Orangeat und Zitronat
Beide Zutaten fein hacken, damit sich die kandierten Zitrusschalen gleichmäßig im Teig verteilen.
Nusslebkuchen · Halle, Kochbuchbezug 1905
Weiche, nussige Lebkuchen mit Mandeln, Haselnüssen, Honig, Orangeat und Zitronat. Die aufgeschlagene Eiermasse macht sie locker; gebacken werden sie portionsweise auf Oblaten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne, eigenständige Rezeptfassung greift die weich-nussige Art eines Lebkuchens auf, wie sie in Verbindung mit einem Halleschen Kochbuch von 1905 beschrieben wird. Orangeat, Zitronat und Lebkuchengewürz geben den kleinen Gebäcken ihr würzig-fruchtiges Aroma.
Die Lebkuchen sind innen weich und saftig, mit leicht gebräunten Rändern. Gemahlene Mandeln und gehackte Haselnüsse sorgen für Biss; Orangeat, Zitronat und Lebkuchengewürz steuern süß-würzige, fruchtige Noten bei.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Orangeat und Zitronat fein hacken.
Eier und Zucker in der großen Schüssel etwa 5 Minuten dick und hell aufschlagen. Den Honig in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis er flüssig, aber nicht heiß ist. Den Honig unter die Eiermasse rühren.
Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich heller, dick und luftig; der Honig ist flüssig, aber nicht heiß.
Mandeln, Haselnüsse, Mehl, Lebkuchengewürz, Zimt, Backpulver und Salz vermischen. Die Mischung portionsweise mit dem Teigschaber unter die Eiermasse heben. Orangeat und Zitronat einarbeiten. Den Teig 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt; der Teig ist dick und lässt sich auf Oblaten setzen.
Die Backoblaten mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen. Jeweils einen gehäuften Esslöffel Teig daraufgeben und kuppelförmig verstreichen; einen schmalen Rand der Oblate frei lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig sitzt kuppelförmig auf jeder Oblate; am Rand bleibt ein schmaler Streifen frei.
Die Bleche nacheinander backen. Jeden Durchgang bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–18 Minuten backen. Ab 15 Minuten prüfen: Die Ränder sollen leicht Farbe annehmen, die Oberfläche aber noch weich wirken.
Daran erkennst du es: Leicht gebräunte Ränder und eine noch weich wirkende Oberfläche.
Die Lebkuchen kurz auf dem Blech abkühlen lassen und dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen. Vollständig auskühlen lassen, bevor sie luftdicht verpackt werden.
Daran erkennst du es: Die Lebkuchen sind vollständig ausgekühlt, bevor sie verpackt werden.
Gut zu wissen
Beide Zutaten fein hacken, damit sich die kandierten Zitrusschalen gleichmäßig im Teig verteilen.
Die Mehlsorte ist nicht näher angegeben; beim Einkauf deshalb die gewünschte Sorte nach eigener Vorliebe wählen.
Den Honig nur leicht erwärmen und erst einrühren, wenn er flüssig, aber nicht heiß ist.
Die Masse vorsichtig weiterverarbeiten; eine bereits gestockte Eiermasse lässt sich nicht vollständig wieder aufschlagen.
Ab 15 Minuten kontrollieren und die Lebkuchen herausnehmen, sobald die Ränder leicht Farbe annehmen und die Oberfläche noch weich wirkt.
Die ausgekühlten Lebkuchen luftdicht aufbewahren, damit sie nicht weiter austrocknen.
Mit etwas Abstand aufsetzen und die Bleche nacheinander backen.
Die Lebkuchen vollständig auskühlen lassen und anschließend luftdicht aufbewahren.
Häufig gefragt
Die Ränder sollen leicht Farbe angenommen haben, während die Oberfläche noch weich wirkt. Beim Abkühlen festigen sich die Lebkuchen weiter.
Nein. Die Backzeit von 15–18 Minuten gilt je Blech; die Bleche werden nacheinander gebacken.
Die 20 Minuten Ruhezeit geben dem Teig Gelegenheit, sich zu setzen, bevor er auf die Oblaten kommt.
Erst vollständig auskühlen lassen und dann luftdicht verpacken.
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