Weißkohl vorbereiten
Die dicken Blattrippen flach schneiden, damit sich die Blätter ohne Bruch aufrollen lassen. Sehr große Blätter können bei Bedarf halbiert werden.
Gemüsegericht aus Thüringen
Weiche Weißkohlblätter werden mit würzigem Gemüse-Reis, Ei und Kräutern gefüllt, aufgerollt und in einer milden Senfsoße geschmort. Petersilienkartoffeln ergänzen das vegetarische Hauptgericht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Thüringer Krautwickel mit Gemüse-Reis-Füllung verbinden zarte Weißkohlblätter mit einer herzhaften Füllung aus Reis, Möhren, Lauch und Paprika. Die Wickel schmoren im Ofen in einer cremigen Senfsoße und werden mit Petersilienkartoffeln serviert.
Die Kohlblätter sind weich und zart, die Füllung locker, saftig und leicht würzig. Die Senfsoße ist cremig, mild pikant und von einer dezenten Tomatennote getragen; Petersilie bringt Frische zu den buttrigen Kartoffeln.
Schritt für Schritt
Vom Weißkohl acht große Blätter lösen. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Blätter portionsweise 3 bis 4 Minuten blanchieren, bis sie biegsam sind. Herausheben, kalt abschrecken und trocken tupfen. Die dicken Blattrippen flach schneiden.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, aber nicht zerfallen.
Wichtig: Beim Herausheben des heißen Kohlwassers vorsichtig arbeiten.
Den Reis mit 300 ml Gemüsebrühe aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 12 Minuten garen. Anschließend fünf Minuten quellen lassen und danach etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist gar und die Flüssigkeit aufgenommen.
Zwiebel, Möhren, Lauch und Paprika klein würfeln. Zwei Esslöffel Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Möhren und Lauch 4 Minuten dünsten. Die Paprika hinzufügen und weitere 3 Minuten braten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich, aber noch farbig und nicht zerfallen.
Wichtig: Das heiße Öl nicht unbeaufsichtigt erhitzen.
Reis und Gemüse vermengen. Ei, Semmelbrösel, 2 TL SenfMittelscharfer Senf ist eine Senfzubereitung mit ausgewogener Schärfe zwischen mildem und scharfem Senf., Kümmel, Majoran, 1 TL Salz und etwas Pfeffer unterrühren. Die Füllung kurz ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gebunden und lässt sich portionieren.
Wichtig: Die Füllung bis zum weiteren Verarbeiten nicht unnötig warm stehen lassen.
Jeweils etwa drei gehäufte Esslöffel Füllung auf ein Kohlblatt setzen. Die Seiten einschlagen und die Blätter fest aufrollen. Bei Bedarf mit Küchengarn oder Holzspießchen sichern.
Daran erkennst du es: Die Wickel sind geschlossen und behalten ihre Form.
Den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das restliche Rapsöl in einem ofenfesten Schmortopf erhitzen. Die Krautwickel mit der Nahtseite nach unten hineinlegen und rundherum 5 bis 6 Minuten anbraten. Herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Wickel sind außen leicht gebräunt und bleiben geschlossen.
Wichtig: Der Schmortopf und das Öl werden sehr heiß; beim Umsetzen Topflappen verwenden.
Tomatenmark und Mehl in den Schmortopf geben und 1 Minute anschwitzen. Mit 500 ml Gemüsebrühe ablöschen und glatt rühren. 1 TL Senf einrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt angerührt und beginnt leicht zu binden.
Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten, da die heiße Flüssigkeit aufschäumen kann.
Die Krautwickel wieder in die Sauce setzen, den Topf abdecken und im vorgeheizten Ofen 35 bis 40 Minuten schmoren. Währenddessen können die Kartoffeln vorbereitet und gekocht werden.
Daran erkennst du es: Die Kohlblätter sind weich, die Wickel heiß durchgegart und die Sauce aromatisch verbunden.
Wichtig: Den heißen Topf nur mit geeigneten Ofenhandschuhen öffnen und herausheben.
Für die Beilage die Kartoffeln schälen, je nach Größe halbieren und in Salzwasser 18 bis 20 Minuten gar kochen. Abgießen und mit Butter und Petersilie vermengen.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in die Kartoffeln, ohne dass sie zerfallen.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kartoffelwassers vorsichtig vorgehen.
Die Krautwickel aus dem Schmortopf nehmen. Den SchmandGesäuertes, meist relativ fettreiches Milchprodukt mit cremiger bis stichfester Konsistenz. in die heiße Sauce rühren und die Sauce nicht mehr sprudelnd kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Krautwickel mit Sauce und Petersilienkartoffeln servieren.
