Buchweizenbratlinge mit Schmand-Sauerkraut

Getreidebratlinge aus Mecklenburg

Herzhafte Buchweizenbratlinge mit Zwiebel, Knoblauch, Ei und Dill, serviert mit mildem Sauerkraut in einer cremigen Schmand-Apfelsaft-Sauce.

Zum Rezept
Buchweizenbratlinge mit Schmand-Sauerkraut
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 Portionen, 8 Bratlinge
Gerichtsform und Gerichtsart Frikadellen und Bratlinge
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Milchprodukte, Pseudogetreide
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der gegarte Buchweizenschrot liefert eine herzhafte, leicht nussige Grundlage und bindet die Masse zusammen mit Ei und Mehl.
  • Das portionsweise Braten in wenig Rapsöl gibt den Bratlingen eine goldbraune Kruste, während sie innen saftig bleiben.
  • Apfelsaft mildert die Säure des Sauerkrauts, und Schmand sorgt am Ende für eine cremige, ausgewogene Sauce.
  • Die Kombination aus Dill, Paprika, Wacholder und Lorbeer verbindet die Bratlinge geschmacklich mit dem Schmorkraut.

Die Bratlinge werden aus gegartem Buchweizenschrot geformt, in Rapsöl goldbraun gebraten und mit cremigem Schmand-Sauerkraut serviert. Zwiebel, Knoblauch und Dill geben der Buchweizenmasse Würze, während Apfelsaft, Brühe und Paprikapulver das Sauerkraut mild und aromatisch abrunden.

Goldbraune, leicht knusprige Bratlinge mit nussigem Buchweizengeschmack treffen auf weich geschmortes, mild säuerliches Sauerkraut. Der Schmand macht die Beilage cremig, während Apfelsaft, Dill und Gewürze für Frische und Würze sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Buchweizenmasse vorbereiten

  1. Buchweizen garen und quellen lassen

    Den Buchweizenschrot in 400 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 12 Minuten garen. Den Topf vom Herd nehmen und den Schrot zugedeckt weitere 10 Minuten quellen lassen.

    22 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Buchweizen ist weich und hat die Brühe weitgehend aufgenommen.

    • Den Topf nach dem Garen geschlossen lassen, damit der Buchweizen gleichmäßig quillt.
  2. Zwiebel und Knoblauch dünsten

    Eine Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln. 1 EL Rapsöl in der Pfanne erhitzen und beides bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten glasig dünsten. Anschließend etwas abkühlen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.

    • Die Mischung vor dem Vermengen mit dem Buchweizen etwas abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken.
  3. Masse mischen und ruhen lassen

    Den abgekühlten Buchweizen mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung, den Eiern, dem Weizenmehl und dem Dill vermengen. Mit 1 TL Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Die Masse etwa 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und hält beim Zusammendrücken zusammen.

    • Die Ruhezeit hilft dem Mehl, Flüssigkeit zu binden.

Schmand-Sauerkraut kochen

  1. Sauerkraut schmoren

    Die zweite Zwiebel fein würfeln. Die Butter im Topf zerlassen und die Zwiebel darin etwa 3 Minuten andünsten. Sauerkraut, Apfelsaft, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren dazugeben und zugedeckt etwa 20 Minuten sanft schmoren lassen. Während das Sauerkraut schmort, können die Bratlinge geformt werden.

    23 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und die Flüssigkeit aromatisch eingekocht, ohne trocken zu sein.

    • Das Sauerkraut nur sanft schmoren lassen und gelegentlich umrühren.
  2. Schmand und Paprika einrühren

    Lorbeerblatt und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut nehmen. Schmand und Paprikapulver unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei kleiner Hitze warm halten, aber nicht mehr stark kochen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist cremig gebunden und gleichmäßig gewürzt.

    • Nach dem Einrühren des Schmands nur noch vorsichtig erwärmen, damit die Sauce cremig bleibt.

Bratlinge formen und braten

  1. Bratlinge formen

    Aus der Buchweizenmasse mit angefeuchteten Händen 8 gleich große Bratlinge formen. Falls die Masse sehr weich ist, zusätzliches Weizenmehl nach Bedarf unterarbeiten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die geformten Bratlinge behalten ihre Form und zeigen keine großen Risse.

    • Feuchte Hände verhindern, dass die Masse stark an den Fingern klebt.
  2. Bratlinge goldbraun braten

    Das restliche Rapsöl in der großen Pfanne erhitzen. Die Bratlinge portionsweise, bei Bedarf in zwei Durchgängen, bei mittlerer Hitze jeweils 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun braten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bratlinge sind außen goldbraun, fest und vollständig durchgewärmt.

