Kaiserschmarrn mit Zimt-Apfel-Kompott

Süßer Pfannenschmarrn

Locker gezupfter, goldbraun gebratener Kaiserschmarrn mit warmem Kompott aus säuerlichen Äpfeln, Zimt und Zitrone.

Zum Rezept
Goldbrauner Schmarrn aus der Saarland-Rezeptküche
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 30 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der untergehobene Eischnee sorgt für eine lockere, zarte Struktur.
  • Das Zerzupfen in der Pfanne schafft viele goldbraune Röstflächen.
  • Säuerliche Äpfel, Zimt und Zitronensaft bilden einen frischen Ausgleich zur süßen Schmarrnmasse.
  • Kompott und Schmarrn werden warm serviert und ergänzen sich dadurch besonders harmonisch.

Goldbraune, zarte Schmarrnstücke treffen auf ein warmes Zimt-Apfel-Kompott. Der Eischnee macht den Teig luftig, während das Backen in der Pfanne feine Röststellen entstehen lässt.

Innen weich und luftig, außen goldbraun mit feinen Röststellen. Das Kompott ist warm, fruchtig und leicht säuerlich, mit weicher Apfelstruktur und deutlicher Zimtnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zimt-Apfel-Kompott

  1. Kompott kochen

    Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Wasser, Zucker, Zimt und Zitronensaft in den Topf geben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Stücke weich sind, aber noch etwas Form behalten. Das Kompott warm halten.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelstücke sind weich, zerfallen aber noch nicht.

    • Das Kompott gelegentlich umrühren, damit Zucker und Fruchtsaft nicht am Topfboden ansetzen.

Schmarrn zubereiten

  1. Teig anrühren

    Eier trennen. Eigelb mit Milch, Mehl, Zucker und VanillezuckerZucker, der mit Vanille oder Vanillin aromatisiert und vor allem für Süßspeisen verwendet wird. in der Rührschüssel zu einem glatten Teig verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und ohne sichtbare Mehlklümpchen.

    • Nicht länger als nötig rühren, sobald der Teig glatt ist.
  2. Eischnee unterheben

    Eiweiß mit Salz steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Eischnee ist standfest und gleichmäßig untergehoben.

    • Mit einem Teigschaber oder Löffel von unten nach oben heben statt kräftig zu rühren.
  3. Erste Seite backen

    Die Hälfte der Butter in der großen beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Den Teig hineingießen, den Deckel auflegen und backen, bis die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche zu stocken beginnt.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun, die Oberfläche aber noch leicht feucht und gerade gestockt.

    • Die Pfanne nicht zu heiß werden lassen, damit die Unterseite nicht verbrennt, bevor die Oberfläche stockt.
  4. Wenden und fertig braten

    Den Teig mit dem Pfannenwender in vier Stücke teilen und wenden. Die restliche Butter zwischen die Stücke geben und weitere 2 bis 3 Minuten braten.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die gewendeten Stücke sind auf beiden Seiten goldbraun und durchgehend gestockt.

    • Die Stücke nicht zu früh zerreißen, damit sie sich beim Wenden zusammenhalten.
  5. Zupfen und servieren

    Den Schmarrn mit zwei Pfannenwendern oder Gabeln in mundgerechte Stücke zupfen und unter Wenden noch 1 bis 2 Minuten goldbraun rösten. Mit Puderzucker bestäuben und sofort mit dem warmen Zimt-Apfel-Kompott servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke haben feine Röststellen und sind innen noch zart.

    • Das Kompott kann während des Bratens warm gehalten werden; Schmarrn schmeckt direkt aus der Pfanne am besten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Eischnee behutsam unterheben: Der Eischnee liefert die Luftigkeit des Schmarrns. Deshalb nur vorsichtig unterheben und nicht glatt rühren.
  • Pfanne nicht überhitzen: Mittlere Hitze lässt den Teig innen zart werden und verhindert, dass die Butter oder die Unterseite zu dunkel wird.
  • Sofort servieren: Der Schmarrn bleibt direkt aus der Pfanne besonders locker und zart. Das warme Kompott erst kurz vor dem Servieren dazugeben.

Zutatenwissen

Säuerliche Äpfel verwenden

Säuerliche Äpfel halten beim Köcheln etwas Struktur und bringen einen frischen Kontrast zur süßen Schmarrnmasse.

Butter aufteilen

Die Butter wird nicht auf einmal verwendet: Die Hälfte kommt zum Ausbacken des Teigs in die Pfanne, die andere Hälfte nach dem Wenden zwischen die Stücke.

