Wildschweinfleisch einkaufen
Wildschweinfleisch ist besonders gut bei einer Wildmetzgerei, einer gut sortierten Fleischerei oder einem regionalen Wildbretvermarkter erhältlich.
Harzer Wild-Grillgericht
Marinierte Wildschweinwürfel werden mit Paprika, Zwiebeln, Gewürzgurke und Schwarzbrot aufgespießt, zunächst direkt und anschließend indirekt gegrillt. Dazu passt ein warmer Kartoffelsalat mit Zwiebel, Essig, Senf und Petersilie.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese bodenständige Grillvariante verbindet kräftiges Wildschwein mit süßer Paprika, würziger Gewürzgurke, Zwiebeln und herzhaftem Roggen-Schwarzbrot. Die Marinade aus Rapsöl, Senf, Paprika, Majoran, Wacholder und Knoblauch unterstreicht das aromatische Fleisch, während der warme Kartoffelsalat eine sättigende Begleitung bildet.
Die Spieße schmecken herzhaft, würzig und leicht harzig vom Wacholder. Das Wildschwein bleibt kräftig im Aroma, während Paprika und Zwiebel süße Grillnoten entwickeln. Die Gewürzgurke bringt Säure, das Schwarzbrot Röstaromen und der warme Kartoffelsalat eine weiche, essigfrische Ergänzung.
Schritt für Schritt
Die Holzspieße mindestens 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen; bei Metallspießen entfällt dieser Schritt. Das Wildschweinfleisch trocken tupfen, von Sehnen befreien und in etwa 3 cm große Würfel schneiden.
Wichtig: Rohes Wildschweinfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.
Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser etwa 20 Minuten garen, bis sie weich, aber noch schnittfest sind. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und in dünne Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, behalten beim Schneiden aber ihre Form.
Die Salat-Zwiebel fein würfeln. Gemüsebrühe, Weißweinessig, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer in einem kleinen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin 2 Minuten sanft ziehen lassen. Den warmen Sud über die Kartoffelscheiben geben, vorsichtig mischen und 10 Minuten durchziehen lassen. Danach Rapsöl und Petersilie unterheben.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind vom warmen Sud durchzogen, bleiben aber intakt.
Rapsöl, Senf, Paprikapulver, Majoran, fein zerdrückte Wacholderbeeren, Knoblauch, Salz und Pfeffer verrühren. Das Wildschweinfleisch darin wenden und 30 Minuten zugedeckt im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte rohe Fleisch bis zum Grillen gekühlt aufbewahren.
Paprika und Gewürzgurken in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in breite Spalten teilen. Das Schwarzbrot in grobe Würfel schneiden. Fleisch, Paprika, Zwiebel, Gewürzgurke und Schwarzbrot abwechselnd auf die Spieße stecken. Die Brotwürfel möglichst zwischen zwei Gemüsestücke setzen, damit sie nicht zu schnell durchweichen.
Wichtig: Für rohes Fleisch ein sauberes Brett und sauberes Werkzeug verwenden oder diese vor dem Schneiden der übrigen Zutaten gründlich reinigen.
Den Grill auf etwa 200 °C vorheizen und eine direkte sowie eine indirekte Zone vorbereiten. Die Spieße über direkter Hitze rundherum 2 bis 3 Minuten anrösten. Anschließend in der indirekten Zone unter gelegentlichem Wenden etwa 8 bis 12 Minuten weitergrillen, bis das Wild vollständig durchgegart ist und eine Kerntemperatur von mindestens 80 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Das Wild ist vollständig durchgegart und erreicht im Kern mindestens 80 °C.
Wichtig: Wildschwein vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Fleischstelle prüfen.
Die Spieße 3 Minuten ruhen lassen. Den Kartoffelsalat nochmals abschmecken und gemeinsam mit den heißen Wildschweinspießen servieren.
Daran erkennst du es: Die Spieße sind heiß, der Fleischsaft verteilt sich nach der kurzen Ruhezeit wieder.
Gut zu wissen
Wildschweinfleisch ist besonders gut bei einer Wildmetzgerei, einer gut sortierten Fleischerei oder einem regionalen Wildbretvermarkter erhältlich.
Ganze Wacholderbeeren stehen meist im Gewürzregal, in Kräuterläden oder auf gut sortierten Wochenmärkten.
Kräftiges Roggen-Schwarzbrot passt zum Wildaroma und entwickelt auf dem Grill herzhafte Röstaromen. Dicke Scheiben liefern stabile Würfel.
Das Ergebnis schmeckt milder und weniger wildtypisch; die Fleischstruktur bleibt für Spieße geeignet.
Schweineschulter in etwa 3 cm große Würfel schneiden und wie das Wildschwein marinieren und grillen. Auch hier die vollständige Durchgarung prüfen.
Piment schmeckt wärmer und weniger harzig als Wacholder.
Pimentkörner grob zerstoßen und anstelle der fein zerdrückten Wacholderbeeren in die Marinade geben.
Etwa 3 cm große Würfel schneiden, nur kurz direkt anrösten und anschließend in der indirekten Zone weitergrillen.
Die Spieße sofort von der Hitze nehmen, 3 Minuten ruhen lassen und mit dem Kartoffelsalat servieren.
Brot zwischen Gemüsestücke setzen und die Spieße nach dem direkten Anrösten in die indirekte Zone umsetzen.
Verbrannte Brotwürfel vorsichtig entfernen; die übrigen Spieße indirekt fertig garen.
Kartoffeln nur weich, aber noch schnittfest garen und den Sud vorsichtig unterheben.
Den Salat nicht weiter rühren, sondern mit zusätzlichen Kräutern und etwas Öl locker durchheben.
Die Spieße werden nur mit Wildschwein, Gemüse und Gewürzgurke zusammengestellt; der Kartoffelsalat bleibt unverändert.
Metallspieße erleichtern die Vorbereitung, weil kein Einweichen erforderlich ist.
Häufig gefragt
Ja. Bei Metallspießen entfällt das Einweichen. Holzspieße sollten dagegen mindestens 30 Minuten in kaltem Wasser liegen.
Die direkte Hitze sorgt für Röstaromen. In der indirekten Zone kann das Wild anschließend gleichmäßiger durchgaren, ohne dass das Schwarzbrot zu schnell verbrennt.
Das Wildschwein soll vollständig durchgegart sein. Im Rezept wird eine Kerntemperatur von mindestens 80 °C angegeben; die Temperatur an der dicksten Fleischstelle prüfen.
Als Alternative eignet sich Schweineschulter. Sie schmeckt milder und weniger kräftig, kann aber in derselben Menge und Zubereitungsweise verwendet werden.
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