Schwarzbrot oder Pumpernickel
Kräftiges Schwarzbrot oder Pumpernickel eignet sich zum Binden der Sauce und bringt eine leicht malzige Note. Beide Varianten sollten fein zerkrümelt werden.
Sächsisches Schmorgericht
Herzhaftes sächsisches Schmorgericht aus Rind- und Schweinefleisch mit Zwiebeln, Gewürzgurke, Schwarzbrot und scharfem Senf. Dazu werden Salzkartoffeln und Petersilie serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sächsisches Senffleisch verbindet langsam geschmortes Rind- und Schweinefleisch mit einer kräftigen, leicht säuerlichen Senfsauce. Zwiebeln, Kümmel und Nelken geben dem Gericht Tiefe; Gewürzgurke und Schwarzbrot runden die Sauce ab und binden sie zugleich. Salzkartoffeln nehmen die würzige Sauce besonders gut auf.
Das Fleisch ist weich und saftig, die Sauce sämig und dunkelwürzig. Senf und Gewürzgurke sorgen für eine pikante, leicht säuerliche Frische, während Schwarzbrot eine dezente malzige Tiefe beisteuert.
Schritt für Schritt
Das Rind- und Schweinefleisch trocken tupfen und in etwa 3–4 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Streifen schneiden.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten vorbereiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Die Kartoffeln schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Gurke wird später vorbereitet, damit sie möglichst frisch bleibt.
Das Öl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundherum kräftigKräftiges Schwarzbrot oder Pumpernickel eignet sich zum Binden der Sauce und bringt eine leicht malzige Note. anbraten, damit es nicht im eigenen Saft kocht. Anschließend alles wieder in den Topf geben, die Zwiebeln zufügen und kurz mitbraten. Mit dem Salz und Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gebräunt und die Zwiebeln sind leicht weich.
Wichtig: Heißes Öl kann spritzen; Fleisch vorsichtig in den Topf geben.
Wasser oder ungesalzene Brühe angießen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Kümmel und Nelken dazugeben, einmal aufkochen lassen und das Fleisch zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 90 Minuten schmoren. Zwischendurch prüfen, ob noch ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist weich.
Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren und den Schmortopf während der Schmorzeit geschlossen halten.
Während das Fleisch schmort, die Kartoffeln in einem Topf mit Salzwasser etwa 20 Minuten gar kochen. Anschließend abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen, zerfallen aber nicht.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten.
Die Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne herauslösen und das Fruchtfleisch würfeln. Das Schwarzbrot fein zerkrümeln. Sobald das Fleisch weich ist, Gurke und Brot in den Schmortopf geben und alles weitere 5–10 Minuten leise köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit das Brot die Sauce gleichmäßig bindet.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sichtbar gebunden und die Gurkenstücke sind weich, aber noch erkennbar.
Den Senf einrühren und das Senffleisch mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce schmeckt kräftig senfig und ist gleichmäßig gebunden.
Das Senffleisch mit den Salzkartoffeln anrichten und mit der gehackten Petersilie bestreuen. Die kräftige Sauce großzügig über Fleisch und Kartoffeln geben.
Gut zu wissen
Kräftiges Schwarzbrot oder Pumpernickel eignet sich zum Binden der Sauce und bringt eine leicht malzige Note. Beide Varianten sollten fein zerkrümelt werden.
Wasser oder ungesalzene Brühe verhindert, dass das Gericht durch die Schmorflüssigkeit zu salzig wird. So lässt sich am Ende besser abschmecken.
Durch das Entfernen der Kerne wird die Sauce weniger wässrig und die Gurkenstücke behalten beim kurzen Mitköcheln mehr Struktur.
Die Sauce wird etwas dunkler und erhält eine ausgeprägtere malzige Note.
Pumpernickel fein zerkrümeln und wie das Schwarzbrot in den letzten 5–10 Minuten mitköcheln lassen.
Die Sauce wird weniger scharf und etwas runder im Geschmack.
Den milden Senf erst nach dem Schmoren einrühren und bei Bedarf mit zusätzlichem Pfeffer nachwürzen.
Die Sauce schmeckt etwas weniger kräftig, bleibt aber durch Fleisch, Zwiebeln, Brot und Senf würzig.
Wasser bis zur angegebenen Menge verwenden und am Ende vorsichtig nachsalzen.
Das Fleisch portionsweise in einem ausreichend heißen Schmortopf anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit etwas verdampfen lassen und die Stücke portionsweise nachbräunen.
Nur so viel Flüssigkeit angießen, dass das Fleisch knapp bedeckt ist, und das Brot fein zerkrümeln.
Die Sauce ohne Deckel einige Minuten einköcheln lassen und gründlich umrühren.
3–4 cm große Würfel schneiden und die Schmorflüssigkeit sanft köcheln lassen.
Zugedeckt weiter schmoren, bis sich das Fleisch leicht einstechen lässt; bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen.
Den Senf erst nach dem Schmoren einrühren und nur noch kurz erwärmen.
Etwas frischen Senf nachrühren und die Sauce vorsichtig abschmecken.
Eine sanftere Variante mit mildem Tafelsenf und zurückhaltender Pfeffermenge.
Für eine deutlichere Senfnote wird die Sauce am Ende mit etwas zusätzlichem Senf abgeschmeckt.
Eine sämigere, malzigere Sauce mit etwas mehr Schwarzbrotbindung.
Das Senffleisch kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kartoffeln besser frisch kochen.
Senffleisch und Sauce nach dem Abkühlen in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank lagern. Kartoffeln getrennt aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Am besten nur das Senffleisch mit Sauce ohne Kartoffeln portionsweise einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam vollständig erhitzen.
Die Gurke kann nach dem Einfrieren weicher werden; die Sauce bleibt grundsätzlich verwendbar.
Häufig gefragt
Ja. Das Gericht kann auch ausschließlich mit Rindfleisch zubereitet werden. Die Textur und die Schmorzeit können sich je nach verwendetem Stück leicht verändern.
Etwas Wasser oder ungesalzene Brühe einrühren und die Sauce bei niedriger Hitze kurz erwärmen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Milden Tafelsenf verwenden und den Senf zunächst in kleinerer Menge einrühren. Anschließend nach Geschmack ergänzen.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln eignen sich gut, weil sie beim Kochen ihre Form behalten und trotzdem etwas Sauce aufnehmen.
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