Panhas mit Kartoffelpüree, Apfelkompott und Röstzwiebeln

Westfälisches Pfannengericht

Herzhafter PanhasWestfälisches Gericht aus Wurstbrühe, Fleisch und Buchweizenmehl, das in Scheiben gebraten wird. wird knusprig gebraten und mit cremigem Kartoffelpüree, süß-säuerlichem Apfelkompott, Röstzwiebeln und Rübenkraut serviert.

Zum Rezept
Panhas mit Kartoffelpüree, Apfelkompott und Röstzwiebeln
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 4 Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Obst, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die kräftige, knusprige Panhas-Kruste wird durch das weiche, cremige Kartoffelpüree ausgeglichen.
  • Apfelkompott und Rübenkraut bringen fruchtige Süße und Säure zu den herzhaften Aromen.
  • Röstzwiebeln sorgen für zusätzlichen Biss und ein nussig-würziges Röstaroma.
  • Die Komponenten lassen sich teilweise parallel zubereiten und ergeben gemeinsam eine vollständige Tellermahlzeit.

Panhas ist in der westfälischen und rheinischen Küche als würzige, schnittfeste Wurst- oder Pastetenmasse bekannt. In dieser vollständigen Tellerkombination trifft knusprig gebratener Panhas auf cremiges Kartoffelpüree, warmes Apfelkompott, goldbraune Röstzwiebeln und aromatisches Rübenkraut.

Knusprige Panhas-Scheiben, cremig-stückiges Kartoffelpüree, weich zerfallendes süß-säuerliches Apfelkompott und goldbraune, knackige Röstzwiebeln verbinden sich mit dem malzig-süßen Rübenkraut zu einem kräftigen, warmen und kontrastreichen Gericht.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Apfelkompott zubereiten

    Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Apfelsaft, Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf aufkochen. Die Apfelwürfel dazugeben und bei kleiner Hitze weich köcheln lassen. Das Kompott grob zerdrücken und warm halten.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelwürfel sind weich und lassen sich grob zerdrücken.

    • Das Kompott nur grob zerdrücken, damit etwas Struktur erhalten bleibt.
    • Währenddessen können die Kartoffeln vorbereitet werden.
  2. Kartoffeln kochen und stampfen

    Kartoffeln schälen, grob würfeln und in gesalzenem Wasser weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Butter und Sahne erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles grob stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einer Gabel oder dem Stampfer zerdrücken.

    • Kartoffeln nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen, damit das Püree nicht wässrig wird.
    • Nur grob stampfen, wenn eine rustikale Konsistenz gewünscht ist.

    Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das Kochwasser achten.

  3. Zwiebeln bemehlen

    Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Zwei Esslöffel Mehl auf einen Teller geben und die Zwiebelringe darin wenden. Überschüssiges Mehl leicht abschütteln.

    • Die Ringe möglichst gleichmäßig schneiden, damit sie gleichmäßig bräunen.
  4. Panhas knusprig braten

    Panhas in etwa fingerdicke Scheiben schneiden und mit den übrigen zwei Esslöffeln Mehl bestäuben. Zwei Esslöffel Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Panhas-Scheiben bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa drei bis vier Minuten braten, bis sie außen knusprig sind. Anschließend warm halten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen goldbraun und knusprig.

    • Die Scheiben vorsichtig wenden, damit sie nicht zerfallen.
    • Nicht zu heiß braten, damit die Oberfläche nicht verbrennt, bevor der Panhas durchgewärmt ist.

    Wichtig: Die Pfanne und das Öl sind heiß; beim Einlegen der Scheiben vorsichtig arbeiten.

  5. Röstzwiebeln braten

    Das restliche Öl in der Pfanne erhitzen und die bemehlten Zwiebelringe darin unter Wenden goldbraun und knusprig braten. Bei Bedarf die Hitze etwas reduzieren, damit das Mehl nicht zu dunkel wird.

    Daran erkennst du es: Die Zwiebelringe sind goldbraun und knusprig.

    • Die Zwiebeln regelmäßig wenden, damit das Mehl gleichmäßig bräunt.
    • Die Röstzwiebeln erst kurz vor dem Servieren fertigstellen.
  6. Anrichten

    Kartoffelpüree, Apfelkompott, gebratene Panhas-Scheiben und Röstzwiebeln auf vier Tellern anrichten. Je einen Teelöffel Rübenkraut über den Panhas geben und sofort servieren.