    • Die Bratlinge erst wenden, wenn die Unterseite eine stabile Kruste gebildet hat.
  3. Anrichten und servieren

    Die Buchweizenbratlinge zusammen mit dem warmen Schmand-Sauerkraut auf Tellern anrichten und sofort servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Bratlinge und Sauerkraut sind warm angerichtet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz der Masse: Die Masse sollte nach der Ruhezeit formbar sein. Ist sie noch sehr weich, nur portionsweise zusätzliches Mehl einarbeiten, damit die Bratlinge nicht trocken werden.
  • Schmand erst zum Schluss: Den Schmand nach dem Entfernen von Lorbeerblatt und Wacholderbeeren einrühren und das Sauerkraut danach nur noch vorsichtig warm halten.
  • In Portionen braten: Die Pfanne nicht zu voll belegen. Bei Bedarf in zwei Durchgängen braten, damit die Bratlinge ausreichend Kontakt zur heißen Pfanne haben und eine Kruste bilden.

Zutatenwissen

Buchweizenschrot ersetzen

Grob gemahlener Buchweizen kann als Alternative verwendet werden. Die Bratlinge werden damit etwas kompakter.

Säure ausbalancieren

Mildes Sauerkraut und naturtrüber Apfelsaft ergeben eine ausgewogene, leicht säuerliche Beilage. Bei kräftigerem Sauerkraut vorsichtig abschmecken.

Dill einarbeiten

Der gehackte Dill wird direkt in die Bratlingsmasse gegeben und verteilt sich dadurch gleichmäßig in den Bratlingen.

Sinnvolle Alternativen

grob gemahlener Buchweizen

Die Bratlinge werden etwas kompakter.

Den grob gemahlenen Buchweizen in derselben Menge verwenden und wie den Buchweizenschrot in der Brühe garen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bratlingsmasse lässt sich nicht formen.

Den Buchweizen quellen lassen, die Masse 10 Minuten ruhen lassen und die Konsistenz vor dem Formen prüfen.

Zusätzliches Weizenmehl nach Bedarf portionsweise unterarbeiten.

Die Bratlinge zerfallen beim Wenden.

Die Bratlinge erst wenden, wenn sich eine stabile goldbraune Kruste gebildet hat.

Die Masse gegebenenfalls mit etwas zusätzlichem Mehl nachbinden und kleinere Bratlinge formen.

Das Sauerkraut schmeckt sehr sauer.

Mildes Sauerkraut verwenden und erst nach dem Schmoren abschmecken.

Mit etwas zusätzlichem Apfelsaft und Schmand abrunden, ohne die Sauce stark weiterzukochen.

Varianten

Kompaktere Bratlinge

Grob gemahlener Buchweizen ersetzt den Buchweizenschrot und ergibt eine etwas kompaktere Struktur.

Dillbetonte Version

Der Dillgeschmack wird deutlicher hervorgehoben, ohne die Grundzubereitung zu verändern.

Servieren und kombinieren

  • Als vollständige Pfannenmahlzeit: Je zwei goldbraune Buchweizenbratlinge mit einer großzügigen Portion Schmand-Sauerkraut anrichten und sofort servieren.
  • Mit frischer Note: Ein kleiner grüner Salat oder fein geschnittene frische Kräuter ergänzen die warmen Bratlinge und das cremige Sauerkraut.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Bratlingsmasse kann abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Vor dem Formen kurz durchrühren und bei Bedarf die Konsistenz mit etwas zusätzlichem Mehl anpassen.

Aufbewahren

Bratlinge und Sauerkraut getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Reste nach dem Servieren möglichst zügig abkühlen lassen und gekühlt lagern.

Einfrieren

Das Schmand-Sauerkraut kann nach dem Auftauen an Cremigkeit verlieren; zur Qualitätssicherung wird Einfrieren hier nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Pfanne: Bratlinge und Sauerkraut getrennt in der Pfanne bei mittlerer bis kleiner Hitze erwärmen. Das Sauerkraut gelegentlich umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schuss Flüssigkeit ergänzen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide beziehungsweise Weizen: enthält · Weizenmehl ist als reguläre und optionale Bindezutat angegeben.
  • Eier: enthält · Die Bratlingsmasse enthält Eier.
  • Milch: enthält · Butter und Schmand sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Buchweizenschrot ersetzen?

Ja. Grob gemahlener Buchweizen eignet sich als Alternative; die Bratlinge werden dann etwas kompakter.

Wann brauche ich zusätzliches Mehl?

Nur wenn die geruhte Masse sehr weich ist und sich nicht gut formen lässt. Das zusätzliche Mehl nach Bedarf portionsweise unterarbeiten.

Welches Sauerkraut eignet sich am besten?

Am besten passt mildes Sauerkraut. Kräftigeres Sauerkraut kann mit etwas mehr Apfelsaft und Schmand abgerundet werden.

Kann ich die Bratlingsmasse vorbereiten?

Die abgedeckte Masse kann bis zu 12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Vor dem Formen kurz durchrühren und die Konsistenz prüfen.

Aus unserer Küche

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