Wildschweinhackfleisch
Wildschweinhackfleisch bringt ein kräftiges, aromatisches Wildprofil mit. Es sollte frisch verarbeitet und vollständig durchgegart werden.
Wildfrikadellen aus NRW
Herzhafte Wildschweinfrikadellen in dunkler Altbiersauce, serviert mit süß-säuerlichem ApfelFruchtessig aus vergorenem Apfelwein beziehungsweise Apfelmost mit charakteristischer Säure und fruchtigem Aroma.-Rotkohl und cremigem Kartoffelstampf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Wildschweinfrikadellen bringen kräftiges, aromatisches Hackfleisch auf den Teller und passen gut zu herzhaften Beilagen. Diese nordrhein-westfälisch inspirierte Variante verbindet sie mit einer dunklen Altbiersauce, süß-säuerlichem Apfel-Rotkohl und cremigem Kartoffelstampf. Die Frikadellen werden zunächst gebräunt und anschließend in der Sauce fertig gegart.
Kräftig-würzige, saftige Frikadellen treffen auf eine malzige, sämige Sauce, weich geschmorten Apfel-Rotkohl und mild-cremigen Kartoffelstampf.
Schritt für Schritt
Das Brötchen grob zerteilen, mit der Milch übergießen und 10 Minuten einweichen lassen. Anschließend gut ausdrücken. Die Zwiebel für die Frikadellen fein würfeln.
Für den Rotkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein schneiden. Apfel und Zwiebel schälen und würfeln.
Die Butter in einem Topf erhitzen, die Zwiebel 2 bis 3 Minuten glasig dünsten und den Rotkohl mit dem Apfel hinzufügen. Apfelessig, Apfelsaft, Zucker, Lorbeerblatt, Nelken und Salz unterrühren. Den Rotkohl zugedeckt bei kleiner Hitze 35 bis 40 Minuten schmoren lassen und gelegentlich umrühren. Währenddessen können die Kartoffeln vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht bissfest, und die Flüssigkeit ist teilweise eingekocht.
Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch und Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles grob stampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken und zugedeckt warm halten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einer Gabel zerdrücken.
Das ausgedrückte Brötchen mit WildschweinhackfleischWildschweinhackfleisch bringt ein kräftiges, aromatisches Wildprofil mit., Ei, Zwiebel, Senf, Majoran, Salz und Pfeffer gründlich verkneten. Falls die Masse zu weich ist, nach und nach Semmelbrösel einarbeiten. Daraus acht gleich große, leicht flache Frikadellen formen und 15 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die geformten Frikadellen sind stabil und behalten beim Anheben ihre Form.
Wichtig: Rohes Hackfleisch nach der Verarbeitung nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln oder sauberen Arbeitsflächen in Kontakt bringen.
Das Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Frikadellen bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 3 bis 4 Minuten goldbraun braten. Anschließend aus der Pfanne nehmen.
Daran erkennst du es: Die Frikadellen sind außen goldbraun gebräunt und lassen sich vorsichtig wenden.
Wichtig: Rohes Hackfleisch vollständig durchgaren; die Frikadellen nach dem Braten nicht auf einen Teller mit rohen Fleischsäften legen.
Die Zwiebeln für die Sauce in derselben Pfanne bei mittlerer Hitze 3 Minuten anbraten. Butter und Mehl hinzufügen, kurz verrühren und mit AltbierAltbier gibt der Sauce malzige, leicht herbe Noten. und Rinderbrühe ablöschen. Rübenkraut und Senf einrühren und die Sauce 5 Minuten leicht einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht angedickt und verbindet sich sichtbar mit dem Pfannenansatz.
Die Frikadellen zurück in die Sauce legen und bei kleiner Hitze 8 bis 10 Minuten fertig garen, bis sie im Kern mindestens 72 °C erreichen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Frikadellen erreichen im Kern mindestens 72 °C und sind vollständig durchgegart.
Wichtig: Wildschweinhackfleisch vollständig durchgaren; die angegebene Kerntemperatur im dicksten Stück kontrollieren.
