Berliner Napfkuchen

Hefekuchen aus Berlin

Lockerer Hefekuchen mit Rosinen, Korinthen, gehackten Mandeln und Zitronat, in einer Napfkuchenform goldbraun gebacken.

Zum Rezept
Berliner Napfkuchen
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 58 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 48 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 20 Min.
Menge 1 Napfkuchen, etwa 12–14 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Milchprodukte, Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Zwei Gehzeiten geben dem Hefeteig Zeit, sichtbar aufzugehen und locker zu werden.
  • Die Mischung aus Rosinen, Korinthen, Mandeln und Zitronat sorgt in jeder Scheibe für abwechslungsreiche Frucht- und Bissnoten.
  • Das langsame Unterkneten der geschmolzenen, leicht abgekühlten Butter ergibt einen weichen, geschmeidigen Teig.

Dieser Berliner Napfkuchen verbindet einen weichen Hefeteig mit saftigen Rosinen und Korinthen, knackigen Mandeln und fruchtigem Zitronat. In Scheiben geschnitten passt er zum Nachmittagskaffee und schmeckt leicht warm ebenso wie vollständig ausgekühlt.

Goldbraune Kruste, weiche und lockere Krume, saftige Rosinen und Korinthen, knackige Mandelstücke und eine fein kandierte Zitrusnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

  1. Früchte und Hefemilch vorbereiten

    Rosinen und Korinthen mit heißem Wasser abspülen und im Sieb gut abtropfen lassen. Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe hineinbröckeln und mit einem Teelöffel des abgenommenen Zuckers verrühren.

    • Die Milch nur lauwarm erwärmen, nicht heiß werden lassen.
  2. Teig kneten

    Mehl, den übrigen Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Hefemilch und Eigelb hinzufügen und kurz vermengen. Die Butter schmelzen, etwas abkühlen lassen und nach und nach unterkneten, bis ein glatter, weicher Teig entsteht.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und weich.

    • Die Butter nicht heiß zum Teig geben.
    • Den Zucker für die Hefemilch von der angegebenen Gesamtmenge abnehmen.
  3. Einlage unterkneten und gehen lassen

    Rosinen, Korinthen, Mandeln, Zitronat und Zitronenschale gründlich unter den Teig kneten. Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.

  4. Form füllen und nochmals gehen lassen

    Die Napfkuchenform gründlich mit Butter ausfetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig einfüllen und abgedeckt nochmals etwa 30–45 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist. Gegen Ende der Gehzeit den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    38 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig ist in der Form sichtbar aufgegangen.

    • Die Gehzeit kann je nach Wärme des Ortes variieren; auf das sichtbare Aufgehen achten.
  5. Napfkuchen backen

    Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 55–60 Minuten backen. Wird die Oberfläche zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

    58 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Ein hineingestecktes Holzstäbchen kommt ohne feuchten Teig heraus.

    • Die Oberfläche während des Backens im Blick behalten und bei zu starker Bräunung abdecken.
  6. Ruhen lassen und auskühlen

    Den Napfkuchen etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Vorsichtig stürzen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kuchen lässt sich nach der kurzen Ruhezeit vorsichtig aus der Form stürzen.

    • Beim Stürzen die Form vorsichtig lösen, damit der Kuchen nicht bricht.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lauwarm statt heiß: Die Milch für die Hefemilch nur lauwarm erwärmen. Die geschmolzene Butter vor dem Unterkneten ebenfalls etwas abkühlen lassen.
  • Vor dem Anschneiden auskühlen lassen: Nach der Ruhezeit in der Form den Kuchen vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen, damit er sich sauberer schneiden lässt.

Sinnvolle Alternativen

Rosinen

Rosinen sind größer und schmecken milder als Korinthen.

Die 50 g Korinthen durch 50 g Rosinen ersetzen; auch diese vorab mit heißem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.

Fein abgeriebene Zitronenschale

Die kandierte, leicht herbe Fruchtnote des Zitronats fehlt.

Zitronat durch fein abgeriebene Zitronenschale ersetzen und mit der übrigen Einlage unter den Teig kneten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefemilch ist zu heiß.

Die Milch nur lauwarm erwärmen, bevor die Hefe hineinkommt.

Die Mischung vor der weiteren Verarbeitung abkühlen lassen; ist die Hefe nicht mehr aktiv, neue Hefemilch ansetzen.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor der Kuchen durchgebacken ist.

Den Kuchen während der Backzeit beobachten und bei starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.

Die Oberfläche abdecken und den Kuchen weiterbacken, bis das Holzstäbchen ohne feuchten Teig herauskommt.

Der Kuchen bleibt beim Stürzen in der Form hängen.

Die Napfkuchenform sorgfältig ausbuttern und gleichmäßig mit Mehl ausstreuen.

Servieren und kombinieren

  • Zum Nachmittagskaffee: Den Napfkuchen in Scheiben schneiden und leicht warm oder vollständig ausgekühlt servieren.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Den Napfkuchen vollständig auskühlen lassen und anschließend gut verschlossen bei Raumtemperatur aufbewahren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält
  • Milch: enthält
  • Ei: enthält
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Stücke ergeben sich aus dem Napfkuchen?

Der Kuchen ergibt etwa 12–14 Stücke, abhängig davon, wie dick du die Scheiben schneidest.

Kann ich die Korinthen ersetzen?

Ja. Rosinen sind eine passende Alternative; sie sind größer und schmecken milder.

Was kann ich statt Zitronat verwenden?

Fein abgeriebene Zitronenschale kann Zitronat ersetzen. Dabei entfällt die kandierte, leicht herbe Fruchtnote.

Woran erkenne ich, dass der Napfkuchen fertig gebacken ist?

Ein Holzstäbchen, das du in den Kuchen steckst, sollte ohne feuchten Teig herauskommen. Wird die Oberfläche vorher zu dunkel, decke sie locker mit Backpapier ab.

Aus unserer Küche

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