Vanillezucker dosieren

Das Päckchen Vanillezucker bringt Süße und Vanillearoma in den Teig; die angegebene Menge von 8 g bleibt Teil der Rezeptmenge.

Sinnvolle Alternativen

Glutenfreie Mehlmischung

Der Schmarrn kann etwas empfindlicher beim Wenden sein und eine leicht andere, meist weichere Struktur bekommen.

Eine glutenfreie Mehlmischung im gleichen Gewicht verwenden. Den Teig nach dem Anrühren kurz quellen lassen und beim Wenden besonders vorsichtig arbeiten.

Ungesüßter Pflanzendrink

Der Geschmack verändert sich je nach Pflanzendrink leicht; die Konsistenz bleibt ähnlich.

Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Für ein neutrales Ergebnis eignet sich ein ungesüßter Hafer- oder Sojadrink.

Backmargarine

Das Butteraroma wird milder; die Bräunung kann etwas anders ausfallen.

Butter im gleichen Gewicht durch geeignete Backmargarine ersetzen und die Margarine ebenfalls auf beide Bratphasen aufteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Schmarrn wird kompakt statt locker.

Eiweiß mit sauberem Werkzeug steif schlagen und anschließend behutsam unterheben.

Den bereits gebratenen Schmarrn in kleinere Stücke zupfen und mit etwas mehr Zeit bei moderater Hitze goldbraun rösten.

Die Unterseite wird dunkel, bevor die Oberfläche stockt.

Bei mittlerer Hitze backen und den Deckel verwenden, damit die Oberfläche gleichmäßig stockt.

Die Pfanne kurz von der Hitze nehmen und die Stücke bei niedrigerer Hitze fertig garen.

Die Schmarrnstücke bleiben innen zu weich.

Erst wenden, wenn die Oberfläche gestockt ist, und die gezupften Stücke anschließend noch goldbraun rösten.

Die Stücke bei mittlerer bis niedriger Hitze weiter wenden, bis sie außen gebräunt und innen durchgehend gestockt sind.

Das Apfelkompott zerfällt zu stark.

Nur sanft köcheln lassen und nach 10 Minuten den Garzustand prüfen.

Einige frische kleine Apfelwürfel kurz separat garen und unter das weiche Kompott heben.

Varianten

Kaiserschmarrn mit Rosinen

Die klassische süße Variante erhält zusätzliche fruchtige Süße im Teig.

Schlichter Schmarrn mit Puderzucker

Das Kompott entfällt und der Schmarrn wird direkt mit Puderzucker serviert.

Zimt-Birnen-Kompott

Die Äpfel werden durch aromatische Birnen ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Kompott servieren: Den Schmarrn sofort mit dem warmen Zimt-Apfel-Kompott anrichten, damit die Röststellen erhalten bleiben und sich die Aromen verbinden.
  • Mit zusätzlichem Puderzucker: Für eine schlichtere Präsentation nur mit etwas Puderzucker bestäuben und das Kompott separat reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Kompott kann bis zu 24 Stunden vorher gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Schmarrnteig und besonders den Eischnee erst kurz vor dem Braten zubereiten.

Aufbewahren

Übrig gebliebenen Schmarrn und Kompott getrennt abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.

Gekochte Reste nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen und vor dem Verzehr gründlich erwärmen.

Einfrieren

Das Kompott lässt sich grundsätzlich besser einfrieren als der fertige Schmarrn; dessen luftige Struktur leidet beim Einfrieren und Auftauen.

Aufwärmen

  • Pfanne: Schmarrn und Kompott getrennt in einer beschichteten Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Den Schmarrn dabei vorsichtig wenden, damit er nicht zerfällt.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Milch und Butter sind Bestandteil des Schmarrns.
  • Eier: enthält · Eier werden getrennt und als Eigelb sowie Eischnee verwendet.
  • Gluten: enthält · Das Rezept verwendet Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird der Eischnee untergehoben?

Der Eischnee lockert den Teig auf und sorgt dafür, dass der Schmarrn innen zart und luftig bleibt.

Kann der Schmarrn auch in einer kleineren Pfanne gebraten werden?

Ja. In einer kleineren Pfanne wird die Teigschicht dicker und benötigt möglicherweise etwas länger, bis die Oberfläche stockt.

Kann das Kompott vorbereitet werden?

Ja. Das Kompott kann bis zu 24 Stunden vorher gekocht und bis zum Servieren abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Aus unserer Küche

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