Lorbeerblatt und Nelken aus dem Rotkohl entfernen und den Rotkohl abschmecken. Kartoffelstampf nochmals kurz durchrühren und alles zusammen mit den Frikadellen und der Altbiersauce servieren.
Gut zu wissen
Wildschweinhackfleisch bringt ein kräftiges, aromatisches Wildprofil mit. Es sollte frisch verarbeitet und vollständig durchgegart werden.
Altbier gibt der Sauce malzige, leicht herbe Noten. Ein dunkles Bier kann als Ersatz verwendet werden, verändert aber den regionaltypischen Charakter.
Der säuerliche Apfel, Apfelessig und Apfelsaft balancieren die kräftige Fleischsauce und machen den Rotkohl aromatisch frischer.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen leicht und ergeben einen lockeren, cremigen Kartoffelstampf.
Die Sauce wird etwas weniger malzig und weniger regionaltypisch, bleibt aber dunkel und würzig.
Das Ersatzbier in derselben Menge zum Ablöschen verwenden.
Bei eigener Weiterverarbeitung bleibt das Wildaroma erhalten; die Masse kann etwas gröber und fester werden.
Das Fleisch frisch durch den Fleischwolf drehen oder bereits grob gewolft beziehen und anschließend wie angegeben verarbeiten.
Das Brötchen gründlich ausdrücken und die Masse vor dem Formen gut verkneten.
Semmelbrösel nach und nach einarbeiten, bis die Masse formbar ist, und die Frikadellen anschließend kalt stellen.
Eine große Pfanne verwenden und bei Bedarf in mehreren Chargen braten.
Die Frikadellen vorsichtig herausnehmen und portionsweise weiterbraten.
Die Sauce vor dem Zurücklegen der Frikadellen einige Minuten leicht einkochen lassen.
Die Frikadellen kurz herausnehmen und die Sauce noch etwas weiter einkochen lassen.
Die Kartoffeln nur grob stampfen und Milch sowie Butter erwärmt zugeben.
Etwas warme Milch unterheben und den Stampf nur kurz durchrühren.
Die Sauce wird mit alkoholfreiem dunklem Bier zubereitet, wenn auf Alkohol verzichtet werden soll.
Die Frikadellen werden etwas gröber geformt, sodass die Struktur des Wildschweinhackfleischs stärker hervortritt.
Die Frikadellenmasse kann am Vortag zubereitet, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag geformt und gebraten werden. Auch der Rotkohl lässt sich vorbereiten und vor dem Servieren langsam erwärmen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Frikadellen, Sauce, Rotkohl und Kartoffelstampf möglichst getrennt lagern.
Nicht mehrfach auf Raumtemperatur erwärmen und wieder zurückkühlen.
Frikadellen und Sauce portionsweise in geeigneten Behältern einfrieren. Rotkohl kann ebenfalls eingefroren werden; den Kartoffelstampf wegen möglicher Konsistenzveränderung möglichst frisch zubereiten.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam vollständig erhitzen.
Die Sauce und der Rotkohl lassen sich meist besser einfrieren als der Kartoffelstampf; dieser kann nach dem Auftauen etwas körniger wirken.
Häufig gefragt
Wildschweinhackfleisch gibt es häufig bei Wildmetzgereien, auf Wochenmärkten mit Wildangebot oder nach Vorbestellung bei gut sortierten Metzgereien. Alternativ kann grob gewolftes Wildschweinfleisch vom Wildhändler verwendet werden.
Ja. Ein anderes dunkles Bier oder alkoholfreies dunkles Bier kann in derselben Menge verwendet werden. Die Sauce wird dann etwas weniger malzig und weniger regionaltypisch.
Die 15-minütige Kühlzeit festigt die Masse. Dadurch lassen sich die Frikadellen leichter wenden und behalten beim Braten besser ihre Form.
Ja. Der Rotkohl kann schmoren, während die Kartoffeln kochen und die Frikadellenmasse vorbereitet wird. So wird die Gesamtzeit effizient genutzt.
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