Kalbsrahmbraten mit Kartoffelklößen und Rosenkohl

Braten mit Rahmsoße

Zart geschmorter Kalbsbraten mit cremiger Rahmsoße, lockeren Kartoffelklößen und buttrigem Rosenkohl für eine festliche Mahlzeit.

Zum Rezept
Kalbsrahmbraten mit Kartoffelklößen
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 30 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kräftige Anbraten und anschließende Schmoren machen die Kalbsschulter zart und geben der Soße einen aromatischen Bratensatz.
  • Die Sahne rundet Fond und Weißwein zu einer milden, cremigen Rahmsoße ab.
  • Kartoffelklöße und Rosenkohl ergänzen den Braten mit einer lockeren, stärkehaltigen und leicht herzhaften Beilage.

Kalbsrahmbraten mit Kartoffelklößen und Rosenkohl verbindet mildes, langsam geschmortes Kalbfleisch mit einer samtigen Soße aus Bratensatz, Weißwein, KalbsfondAromatischer Grundfond aus Kalbsknochen, Fleisch, Gemüse und Gewürzen. und Sahne. Dazu kommen selbst geformte Kartoffelklöße mit gerösteten Brotwürfeln sowie Rosenkohl, der in Butter und Speck geschwenkt wird.

Der Braten ist zart und saftig, die Rahmsoße cremig und mild-würzig. Die Klöße sind weich und locker mit einem aromatischen Kern aus gerösteten Brotwürfeln, während der Rosenkohl buttrig, leicht rauchig und angenehm bissfest bleibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kalbsrahmbraten und Rahmsoße

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten

    Die Kalbsschulter 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, trocken tupfen und rundum mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Zwiebeln, Möhre, Knollensellerie und Lauch putzen und grob würfeln. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    30 Minuten 160 °C
    • Das Fleisch vor dem Anbraten gut trocken tupfen, damit es besser bräunt.

    Wichtig: Rohes Fleisch und Gemüse getrennt voneinander verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.

  2. Braten und Gemüse anrösten

    Das Butterschmalz im Bräter erhitzen und die Kalbsschulter rundum kräftig anbraten. Das Fleisch herausnehmen. Das vorbereitete Gemüse im Bräter anrösten, mit dem Mehl bestäuben und kurz unterrühren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche des Fleisches und das Gemüse sind deutlich gebräunt, aber nicht verbrannt.

    • Das Fleisch portionsweise oder mit ausreichend Abstand anbraten, damit es bräunt statt zu dünsten.

    Wichtig: Beim Ablöschen später vorsichtig arbeiten, da der heiße Bräter stark spritzen kann.

  3. Schmoren

    Mit dem Weißwein ablöschen und den Bratensatz lösen. Kalbsfond, Lorbeerblätter, Salbei und Thymian einrühren. Das Fleisch wieder hineinlegen, den Bräter abdecken und den Kalbsbraten im Ofen etwa 2 Stunden schmoren. Nach ungefähr 90 Minuten einmal wenden. Während der Braten schmort, die Kartoffelklöße und den Rosenkohl vorbereiten.

    2 Stunden 160 °C

    Daran erkennst du es: Der Braten lässt sich leicht einstechen und ist vollständig zart.

    • Der Bräter sollte während des Schmorens gut abgedeckt bleiben, damit das Fleisch saftig bleibt.

    Wichtig: Den heißen Bräter nur mit hitzebeständigen Handschuhen anfassen.

  4. Soße passieren und abschmecken

    Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Die Soße durch ein Sieb in einen Topf gießen und das Gemüse gut ausdrücken. Die Sahne einrühren und die Soße bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten cremig einkochen lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig und haftet leicht am Löffel.

    • Die Soße erst nach dem Einkochen endgültig salzen, weil sie durch die Reduktion kräftiger wird.

    Wichtig: Heiße Flüssigkeit langsam durch das Sieb gießen und Spritzer vermeiden.

