Pilzauswahl
Pfifferlinge und Steinpilze bringen ein kräftiges Aroma, braune Champignons machen die Brühe milder. Eine gemischte Auswahl ist besonders passend.
Bayerische Pilzbrühe
Eine herzhafte bayerische Pilzbrühe mit feiner Säure, Sahne und lockeren Semmelknödeln als vollständige vegetarische Hauptmahlzeit.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gemischte Speisepilze, Zwiebeln und Gewürze bilden die aromatische Grundlage dieser sauren Schwammerlbrühe. Die cremig gebundene Brühe wird mit mildem Weißweinessig vollendet und zusammen mit frisch gegarten Semmelknödeln serviert.
Die Brühe ist sämig, cremig und fein säuerlich, mit kräftigem Pilzaroma und einer leicht würzigen Wacholdernote. Die Semmelknödel bleiben locker und weich, während die Pilzstücke für Biss sorgen.
Schritt für Schritt
Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Die Milch leicht erwärmen, darübergießen und alles 20 Minuten quellen lassen.
Daran erkennst du es: Das Brot ist weich und vollständig mit Milch durchfeuchtet.
Die Zwiebel fein würfeln und in der Hälfte der Butter glasig dünsten. Kurz abkühlen lassen. Zwiebel, Eier, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat zur Brotmasse geben und gründlich verkneten. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen. Falls er zu weich ist, nach und nach Semmelbrösel einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich zu einer formbaren, nicht flüssigen Knödelmasse verkneten.
Mit angefeuchteten Händen 4 große oder 8 kleine Knödel formen. In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Die Knödel hineingeben und bei knapp unter dem Siedepunkt 18 bis 20 Minuten gar ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Knödel sind fest geformt und durchgehend gegart, ohne sprudelnd zu kochen.
Die Pilze putzen, je nach Größe halbieren oder in mundgerechte Stücke schneiden. Die zweite Zwiebel fein würfeln.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind sauber vorbereitet und die Zwiebel fein gewürfelt.
Die Butter in einem breiten Topf erhitzen. Die Pilze portionsweise kräftig anbraten, bis ihre Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Die Zwiebel dazugeben und kurz mitdünsten.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind gebräunt und ihre austretende Flüssigkeit ist weitgehend verdampft.
Das Mehl über die Pilze stäuben und unter Rühren etwa 1 Minute anschwitzen. Die Gemüsebrühe langsam angießen und dabei kräftig rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Essig, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzufügen und die Brühe 20 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist leicht gebunden und die Pilzaromen haben sich mit Essig und Gewürzen verbunden.
Lorbeerblatt und Wacholderbeeren entfernen. Die Sahne und Petersilie einrühren, die Brühe mit Salz und Pfeffer abschmecken und nur noch kurz erhitzen, nicht mehr sprudelnd kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist cremig, aromatisch abgeschmeckt und gleichmäßig heiß, ohne stark zu kochen.
Die Semmelknödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und mit der sauren Schwammerlbrühe in tiefen Tellern anrichten. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Knödel liegen in der heißen Brühe und werden unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Pfifferlinge und Steinpilze bringen ein kräftiges Aroma, braune Champignons machen die Brühe milder. Eine gemischte Auswahl ist besonders passend.
Gemischte Speisepilze sind in der Pilzsaison auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüsegeschäften oder im Supermarkt erhältlich.
Wacholderbeeren geben der Brühe eine würzige, leicht harzige Note. Sie können weggelassen werden; dann schmeckt die Brühe milder.
Das Aroma verändert sich je nach Pilzsorte; die Brühe bleibt grundsätzlich stimmig.
Einzelne nicht erhältliche Sorten durch andere frische Speisepilze ersetzen und nach Größe vorbereiten.
Die Brühe schmeckt etwas milder und weniger harzig.
Die Wacholderbeeren einfach weglassen und die Brühe wie beschrieben kochen.
Die Semmelbrösel nach und nach einarbeiten und die Masse vor dem Formen ruhen lassen.
Weitere Semmelbrösel portionsweise einkneten, bis die Masse formbar ist.
Das Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten und die Knödel mit angefeuchteten Händen kompakt formen.
Die restliche Masse kleiner formen und besonders sanft gar ziehen lassen.
Die Pilze portionsweise in einem breiten Topf kräftig anbraten.
Die Brühe weiter sanft köcheln lassen und mit Pfeffer sowie der vorgesehenen Säure abschmecken.
Die Brühe langsam zugießen und dabei kontinuierlich rühren.
Die Brühe durch ein feines Sieb passieren und anschließend wieder erhitzen.
Eine mildere Variante mit braunen Champignons und ohne Wacholderbeeren.
Statt 4 großer Knödel 8 kleine Knödel formen.
Häufig gefragt
Pfifferlinge, Steinpilze und braune Champignons eignen sich besonders gut. Eine gemischte Auswahl sorgt für ein kräftiges und ausgewogenes Aroma.
Ja. Die Wacholderbeeren können weggelassen werden; die Brühe schmeckt dann etwas milder.
Beides ist möglich. Für eine klassische Portion können 4 große Knödel geformt werden, für kleinere Portionen oder eine gleichmäßigere Verteilung 8 kleine.
Der milde Weißweinessig sorgt für eine deutlich erkennbare, aber ausgewogene Säure. Die Brühe kann beim Abschmecken nach persönlichem Geschmack angepasst werden.
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