Schwäbische Dinnete mit Speck und Zwiebeln

Schwäbischer Flammkuchen

Dünn ausgerollter Dinkelhefeteig mit cremigem Schmand-Crème-fraîche-Belag, Speck und Zwiebeln, im heißen Ofen knusprig gebacken.

Zum Rezept
Schwäbische Dinnete mit Speck und Zwiebeln
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 109 Minuten
Menge Dinnete
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der weiche Dinkelhefeteig lässt sich sehr dünn ausrollen und wird dadurch am Rand knusprig.
  • Schmand und Crème fraîche ergeben einen cremigen Belag, der die kräftigen Aromen von Speck, Zwiebeln und Kümmel ausbalanciert.
  • Das Backen auf gut vorgeheizten Blechen sorgt für kräftige Bräunung und einen krossen Boden.

Schwäbische Dinnete ist ein dünn ausgerollter Hefeteig-Fladen aus Baden-Württemberg. Je nach Gegend begegnet sie dir auch unter Namen wie Dinnerle oder Deie. Der knusprige Rand und der cremige, herzhafte Speck-Zwiebel-Belag machen sie zu einem unkomplizierten Ofengericht für die ganze Runde.

Knusprige, kräftig gebräunte Ränder treffen auf einen dünnen, zarten Boden und einen cremig-herzhaften Belag. Speck bringt Würze, Zwiebeln milde Süße und Kümmel eine warme, erdige Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig kneten

    Dinkelmehl und 1 TL Salz in eine große Schüssel geben. Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, mit dem Olivenöl zum Mehl geben und alles 6–8 Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und lässt sich zu einer zusammenhängenden Kugel formen.

    • Nicht zusätzlich viel Mehl einarbeiten; ein weicher Teig lässt sich später dünn ausrollen.
  2. Teig gehen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich sichtbar vergrößert.

    • Während der Teig ruht, können Zwiebeln, Belag und Backofen vorbereitet werden.
  3. Belag vorbereiten

    Inzwischen die Zwiebeln schälen und in sehr dünne Ringe schneiden. Schmand, Crème fraîche, gemahlenen Kümmel, die Prise Salz und schwarzen Pfeffer verrühren. Den Speck in feine Streifen schneiden oder würfeln.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schmandcreme ist glatt verrührt und gleichmäßig gewürzt.

    • Die Zwiebelringe möglichst dünn schneiden, damit sie in der kurzen Backzeit weich werden.
  4. Ofen und Bleche vorheizen

    Einen Backofen mit zwei Backblechen oder einem Backstein auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bleche mindestens 20 Minuten mit aufheizen.

    20 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Ofen und Bleche sind vollständig vorgeheizt.

    • Das Aufheizen der Bleche unterstützt einen knusprigen Boden.

    Wichtig: Heiße Bleche und der Backstein können schwere Verbrennungen verursachen; nur mit Ofenhandschuhen handhaben.

  5. Fladen formen und belegen

    Den gegangenen Teig kurz durchkneten, in vier Stücke teilen und jedes Stück auf Backpapier sehr dünn zu einem länglichen Fladen ausrollen. Die Fladen mit der Schmandcreme bestreichen und mit Zwiebeln und Speck belegen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fladen sind sehr dünn ausgerollt und gleichmäßig, aber nicht zu dick, belegt.

    • Die Fladen erst unmittelbar vor dem Backen belegen, damit der Teig nicht durchweicht.
  6. Dinnete backen

    Je nach Größe zwei Fladen pro Blech auf die heißen Bleche ziehen und 10–12 Minuten backen. Die Dinnete nacheinander backen, falls der Ofen nicht genug Platz bietet.

    12 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind kräftig gebräunt und knusprig, der Belag ist heiß und leicht gebräunt.

    • Bei zwei Chargen das zweite Blech erst kurz vor dem Backen belegen.

    Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen der Bleche Ofenhandschuhe verwenden.

  7. Kurz abkühlen und servieren

    Die Dinnete kurz abkühlen lassen, mit etwas schwarzem Pfeffer würzen und warm servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Dinnete ist warm, aber so weit abgekühlt, dass sie sich schneiden und essen lässt.

