Schweinenieren einkaufen
Schweinenieren am besten beim Metzger oder an der Fleischtheke gut sortierter Märkte vorbestellen und möglichst küchenfertig putzen lassen.
Schwäbisches Innereiengericht
Bodenständiges schwäbisches Innereiengericht aus gewässerten SchweinenierenNieren des Schweins, die als Innereien und Zutat in der Küche verwendet werden. in einer säuerlichen Sauerrahmsoße mit Zwiebeln, Weißwein, Brühe, Essig und Senf. Dazu werden knusprige Röstkartoffeln und grüner Salat serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schwäbische Saure Nierle verbinden kurz gebratene Schweinenieren mit einer würzigen, säuerlichen Rahmsoße. Durch das Wässern in Milch, das portionsweise Anbraten und das nur kurze Fertiggaren bleiben die Nieren zart. Röstkartoffeln und grüner Salat bringen knusprige und frische Kontraste auf den Teller.
Die Nierle sind zart und kräftig-aromatisch, umhüllt von einer cremigen, leicht säuerlichen Soße mit Zwiebel- und Weinnote. Dazu kommen goldbraune, knusprige Kartoffelscheiben und ein frischer, knackiger Salat.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und in einem Topf mit Salzwasser knapp gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind knapp gar, aber noch fest genug zum Schneiden.
Wichtig: Vorsicht beim Abgießen des heißen Kochwassers.
Die Nieren längs halbieren und weiße Fettstränge, Röhren und Häutchen sorgfältig herausschneiden. In dünne Scheiben schneiden, 30 Minuten in der Milch wässern, anschließend abgießen, kalt abspülen und sehr gründlich trocken tupfen.
Wichtig: Rohe Nieren getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und danach Hände, Messer und Schneidebrett gründlich reinigen.
Die abgekühlten Kartoffeln in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel für die Röstkartoffeln fein würfeln.
Das für die Röstkartoffeln vorgesehene Öl in der großen Pfanne erhitzen. Die Kartoffelscheiben darin bei mittlerer bis kräftiger Hitze goldbraun braten. Die Zwiebel nach etwa 8 Minuten dazugeben, anschließend mit Salz und Pfeffer würzen und die Röstkartoffeln warm halten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind auf beiden Seiten goldbraun und außen knusprig.
Die Nierenscheiben mit dem Mehl vermengen. Das Öl in der zweiten großen Pfanne stark erhitzen und die Nieren portionsweise jeweils etwa 1 Minute anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Nierenscheiben sind außen leicht gebräunt, aber noch nicht vollständig durchgegart.
Wichtig: Nach dem Anbraten die Nieren nicht wieder auf die Unterlage für rohe Lebensmittel legen.
Die Zwiebel für die Soße fein würfeln. Die Butter in der Nierenpfanne zerlassen und die Zwiebel darin glasig braten. Mit dem Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und der Wein leicht reduziert.
Brühe, Weißweinessig und Senf einrühren. Die Hitze reduzieren, den SauerrahmSaure Sahne ist ein mild säuerliches Sauermilchprodukt mit etwa zehn Prozent Fett, das vor allem kalt oder nach dem Kochen verwendet wird. unterrühren und die Soße nur sanft erhitzen, nicht sprudelnd kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig, heiß und gut abgeschmeckt, ohne stark zu kochen.
Die angebratenen Nieren in die Soße geben und bei niedriger Hitze 3 bis 4 Minuten fertig garen. Die Nieren sollen gerade durchgegart bleiben und nicht lange kochen, damit sie zart bleiben.
Daran erkennst du es: Die Nieren sind vollständig durchgegart, bleiben aber zart und werden nicht hart.
Wichtig: Innereien vollständig durchgaren und anschließend heiß servieren.
Die Schalotte fein würfeln. Weißweinessig, Rapsöl, Senf, Honig und Wasser verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und die Schalotte untermischen.
Daran erkennst du es: Das Dressing ist gleichmäßig vermischt und ausgewogen abgeschmeckt.