    • Das Rübenkraut sparsam über den Panhas geben, damit seine Süße die herzhaften Komponenten ergänzt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ablauf vereinfachen: Apfelkompott und Kartoffeln können parallel zubereitet werden. Während die Kartoffeln kochen, lassen sich Zwiebeln und Panhas vorbereiten.
  • Panhas behutsam wenden: Panhas kann je nach Produkt weich sein und beim Braten brechen. Die Scheiben erst wenden, wenn die Unterseite eine stabile Kruste gebildet hat.
  • Mehl nicht zu dunkel werden lassen: Bemehlte Zwiebeln bräunen schnell. Bei Bedarf die Hitze reduzieren und die Ringe regelmäßig wenden.

Zutatenwissen

Panhas einkaufen

Panhas gibt es meist bei traditionellen Metzgereien, auf Wochenmärkten mit regionalem Wurstangebot oder an gut sortierten Fleischtheken. Dicke Scheiben Blutwurst sind eine mögliche, aber weichere und würzigere Alternative.

Rübenkraut einkaufen

Rübenkraut findet sich häufig bei Brotaufstrichen, Sirupen oder regionalen Spezialitäten sowie in Hofläden. Apfelkraut ist eine fruchtigere und mildere Alternative.

Sinnvolle Alternativen

Dicke Scheiben Blutwurst

Die Scheiben sind meist weicher und würziger und haben nicht dieselbe schnittfeste, buchweizige Struktur wie Panhas.

Blutwurst vorsichtig schneiden und bei mittlerer Hitze braten, damit die Scheiben möglichst gut zusammenhalten.

Apfelkraut

Das Ergebnis schmeckt fruchtiger und etwas milder.

Apfelkraut wie das Rübenkraut zum Servieren über den Panhas geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Panhas-Scheiben zerfallen beim Wenden.

Panhas in etwa fingerdicke Scheiben schneiden und erst wenden, wenn eine Kruste entstanden ist.

Zerfallene Stücke weiterbraten und als knusprige Stücke zusammen mit dem Püree servieren.

Die Röstzwiebeln werden bitter oder zu dunkel.

Die Hitze bei Bedarf reduzieren und die Zwiebelringe regelmäßig wenden.

Zu stark verbrannte Zwiebeln ersetzen; leicht zu dunkle Ringe können mit etwas zusätzlichem ungewürztem Püree ausgeglichen werden.

Das Kartoffelpüree wird dünn und wässrig.

Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und Butter und Sahne schrittweise einarbeiten.

Das Püree kurz offen ausdampfen lassen und bei Bedarf mit weiteren gestampften Kartoffeln binden.

Servieren und kombinieren

  • Als vollständige Tellermahlzeit: Panhas mit Kartoffelpüree, Apfelkompott, Röstzwiebeln und etwas Rübenkraut gemeinsam auf einem Teller servieren.
  • Mit Sauerkraut statt Apfelkompott: Wer es weniger süß und herzhafter mag, kann das Apfelkompott durch Sauerkraut ergänzen oder ersetzen. Diese Kombination wird im redaktionellen Rezeptkontext ausdrücklich als Alternative genannt.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für das vollständige Gericht liegt keine belastbare Angabe zur Gefrierqualität der einzelnen Komponenten vor.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Mehl; die konkrete Getreideart ist im Ausgangsrezept nicht angegeben.
  • Milch: enthält · Butter und Sahne werden direkt verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo bekomme ich Panhas?

Panhas bekommst du meist bei traditionellen Metzgereien, auf Wochenmärkten mit regionalem Wurstangebot oder an gut sortierten Fleischtheken.

Was kann ich statt Panhas verwenden?

Dicke Scheiben Blutwurst eignen sich als Alternative. Sie sind jedoch weicher und würziger und ergeben nicht dieselbe schnittfeste, buchweizige Struktur.

Wo finde ich Rübenkraut?

Rübenkraut steht im Supermarkt häufig bei Brotaufstrichen, Sirupen oder regionalen Spezialitäten. Auch Hofläden führen es oft.

Kann ich Rübenkraut ersetzen?

Apfelkraut ist eine passende Alternative und schmeckt fruchtiger und etwas milder.

Aus unserer Küche

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