Blätter für die Einlage
Weinblätter geben ein würzigeres Aroma, Sauerkirschblätter schmecken milder. Beide Alternativen sollen ungespritzt und gründlich gewaschen sein.
Milchsauer fermentiert
Knackige kleine Einlegegurken werden mit Dill, Knoblauch, Blättern und einer 4-prozentigen Salzlake milchsauer fermentiert und anschließend kühl nachgereift.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinische Salzgurken verbinden knackige Einlegegurken mit Dill, Knoblauch und einer milden Salzlake. Die Gurken fermentieren zunächst bei Raumtemperatur und reifen danach kühl weiter. Essig wird nicht verwendet: Die feine Säure entsteht durch die Milchsäuregärung.
Die Gurken bleiben fest und knackig, schmecken zunächst mild-säuerlich und entwickeln bei längerer Reife ein kräftigeres, würziges Aroma. Dill und Knoblauch treten deutlich hervor, während die Lake leicht trüb und aromatisch wird.
Schritt für Schritt
Das Fermentierglas, den Deckel und das Beschwerungsgewicht gründlich mit heißem Wasser reinigen. Anschließend alles abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Alle verwendeten Gefäße und das Gewicht sind sauber und abgekühlt.
Wichtig: Sauberkeit ist besonders wichtig, weil die Gurken mehrere Tage fermentieren.
Die Gurken sorgfältig waschen, die Enden knapp abschneiden und beschädigte Exemplare aussortieren. Sehr kleine Gurken können ganz verwendet werden; größere Gurken längs halbieren.
Daran erkennst du es: Nur feste, unbeschädigte Gurken bleiben übrig.
Das abgekochte Wasser mit dem Salz verrühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Falls das Wasser zuvor erhitzt wurde, muss die Salzlake vollständig auf Raumtemperatur abkühlen.
Daran erkennst du es: Keine sichtbaren Salzkristalle bleiben in der Lake zurück; die Lake ist abgekühlt.
Wichtig: Nur vollständig abgekühlte Lake über die vorbereiteten Gurken geben.
Dill, Knoblauch, Blätter, Pfefferkörner, Lorbeer und gegebenenfalls Meerrettich auf dem Glasboden verteilen. Die Gurken dicht einschichten und mit der Salzlake auffüllen, bis alles vollständig bedeckt ist.
Daran erkennst du es: Alle Gurken und Aromaten liegen unter der Salzlake.
Das Beschwerungsgewicht auflegen und darauf achten, dass keine Gurke aus der Lake ragt. Das Glas locker verschließen oder einen Gärverschluss verwenden, damit entstehendes Gas entweichen kann.
Daran erkennst du es: Die Gurken bleiben vollständig unter der Lake und der Verschluss ist nicht gasdicht verriegelt.
Wichtig: Ein dicht verschlossenes Glas kann durch entstehendes Gas unter Druck geraten.
Das Glas 3 bis 5 Tage bei etwa 20 bis 22 °C stehen lassen. Eine leichte Trübung, Bläschen und ein säuerlicher Duft zeigen an, dass die Milchsäuregärung begonnen hat. Bei einem dicht verschlossenen Glas täglich vorsichtig Druck entweichen lassen.
Daran erkennst du es: Leichte Trübung, Bläschen und ein säuerlicher Duft sind erkennbar.
Wichtig: Bei pelzigem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch nicht weiterprobieren, sondern das gesamte Glas entsorgen.
Sobald die Gurken angenehm säuerlich schmecken, das Glas in den Kühlschrank oder einen sehr kühlen Keller stellen. Dort 1 bis 2 Wochen weiterreifen lassen; je länger sie reifen, desto kräftiger wird das Aroma.
Daran erkennst du es: Die Gurken schmecken angenehm säuerlich und entwickeln das gewünschte kräftige Aroma.
Die Gurken immer mit sauberem Besteck aus der Lake nehmen und darauf achten, dass die übrigen Gurken bedeckt bleiben. Bei pelzigem Schimmel oder einem deutlich fauligen Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Daran erkennst du es: Die entnommenen Gurken riechen säuerlich und zeigen keinen pelzigen Schimmel.
Wichtig: Bei pelzigem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Gut zu wissen
Weinblätter geben ein würzigeres Aroma, Sauerkirschblätter schmecken milder. Beide Alternativen sollen ungespritzt und gründlich gewaschen sein.
Kleine, feste Einlegegurken bleiben beim Fermentieren besonders knackig. Größere Gurken können längs halbiert werden.
Das Wasser muss nach dem Abkochen vollständig abkühlen, bevor Salzlake und Gurken zusammenkommen.
Das Aroma wird etwas milder als mit Weinblättern.
Die Sauerkirschblätter ungespritzt verwenden, gründlich waschen und in gleicher Menge einsetzen.
Die Gurken können beim Fermentieren etwas weniger knackig bleiben.
Möglichst kleine und feste Schlangengurken auswählen, waschen und wie beschrieben vorbereiten.
Die Gurken dicht einschichten, das Gewicht auflegen und den Lakepegel prüfen.
Gurken vollständig unter die Lake drücken und das Gewicht neu positionieren, solange kein Schimmel oder fauliger Geruch vorhanden ist.
Die Lake erst bei Raumtemperatur verwenden.
Wenn die Fermentation noch nicht begonnen hat, das Glas abkühlen lassen und anschließend weiterarbeiten; bei auffälligem Geruch nicht fortfahren.
Einen Gärverschluss oder einen locker aufgelegten Deckel verwenden.
Vorsichtig Druck entweichen lassen und den Verschluss anschließend lockerer anbringen.
Sauber arbeiten und alle Gurken unter der Lake halten.
Das gesamte Glas entsorgen und nicht probieren.
Die Gurken werden ohne Meerrettich angesetzt und bleiben aromatisch, aber etwas milder.
Sauerkirschblätter ersetzen Weinblätter und geben der Lake ein milderes Blattaroma.
Die Gurken können vollständig vorab fermentiert und nach der warmen Phase 1 bis 2 Wochen kühl nachgereift werden.
Nach 3 bis 5 Tagen bei Raumtemperatur im Kühlschrank oder in einem sehr kühlen Keller 1 bis 2 Wochen weiterreifen lassen. Die Gurken stets unter der Lake halten.
Bei pelzigem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch das gesamte Glas entsorgen.
Einfrieren ist nicht vorgesehen, weil die knackige Struktur darunter leiden kann.
Häufig gefragt
Sie stehen zunächst 3 bis 5 Tage bei etwa 20 bis 22 °C. Danach reifen sie im Kühlschrank oder sehr kühlen Keller 1 bis 2 Wochen weiter.
Die Säure entsteht bei diesem Rezept durch die Milchsäuregärung in der Salzlake, nicht durch Essig.
Ja. Ungespritzte Sauerkirschblätter können in gleicher Menge verwendet werden; ihr Aroma ist etwas milder.
Bei pelzigem Schimmel oder einem deutlich fauligen Geruch das gesamte Glas entsorgen und nicht probieren.
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