Den Blattsalat waschen, trocken schleudern und bis kurz vor dem Servieren kühl bereithalten.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind sauber und möglichst trocken.
Den Blattsalat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing vermengen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind gleichmäßig benetzt, aber noch knackig.
Die Sauren Nierle mit der Sauerrahmsoße, den Röstkartoffeln und dem grünen Salat anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Nierle und Kartoffeln sind heiß, der Salat frisch und knackig.
Gut zu wissen
Schweinenieren am besten beim Metzger oder an der Fleischtheke gut sortierter Märkte vorbestellen und möglichst küchenfertig putzen lassen.
Sauerrahm nach dem Einrühren nur sanft erhitzen. Starkes Kochen kann die Soße ausflocken lassen.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Vorkochen und Braten ihre Form und eignen sich deshalb besonders gut für Röstkartoffeln.
Die Soße erhält weniger Butteraroma, bleibt aber herzhaft und cremig.
Die Butter zum Anschwitzen der Zwiebel durch die gleiche Menge neutrales Öl ersetzen.
Die Soße wird etwas fetter und milder, mit geringerer Säure.
Crème fraîche wie den Sauerrahm bei reduzierter Hitze einrühren und nicht sprudelnd kochen lassen.
Die Weinnote entfällt; die Soße wird weniger fruchtig und benötigt eventuell etwas mehr Essig zum Abschmecken.
Mit Brühe ablöschen und anschließend die Säure vorsichtig abschmecken.
Die Nieren werden glutenfrei vorbereitet; die Hülle wird etwas weniger mehlig.
Die Nieren dünn mit Speisestärke bestäuben und überschüssige Stärke vor dem Anbraten leicht abschütteln.
Nur portionsweise kurz anbraten und anschließend lediglich 3 bis 4 Minuten bei niedriger Hitze fertig garen.
Die Nieren sofort aus der Soße nehmen und die Soße separat warm halten; eine vollständige Wiederherstellung der Zartheit ist jedoch nicht sicher möglich.
Die Hitze vor dem Einrühren reduzieren und die Soße nur sanft erwärmen.
Die Soße vom Herd nehmen und mit einem kleinen Schuss kalter Brühe glatt rühren.
Nur knapp gar kochen und vollständig abkühlen lassen.
Die zerfallenen Stücke weiterbraten und als grobe Röstkartoffeln servieren.
Eine große Pfanne verwenden, die Kartoffeln möglichst locker verteilen und bei mittlerer bis kräftiger Hitze braten.
Die Kartoffeln portionsweise in einer heißen Pfanne nachbräunen.
Die Blätter trocken schleudern und erst unmittelbar vor dem Servieren anmachen.
Zusätzliche trockene Salatblätter unterheben und sofort servieren.
Die säuerliche Soße wird mit zusätzlicher Schärfe abgerundet.
Die Beilage erhält eine herzhaftere, rauchige Note.
Die Soße wird ohne Weißwein zubereitet und bleibt dennoch säuerlich-würzig.
Die Kartoffeln können am Vortag vorgekocht, gepellt und gekühlt werden. Auch das Dressing lässt sich einige Stunden vorher mischen. Die Nieren möglichst erst kurz vor dem Servieren wässern, braten und mit der Soße vollenden.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag vollständig durcherhitzen.
Die Nierle nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Sauerrahmsoße kann beim Einfrieren und Auftauen ausflocken; auch die Konsistenz der Nieren leidet wahrscheinlich.
Häufig gefragt
Das Wässern in Milch mildert den kräftigen Eigengeschmack. Danach die Nieren kalt abspülen und sehr gründlich trocken tupfen.
Die Nierenscheiben portionsweise bei hoher Hitze kurz anbraten und anschließend nur 3 bis 4 Minuten bei niedriger Hitze in der Soße fertig garen.
Nein. Nach dem Einrühren des Sauerrahms die Soße nur sanft erhitzen, damit sie cremig bleibt und nicht ausflockt.
Ja. Die Kartoffeln können vorgekocht, gepellt und vollständig abgekühlt bis zum Braten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
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