    • Direkt nach dem kurzen Abkühlen sind Boden und Rand besonders knusprig.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Heiße Backflächen: Die Bleche oder der Backstein müssen gut vorgeheizt sein, damit der dünne Teig schnell fest und knusprig wird. Beim Umsetzen der Fladen vorsichtig arbeiten.
  • Zeit sparen: Zwiebeln, Schmandcreme und Speck können während der Gehzeit des Teigs vorbereitet werden.
  • Sehr dünn ausrollen: Die typische Dinnete lebt vom dünnen Boden. Wird der Teig zu dick ausgerollt, bleibt er eher weich und benötigt möglicherweise länger im Ofen.

Zutatenwissen

Dinkelmehl Type 630

Dinkelmehl Type 630 ergibt einen aromatischen, leicht nussigen Boden. Beim Kneten und Ausrollen sparsam zusätzliches Mehl verwenden, damit der Teig weich bleibt.

Speck vorbereiten

Dünne Streifen oder kleine Würfel verteilen sich gleichmäßig und garen in der kurzen Backzeit zuverlässig.

Zwiebeln dünn schneiden

Sehr dünne Zwiebelringe werden im heißen Ofen schneller weich und bekommen an den Rändern eine leichte Bräunung.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 550

Der Boden wird etwas elastischer und weniger nussig.

Dinkelmehl im gleichen Mengenverhältnis durch Weizenmehl Type 550 ersetzen und den Teig wie beschrieben zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Boden bleibt weich und dick.

Den Teig sehr dünn ausrollen und die Bleche mindestens 20 Minuten mit vorheizen.

Die Dinnete noch kurz weiterbacken, bis die Ränder kräftig gebräunt sind.

Der Belag wirkt wässrig und der Boden wird weich.

Die Schmandcreme dünn verstreichen und die Fladen erst kurz vor dem Backen belegen.

Die Dinnete auf dem heißen Blech einige Minuten weiterbacken, ohne die Temperatur zu reduzieren.

Die Ränder werden zu dunkel, bevor der Belag fertig ist.

Die Dinnete ab der zehnten Minute aufmerksam beobachten und bei starker Bräunung früher herausnehmen.

Varianten

Zwiebelbetonte Dinnete

Die Zwiebelmenge stärker in den Mittelpunkt stellen und den Speck etwas sparsamer verteilen.

Dinnete mit extra Speck

Den herzhaften Charakter durch eine großzügigere Speckauflage verstärken.

Dinnete mit Weizenmehl

Eine elastischere Variante mit Weizenmehl Type 550 statt Dinkelmehl.

Servieren und kombinieren

  • Warm aus dem Ofen: Die Dinnete nach kurzem Abkühlen warm servieren, solange der Boden noch knusprig und der Belag cremig ist.
  • Für die ganze Runde: Die vier Dinnete portionsweise aus dem Ofen bringen und direkt auf dem Blech oder einer Platte reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig nach dem Kneten abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Ausrollen etwas temperieren lassen. Belag und Zwiebeln möglichst erst kurz vor dem Backen vorbereiten beziehungsweise auftragen.

Aufbewahren

Abgekühlte Dinnete luftdicht verpacken und im Kühlschrank lagern. Für die beste Knusprigkeit möglichst bald wieder aufbacken.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen, da der Belag Milchprodukte und Speck enthält.

Einfrieren

Das Einfrieren ist nicht vorgesehen; der dünne Boden und der cremige Belag können nach dem Auftauen an Knusprigkeit verlieren.

Aufwärmen

  • Backofen: Die gekühlte Dinnete auf ein Blech legen und im vorgeheizten Backofen kurz erhitzen, bis der Rand wieder knusprig und der Belag heiß ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Dinkel gehört zu den glutenhaltigen Getreiden.
  • Milch: enthält · Schmand und Crème fraîche sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist eine Dinnete?

Dinnete ist ein dünn ausgerollter Hefeteig-Fladen aus dem schwäbischen beziehungsweise baden-württembergischen Raum, der herzhaft belegt und heiß gebacken wird.

Unter welchen Namen ist Dinnete noch bekannt?

Je nach Gegend wird sie auch Dinnerle oder Deie genannt.

Kann ich Dinkelmehl ersetzen?

Ja. Im Rezept kann Dinkelmehl Type 630 durch Weizenmehl Type 550 ersetzt werden. Der Boden wird dann etwas elastischer und weniger nussig.

Wie wird der Boden besonders knusprig?

Den Teig sehr dünn ausrollen und die Backbleche oder den Backstein mindestens 20 Minuten bei 240 °C mit vorheizen.

Aus unserer Küche

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