verwendet werden trockene Printen ohne Schokoladenüberzug.
Rheinischer Schmorbraten
Rinderschmorbraten wird 24 bis 48 Stunden in einer würzigen Rotwein-Essig-Beize mariniert, langsam geschmort und mit Aachener PrintenGeschützte Aachener Spezialität aus der Familie der würzigen, festen Lebkuchen., Rosinen und RübenkrautRübenkraut bringt eine süß-malzige Note zum herzhaften Pfannkuchen. zu einer süß-säuerlichen Soße vollendet. Kartoffelklöße und Rotkohl ergänzen den kräftigen Sonntagsbraten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser rheinische Sauerbraten verbindet zart geschmortes Rindfleisch mit einer aromatischen Rotwein-Essig-Beize und einer sämigen Printen-Rosinensoße. Kartoffelklöße und Rotkohl bilden die klassischen, kräftigen Begleiter; die mehrtägige Marinierzeit belohnt die Vorbereitung mit besonders tiefem Geschmack.
Das Fleisch ist zart und saftig, die Soße dunkel, sämig und intensiv würzig mit einer ausgewogenen süß-säuerlichen Note. Printen und Rosinen bringen warme Gewürzaromen und dezente Fruchtigkeit ein; Rotkohl und Kartoffelklöße runden das kräftige Mundgefühl ab.
Schritt für Schritt
Rotwein, Wasser und Rotweinessig mit Zwiebeln, Möhre, Knollensellerie, Lauch, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren, Gewürznelken, Senfkörnern und dem Salz für die Beize aufkochen. Die Beize vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Beize ist vollständig kalt, bevor das Fleisch hineingelegt wird.
Wichtig: Die Beize vor dem Marinieren vollständig abkühlen lassen.
Das Fleisch in ein ausreichend großes Gefäß legen, mit der kalten Beize übergießen und abgedeckt 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch mindestens einmal wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von der Beize umgeben und bleibt durchgehend gekühlt.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch aus der Beize nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb gießen und Flüssigkeit und Gemüse getrennt auffangen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist außen trocken; Flüssigkeit und Gemüse sind getrennt aufgefangen.
Butterschmalz in einem ofenfesten Bräter erhitzen. Das Fleisch rundum kräftig anbraten und anschließend herausnehmen. Das aufgefangene Gemüse im Bräter 4 bis 5 Minuten anrösten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gebräunt und das Gemüse leicht angeröstet.
Wichtig: Beim Anbraten auf spritzendes heißes Fett achten.
Das Fleisch wieder in den Bräter legen. Die aufgefangene Beize und den Rinderfond angießen; das Fleisch sollte etwa zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen. Alles aufkochen, den Bräter zudecken und den Sauerbraten 2½ bis 3 Stunden schmoren. Nach etwa der Hälfte der Zeit das Fleisch wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und bleibt saftig.
Für den Rotkohl die äußeren Blätter und den Strunk entfernen und den Kohl fein schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Apfel darin 3 Minuten andünsten. Rotkohl, Apfelsaft, Rotweinessig, Zucker, Lorbeerblatt, Gewürznelken und Salz hinzufügen und zugedeckt 60 bis 75 Minuten sanft schmoren. Zwischendurch umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht zerfallen, und die Flüssigkeit ist teilweise eingekocht.
700 g Kartoffeln mit Schale in Salzwasser 20 bis 25 Minuten weich kochen. Die übrigen 300 g roh fein reiben und in einem sauberen Tuch gründlich ausdrücken.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffeln lassen sich leicht einstechen; die rohen Kartoffeln sind gut ausgedrückt.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kochwassers vorsichtig arbeiten.
Die gekochten Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit den rohen Kartoffeln, Eigelb, Kartoffelstärke, Salz und Muskat rasch zu einem formbaren Teig vermengen. Acht gleich große Klöße formen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und hält beim Rollen seine Form.
Den fertigen Sauerbraten aus dem Bräter nehmen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und aufkochen. Printen, Rosinen und Rübenkraut einrühren und die Soße etwa 10 Minuten sämig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist sämig und haftet leicht am Löffel.