Kartoffelklöße

  1. Kartoffelmasse herstellen

    500 g Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken. Die übrigen Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Küchentuch kräftig ausdrücken. Die Flüssigkeit kurz stehen lassen, das abgesetzte Kartoffelstärke-Pulver auffangen und mit der Kartoffelstärke zur Kartoffelmasse geben.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffelstücke lassen sich leicht zerdrücken.

    • Die gekochten Kartoffeln noch warm pressen, damit keine Klümpchen entstehen.

    Wichtig: Beim Abgießen des heißen Kartoffelwassers vorsichtig arbeiten.

  2. Klöße formen und füllen

    Gekochte und rohe Kartoffeln mit Eigelb, Kartoffelstärke, Salz und Muskat zu einem formbaren Teig verkneten. Das Brötchen würfeln und in der Butter goldgelb rösten. Aus dem Kartoffelteig acht Klöße formen und jeweils einige geröstete Brotwürfel in die Mitte geben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich zu glatten Klößen formen, ohne auseinanderzufallen.

    • Die Brotwürfel vollständig mit Kartoffelteig umschließen, damit die Klöße beim Garen nicht aufplatzen.

    Wichtig: Die Butter nicht zu heiß werden lassen, damit die Brotwürfel nicht verbrennen.

  3. Klöße ziehen lassen

    Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen. Die Klöße hineingeben und bei knapp unter dem Siedepunkt etwa 20 Minuten ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen, damit die Klöße ihre Form behalten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Klöße steigen auf und bleiben beim Herausheben stabil.

    • Die Klöße erst in das Wasser geben, wenn es heiß ist, aber nicht mehr sprudelnd kocht.

    Wichtig: Die Klöße vorsichtig in das heiße Wasser geben, um Spritzer zu vermeiden.

Rosenkohl und Anrichten

  1. Rosenkohl vorgaren

    Den Rosenkohl putzen, am Strunk kreuzweise einschneiden und in Salzwasser etwa 7 Minuten vorgaren. Abgießen.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Röschen sind leicht weich, behalten aber noch Biss.

    • Der Kreuzschnitt am Strunk sorgt dafür, dass die dicke Stelle gleichmäßiger gart.

    Wichtig: Beim Abgießen des heißen Wassers vorsichtig arbeiten.

  2. Rosenkohl schwenken und servieren

    Den Speck fein würfeln und in einer Pfanne auslassen. Rosenkohl und Butter dazugeben, mit Salz und Muskat würzen und bei mittlerer Hitze 5 Minuten schwenken. Den Kalbsrahmbraten in Scheiben schneiden und mit Kartoffelklößen, Rosenkohl und reichlich Rahmsoße servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Rosenkohl ist heiß, leicht gebräunt und noch bissfest.

    • Die Soße unmittelbar vor dem Servieren noch einmal durchrühren und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Fond verdünnen.

    Wichtig: Speckfett kann spritzen; die Hitze bei Bedarf reduzieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsabläufe kombinieren: Die Kartoffelklöße und den Rosenkohl während der zweistündigen Schmorzeit vorbereiten. So bleibt die Gesamtzeit deutlich kürzer, als wenn alle Komponenten nacheinander zubereitet werden.
  • Soße erst am Ende abschmecken: Die Rahmsoße wird nach dem Einkochen konzentrierter. Deshalb Salz, Pfeffer und Zitronensaft erst zum Schluss endgültig einstellen.
  • Wasser nicht sprudelnd kochen lassen: Ein knapp unter dem Siedepunkt liegendes Wasserbad verhindert, dass die Kartoffelklöße aufplatzen oder zerfallen.

Zutatenwissen

Kalbsfond einkaufen

Kalbsfond steht meist bei den Brühen und Fonds im gut sortierten Supermarkt, im Feinkostgeschäft oder beim Metzger.

Geschmacksalternative

Eine milde Geflügelbrühe kann Kalbsfond ersetzen. Die Soße wird dadurch etwas weniger kräftig und fleischig.

Mehligkochende Kartoffeln verwenden

Mehligkochende Kartoffeln geben den Klößen genügend Stärke und sorgen für eine formbare, lockere Masse.

