Herbstrüben finden
Herbstrüben sind vor allem im Herbst auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Bioläden erhältlich. Mairüben sind eine mögliche, mildere und saftigere Alternative.
Milchsauer vergorenes Wurzelgemüse
Grob geraspelte Herbstrüben werden mit Salz und Kümmel geknetet, fest in ein Gärglas gedrückt und milchsauer fermentiert. Die fertigen Rüben schmecken herzhaft-säuerlich und passen als Beilage zu kräftigen Gerichten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mit Salz, Kümmel und etwas Geduld werden Herbstrüben zu einem säuerlichen Sauergemüse. Während der Fermentation treten die Rüben unter ihre eigene Lake; reicht diese nicht aus, ergänzt eine milde Salzlake die Flüssigkeit.
Herzhaft und angenehm säuerlich, mit dem warmen, leicht würzigen Aroma von ganzem Kümmel.
Schritt für Schritt
Gärglas, Beschwerungsgewicht und die verwendeten Arbeitsgeräte gründlich reinigen und gut abspülen. Das Glas auf einen Teller stellen.
Wichtig: Saubere Geräte und ein sauberes Gärgefäß verwenden.
Herbstrüben schälen, die Enden entfernen und die Rüben grob raspeln.
Geraspelte Rüben, 22 g Salz und ganzen Kümmel in der großen Schüssel vermengen. Die Mischung 5–10 Minuten kräftig kneten, bis Flüssigkeit austritt.
Daran erkennst du es: Flüssigkeit hat sich am Schüsselboden gesammelt.
Die Rüben portionsweise in das Gärglas geben und jede Lage fest andrücken. Etwas Platz bis zum Rand lassen. Das Beschwerungsgewicht auflegen und die Rüben unter die ausgetretene Flüssigkeit drücken.
Daran erkennst du es: Die Rüben sind fest gepackt und vollständig von Flüssigkeit bedeckt.
Wichtig: Die Rüben während der Fermentation unter der Lake halten.
Falls nach dem Verdichten nicht genug Flüssigkeit austritt, Wasser mit 20 g Salz pro Liter verrühren. Nur so viel Ergänzungslake zugeben, dass die Rüben bedeckt sind. Das Glas mit dem Gärverschluss schließen und auf dem Teller stehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Rüben sind von Flüssigkeit bedeckt und das Glas ist mit dem Gärverschluss geschlossen.
Wichtig: Die Oberfläche des Gemüses soll unter der Flüssigkeit bleiben.
Das Glas bei etwa 18–20 °C für 2–3 Wochen fermentieren lassen. Nach etwa zwei Wochen den pH-Wert kontrollieren. Als fertig gilt der Ansatz bei einem pH-Wert von höchstens 4,6 und wenn die Bläschenbildung aufgehört hat. Dann mit sauberem Besteck probieren; bei angenehmer Säure das Glas kühl lagern. Ist der pH-Wert noch höher, weiter fermentieren und alle 1–2 Tage erneut messen. Die Rüben dabei unter der Lake halten.
Daran erkennst du es: pH-Wert höchstens 4,6 und die Bläschenbildung hat aufgehört; anschließend nach Wunsch säuerlich abschmecken.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel, schleimiger Beschaffenheit oder unangenehmem Geruch nicht probieren.
Die sauren Rüben vor dem Servieren nach Wunsch abtropfen lassen. Als säuerliche Beilage zu herzhaften Gerichten servieren.
Gut zu wissen
Herbstrüben sind vor allem im Herbst auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Bioläden erhältlich. Mairüben sind eine mögliche, mildere und saftigere Alternative.
Milder im Geschmack und etwas saftiger.
Die Herbstrüben durch die gleiche Menge geschälte Mairüben ersetzen und wie beschrieben grob raspeln, salzen und fermentieren.
Die Rüben fest einstampfen, mit dem Gewicht unter die Flüssigkeit drücken und bei Bedarf Ergänzungslake zugeben.
Ergänzungslake aus Wasser und 20 g Salz pro Liter anrühren und nur so viel zugeben, dass die Rüben bedeckt sind.
Nach etwa zwei Wochen den pH-Wert messen und zusätzlich auf das Ende der Bläschenbildung achten.
Weiter fermentieren lassen und den pH-Wert alle 1–2 Tage erneut kontrollieren.
Mairüben bringen eine mildere, etwas saftigere Variante des fermentierten Sauergemüses.
Den Ansatz 2–3 Wochen vor dem Servieren ansetzen. Sobald der gewünschte Säuregrad erreicht ist und die Fermentation kontrolliert abgeschlossen ist, kühl lagern.
Nach abgeschlossener Fermentation kühl lagern. Die Rüben weiterhin unter der Lake halten und mit sauberem Besteck entnehmen.
Bei sichtbarem Schimmel, schleimiger Beschaffenheit oder unangenehmem Geruch nicht probieren.
Häufig gefragt
Der Ansatz fermentiert bei etwa 18–20 °C ungefähr 2–3 Wochen. Nach etwa zwei Wochen den pH-Wert kontrollieren; bei einem Wert über 4,6 weiter fermentieren und erneut messen.
Wasser mit 20 g Salz pro Liter verrühren und nur so viel Ergänzungslake zugeben, dass die Rüben bedeckt sind.
Ja. Mairüben sind eine mögliche Alternative und ergeben eine mildere, etwas saftigere Variante.
Nach Wunsch abtropfen lassen und als säuerliche Beilage zu herzhaften Gerichten servieren.
Wenn die Fermentation kontrolliert abgeschlossen ist, der pH-Wert höchstens 4,6 beträgt und die gewünschte Säure erreicht ist, das Glas kühl lagern. Die Rüben unter der Lake halten.
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