Einen großen Topf mit Salzwasser knapp unter dem Siedepunkt halten. Die Klöße hineingeben und 20 Minuten gar ziehen lassen; sie sollen nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind durchgehend heiß und behalten ihre Form.
Wichtig: Beim Hantieren mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten.
Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden und kurz in der Soße erwärmen. Sauerbraten mit Printen-Rosinensoße, Kartoffelklößen und Rotkohl anrichten.
Daran erkennst du es: Die Fleischscheiben sind heiß, quer zur Faser geschnitten und mit Soße überzogen.
Gut zu wissen
Aachener Printen geben der Soße würzige Tiefe und binden sie. Verwendet werden trockene Printen ohne Schokoladenüberzug.
Rübenkraut verstärkt die süßliche Note der Soße. Es wird bei den Brotaufstrichen, in größeren Supermärkten oder in Hofläden angeboten.
Die Rinderschulter eignet sich als großes Schmorfleischstück für die lange, feuchte Garung.
Mehligkochende Kartoffeln ergeben zusammen mit rohen geriebenen Kartoffeln und Kartoffelstärke einen formbaren Kloßteig.
Die Soße wird etwas weicher und weniger würzig.
Die Printenmenge durch trockene Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug ersetzen und wie im Rezept zerbröseln.
Die Soße wird fruchtiger und etwas milder.
Apfeldicksaft und braunen Zucker anstelle des Rübenkrauts in die eingekochte Soße rühren.
Die Beize vor dem Marinieren vollständig auskühlen lassen.
Falls das Fleisch bereits übergossen wurde, das Gefäß sofort in den Kühlschrank stellen und die Kühlzeit besonders sorgfältig einhalten.
Das Fleisch vor dem Anbraten sorgfältig mit einem sauberen Küchentuch trocknen.
Das Fleisch aus dem Bräter nehmen, trocken tupfen und bei ausreichend hoher Hitze weiter anbraten.
Das Fleisch nur etwa zur Hälfte mit Flüssigkeit bedecken und die Soße anschließend etwa 10 Minuten einkochen.
Die Soße ohne Deckel weiter reduzieren lassen, bis sie sämig wird.
Das Fleisch bis zur leichten Einstechbarkeit weiter schmoren und bei Bedarf wenden.
Den Braten mit ausreichend Flüssigkeit zugedeckt weiter schmoren, bis er zart ist.
Rohe Kartoffeln gründlich ausdrücken, den Teig rasch formen und die Klöße nur knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen.
Die restliche Kloßmasse mit etwas Kartoffelstärke nacharbeiten und das Wasser stärker abkühlen lassen.
Die süß-säuerliche Soße wird milder und fruchtiger zubereitet.
Printen können durch trockene Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug ersetzt werden.
Die Balance zwischen Säure und Süße kann innerhalb der belegten Zutaten angepasst werden.
Die Beize kann vorbereitet und vollständig abgekühlt werden. Das Fleisch anschließend 24 bis 48 Stunden darin im Kühlschrank marinieren.
Braten, Soße und Beilagen nach dem Abkühlen getrennt in dicht schließende Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Braten und Soße portionsweise und gut verschlossen einfrieren. Kartoffelklöße und Rotkohl möglichst getrennt einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Soße kann nach dem Auftauen etwas an Bindung verlieren; beim Erwärmen kurz nachreduzieren.
Häufig gefragt
Mindestens 24 Stunden, besser bis zu 48 Stunden. Das Fleisch sollte dabei abgedeckt im Kühlschrank liegen und mindestens einmal gewendet werden.
Trockene Lebkuchen ohne Schokoladenüberzug eignen sich als Ersatz. Die Soße wird dadurch etwas weicher und weniger würzig.
Als Alternative sind 1 TL Apfeldicksaft und 1 TL brauner Zucker angegeben. Die Soße wird dadurch fruchtiger und etwas milder.
Stark sprudelndes Wasser kann die geformten Klöße beschädigen. Sie sollen knapp unter dem Siedepunkt etwa 20 Minuten gar ziehen.
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