Sinnvolle Alternativen

milde Geflügelbrühe

Die Soße wird etwas milder und weniger fleischig im Geschmack.

Die Geflügelbrühe in derselben Menge wie den Kalbsfond verwenden und die Soße am Ende sorgfältig abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Braten bleibt blass und die Soße schmeckt flach.

Den Bräter gut vorheizen und das Fleisch rundum kräftig bräunen, bevor das Gemüse angeröstet wird.

Den Bratensatz beim Ablöschen gründlich lösen und die Soße etwas länger einkochen lassen.

Die Kartoffelklöße fallen im Wasser auseinander.

Die Klöße nur knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen und die Kartoffelstärke gründlich einarbeiten.

Die restliche Kartoffelmasse mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke nachbinden und einen Probekloß garen.

Die Rahmsoße ist nicht cremig genug.

Die Soße bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis sie leicht am Löffel haftet.

Die Soße einige Minuten weiter einkochen und erst danach erneut abschmecken.

Der Rosenkohl wird weich und verliert seine Struktur.

Den Rosenkohl nur bissfest vorgaren und anschließend kurz in der Pfanne schwenken.

Mit etwas Zitronensaft oder Pfeffer geschmacklich auffrischen und sofort servieren.

Varianten

Rosenkohl ohne Speck

Eine mildere Variante des Rosenkohls, bei der die Gemüsebeilage nur mit Butter und Muskat abgeschmeckt wird.

Rahmsoße mit Geflügelbrühe

Wenn kein Kalbsfond erhältlich ist, lässt sich die Soße mit milder Geflügelbrühe zubereiten.

Servieren und kombinieren

  • Festlich anrichten: Bratenscheiben mit zwei Kartoffelklößen und Rosenkohl auf vorgewärmten Tellern anrichten und die Rahmsoße großzügig darum verteilen.
  • Zusätzliche Soße reichen: Etwas Rahmsoße in einer Sauciere auf den Tisch stellen, damit nachgeschöpft werden kann.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Braten und die passierte Soßenbasis können am Vortag zubereitet und getrennt voneinander gekühlt werden. Die Sahne erst beim Erwärmen einrühren und die Kartoffelklöße sowie den Rosenkohl möglichst frisch zubereiten.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.

Nicht mehrfach erwärmen. Nur die benötigte Menge entnehmen und vollständig durchwärmen.

Einfrieren

Die cremige Rahmsoße und die Kartoffelklöße können nach dem Einfrieren an Konsistenz verlieren.

Aufwärmen

  • Herd: Fleisch und Soße in einem Topf oder einer Pfanne zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erwärmen. Bei Bedarf einen kleinen Schuss Fond oder Wasser zur Soße geben.
  • Backofen: Fleischscheiben mit etwas Soße in eine abgedeckte ofenfeste Form geben und langsam erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Mehl und Weizenbrötchen sind im Rezept enthalten.
  • Milch: enthält · Sahne und Butter sind ausdrücklich enthalten; Butterschmalz kann ebenfalls aus Milch hergestellt sein.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eigelb.
  • Sellerie: enthält · Knollensellerie ist ausdrücklich enthalten.
  • Schwefeldioxid und Sulfite: may_contain · Weißwein kann je nach Produkt Sulfite enthalten; die konkrete Kennzeichnung ist dem Produktetikett zu entnehmen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich den Kalbsfond ersetzen?

Ja. Eine milde Geflügelbrühe funktioniert in derselben Menge. Die Soße schmeckt dann etwas weniger kräftig und fleischig.

Warum dürfen die Kartoffelklöße nicht sprudelnd kochen?

Stark sprudelndes Wasser kann die Klöße aufreißen oder auseinanderfallen lassen. Sie sollen knapp unter dem Siedepunkt langsam gar ziehen.

Warum soll der Braten vor dem Aufschneiden ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit hilft, die Fleischsäfte im Braten zu verteilen, sodass die Scheiben saftiger bleiben.

Wie wird die Rahmsoße besonders cremig?

Die passierte Soße mit der Sahne bei mittlerer Hitze einkochen lassen und erst danach mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar