Leberwurst auswählen
Grobe Hausmacher-Leberwurst gibt der Füllung eine kräftige, saftige Struktur. Eine grobe Schweineleberwurst aus dem Kühlregal ist eine mildere Alternative.
Gefüllte Kartoffelklöße
Saarländisches Tellergericht aus gefüllten Kartoffelklößen mit grober Hausmacher-Leberwurst, mildem Sauerkraut und einer hellen Speck-Sahne-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Für diese kräftige saarländische Variante werden rohe und gekochte Kartoffeln zu einem formbaren Teig verbunden, mit grober Leberwurst gefüllt und in Salzwasser gar gezogen. Mildes Sauerkraut und eine sämige Speck-Sahne-Sauce machen daraus ein vollständiges, bodenständiges Tellergericht.
Die Gefillde sind außen weich und kompakt, mit einer würzigen, saftigen Leberwurstmitte. Dazu kommen mild-säuerliches Sauerkraut, rauchiger Bauchspeck und eine warme, cremige Sauce mit pfeffriger Muskatnote.
Schritt für Schritt
Die gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken und vollständig auskühlen lassen. Die rohen Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Küchentuch sehr kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit zehn Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig abgießen und die abgesetzte Kartoffelstärke auffangen.
Gekochte Kartoffeln, rohe Kartoffelmasse, aufgefangene Kartoffelstärke, Kartoffelstärke, Eier, Salz, Muskatnuss und Pfeffer zu einem formbaren Teig verkneten. Falls der Teig zu weich ist, nach und nach zusätzliche Kartoffelstärke einarbeiten. Den Teig zehn Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich zu einer geschlossenen Kugel formen.
Die Leberwurst in acht gleich große Portionen teilen. Aus dem Kartoffelteig acht Portionen abstechen, jeweils flach drücken, eine Leberwurstportion in die Mitte setzen und den Teig sorgfältig darum schließen. Die Klöße zwischen den Händen rund formen, damit keine Risse bleiben.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind rund, geschlossen und frei von sichtbaren Rissen.
Die Zwiebel fein würfeln. Schmalz oder Butter in einem Topf erhitzen, den Bauchspeck darin auslassen und die Zwiebel glasig dünsten. Sauerkraut, Apfelsaft, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zugeben. Alles aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten zugedeckt schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und aromatisch, aber nicht zerfallen.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser und dem Salz zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur leicht siedet. Die Gefillde vorsichtig einlegen und 20 bis 25 Minuten gar ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und sich fest anfühlen.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und fühlen sich fest an.
Für die Sauce den Bauchspeck in einem kleinen Topf auslassen. Die fein gewürfelte Zwiebel darin weich dünsten, das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Brühe und Sahne unter Rühren zugießen, die Sauce aufkochen und fünf bis sieben Minuten sämig köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und umhüllt den Löffel leicht.
Die Gefillde mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und kurz abtropfen lassen. Je zwei Klöße mit Sauerkraut und Speck-Sahne-Sauce auf tiefen Tellern anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind abgetropft und werden heiß mit den Beilagen serviert.
Gut zu wissen
Grobe Hausmacher-Leberwurst gibt der Füllung eine kräftige, saftige Struktur. Eine grobe Schweineleberwurst aus dem Kühlregal ist eine mildere Alternative.
Mehligkochende Kartoffeln liefern ausreichend Stärke und machen den Kartoffelteig formbar. Die gekochten Kartoffeln sollten vollständig ausgekühlt sein.
Mildes Sauerkraut hält den säuerlichen Kontrast ausgewogen und lässt die würzige Leberwurstfüllung sowie die Speck-Sahne-Sauce im Vordergrund.
Die Füllung wird meist etwas milder und weniger kräftig gewürzt.
Die Leberwurst wie im Grundrezept in acht Portionen teilen und in die Kartoffelklöße einarbeiten.
Butter bringt eine milchige Note, Schmalz einen kräftigeren herzhaften Geschmack.
Das gewählte Fett zum Auslassen des Specks und Dünsten der Zwiebel verwenden.
Die Sauce wird etwas leichter, bleibt aber cremig.
Kochsahne anstelle der Sahne verwenden und die Sauce bis zur gewünschten Sämigkeit köcheln lassen.
Die Kartoffelflüssigkeit vollständig absetzen lassen und zusätzliche Kartoffelstärke nur nach und nach einarbeiten.
Etwas von der vorgesehenen zusätzlichen Kartoffelstärke einarbeiten, bis sich der Teig formen lässt.
Die Teighülle sorgfältig verschließen, rund formen und die Klöße nur in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen.
Aufgeplatzte Klöße vorsichtig aus dem Wasser nehmen und mit ausreichend Sauerkraut und Sauce servieren.
Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren langsam zugießen.
Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und anschließend nochmals kurz köcheln lassen.
Das Kraut zugedeckt mit Apfelsaft schmoren lassen und vor dem Servieren abschmecken.
Das Sauerkraut etwas länger schmoren lassen und mit einem kleinen zusätzlichen Schuss Apfelsaft abrunden.
Eine mild gewürzte grobe Schweineleberwurst ersetzt die kräftige Hausmacher-Variante.
Das Sauerkraut wird mit Butter statt Schmalz angesetzt und erhält eine etwas mildere, milchige Note.
Für eine vegetarische Variante müssten Leberwurst und Bauchspeck durch passende pflanzliche Produkte ersetzt werden; sie ist nicht durch die vorliegende Zutatenliste belegt.
Die gekochten Kartoffeln können am Vortag vorbereitet und vollständig ausgekühlt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Gefillde lassen sich außerdem einige Stunden vor dem Garen formen und bis dahin gut abgedeckt kühl stellen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Gefillde, Sauerkraut und Sauce vollständig abkühlen lassen und möglichst getrennt portionsweise einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam erhitzen.
Die Kartoffelklöße können nach dem Auftauen etwas weicher werden; Sauce und Sauerkraut können sich in der Konsistenz leicht verändern.
Häufig gefragt
Gefillde sind im Saarland verbreitete gefüllte Kartoffelklöße. Für den Teig werden rohe und gekochte Kartoffeln kombiniert; die Füllung kann regional unterschiedlich sein.
Ja. In diesem Rezept sorgt grobe Leberwurst für eine kräftige Füllung. Andere Füllungen sollten eine feste, nicht zu flüssige Konsistenz haben, damit die Klöße geschlossen bleiben.
Ausgekühlte Kartoffeln sind trockener und stabiler. Dadurch lässt sich der Teig besser formen und die Klöße behalten beim Garen eher ihre Struktur.
Stark sprudelndes Wasser kann die empfindliche Teighülle aufreißen. Leicht siedendes Wasser gart die Gefillde schonender.
Die gekochten Kartoffeln können am Vortag vorbereitet werden. Die geformten Gefillde können einige Stunden abgedeckt und gekühlt bis zum Garen bereitstehen.
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