Daran erkennst du es: Der Schmand ist glatt eingerührt und die Sauce ist heiß, aber nicht mehr sprudelnd kochend.
Wichtig: Sauce und Krautwickel vor dem Servieren auf eine sichere Esstemperatur abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Die dicken Blattrippen flach schneiden, damit sich die Blätter ohne Bruch aufrollen lassen. Sehr große Blätter können bei Bedarf halbiert werden.
Mittelscharfer Senf gibt der Füllung und der Sauce Würze, ohne den Kohlgeschmack zu überdecken. Die Menge kann innerhalb der Rezeptbasis vorsichtig angepasst werden.
Schmand erst am Ende in die heiße, nicht mehr sprudelnd kochende Sauce rühren, damit die Konsistenz cremig bleibt.
Haferflocken ergeben eine etwas kernigere, glutenfreie Variante; glutenfreie Semmelbrösel halten die Textur näher am Original.
Die Ersatzmenge direkt in die Füllung geben und die Masse kurz quellen lassen. Bei Haferflocken die Bindung vor dem Wickeln prüfen.
Die Sauce wird etwas leichter und kann je nach Produkt eine leicht andere Würze erhalten.
Die pflanzliche Kochcreme wie Schmand erst nach dem Schmoren in die heiße, nicht mehr sprudelnd kochende Sauce rühren.
Die Füllung kann etwas kompakter werden; die Bindung hängt vom verwendeten Ersatzprodukt ab.
Den Ei-Ersatz nach Packungsangabe anrühren und mit Reis und Gemüse vermengen. Die Füllung vor dem Wickeln kurz quellen lassen.
Die Blätter nur so lange blanchieren, bis sie biegsam sind, und die Rippen mit einem Messer abflachen.
Gerissene Blätter mit einem kleineren Blattstück oder einem blanchierten Kohlrest verstärken und die Nahtseite nach unten legen.
Pro Blatt etwa drei gehäufte Esslöffel verwenden, die Seiten einschlagen und die Wickel mit der Nahtseite nach unten anbraten.
Ausgetretene Füllung in der Sauce lassen und die übrigen Wickel vorsichtig weiter schmoren.
Die Brühe beim Ablöschen portionsweise zugießen und mit dem Kochlöffel glatt rühren.
Die Sauce durch ein Sieb streichen oder mit einem Schneebesen kräftig glätten, bevor die Krautwickel wieder eingesetzt werden.
Den Schmand erst am Ende einrühren und die Sauce danach nur noch sanft erhitzen.
Die Sauce vom Herd nehmen und mit etwas heißer Brühe oder Wasser glatt rühren.
Die Wickel bis zur beschriebenen Garprobe schmoren und bei Bedarf einige Minuten länger im abgedeckten Topf lassen.
Die Wickel mit etwas Sauce weiter abgedeckt schmoren, bis die Blätter weich sind.
Ei und Schmand werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Die Füllung bleibt herzhaft und die Sauce cremig.
Die Gemüsefüllung wird um fein gewürfelte und angebratene Pilze ergänzt. Dadurch wird sie herzhafter und aromatischer.
Die Sauce wird ohne Schmand vollendet und stattdessen etwas stärker mit Brühe reduziert.
Die Krautwickel bis einschließlich Schritt 5 vorbereiten, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 24 Stunden anbraten und schmoren. Reis und Gemüse vor dem Vermengen vollständig abkühlen lassen.
Krautwickel, Sauce und Kartoffeln getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Kühlen vollständig ausdampfen lassen und anschließend zügig kalt stellen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist für diese Fassung nicht vorgesehen, da Kohlblätter, Reisfüllung und Schmandsoße nach dem Auftauen an Struktur verlieren können.
Häufig gefragt
Für die angegebene Menge werden acht große Weißkohlblätter benötigt. Ein großer Kohlkopf mit etwa 1,2 bis 1,5 kg sollte dafür ausreichend Blätter liefern.
Der Reis wird mit Gemüsebrühe vorgegart und quillt anschließend fünf Minuten. Er sollte gar und etwas abgekühlt sein, bevor er mit dem Gemüse und Ei vermengt wird.
Starkes Kochen kann die cremige Sauce ungleichmäßig oder körnig machen. Den Schmand deshalb erst am Ende einrühren und die Sauce nur noch sanft erhitzen.
Ja. Die Krautwickel passen auch zu Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder einem frischen Gurken- oder Blattsalat.
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