Schierker Feuerstein ersetzen
Wenn Schierker Feuerstein nicht erhältlich ist, kann ein anderer Kräuterbitter verwendet werden. Die Sauce wird dadurch weniger süßlich und stärker kräuterbetont.
Sachsen-Anhalt · Harz
Saftiger Schweinenacken mit einer würzig-süßlichen Marinade aus Schierker Feuerstein, Tomatenmark, Honig und Senf. Dazu werden klassischer Rotkohl, Kartoffelklöße und eine kräftige Schmorsauce serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Schierker Feuersteinbraten verbindet einen herzhaften Schweinebraten mit der charakteristischen Kräuternote des gleichnamigen Likörs aus dem Harz. Durch das Anbraten und anschließende Schmoren wird das Fleisch zart, während Rotkohl, Kartoffelklöße und die reduzierte Sauce das Gericht zu einer festlichen Mahlzeit ergänzen.
Der Braten ist zart und saftig, die Sauce würzig, leicht süßlich und kräuterbetont. Der Rotkohl schmeckt fruchtig-säuerlich, während die Klöße weich und mild sind.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Schweinenacken trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und danach Hände sowie Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Schierker Feuerstein, Tomatenmark, Honig und Senf verrühren. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und unter die Marinade mischen.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig verrührt und die Zwiebel- sowie Knoblauchstücke sind verteilt.
Das ButterschmalzButterreinfett aus Butter, dem Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker weitgehend entzogen wurden. im ofenfesten Bräter erhitzen. Das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten, aus dem Bräter nehmen und kurz ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche des Bratens ist rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten vorsichtig arbeiten, da heißes Fett spritzen kann.
Die restliche Marinade in den Bräter geben und kurz anschwitzen. Mit Rinderfond ablöschen, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzufügen. Den Braten zurücklegen, den Bräter abdecken und etwa 2 Stunden schmoren. Dabei alle 30 Minuten wenden und mit der Sauce begießen. Während der Braten schmort, können Rotkohl und Kloßzutaten vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich mit einer Gabel leicht einstechen.
Den Braten aus dem Fond nehmen, in Alufolie wickeln und 10 Minuten ruhen lassen. Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und bei starker Hitze etwas einreduzieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch konzentriert und leicht eingedickt.
Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen hobeln. Äpfel und Zwiebel würfeln.
Zucker in einem großen Topf karamellisieren lassen. Äpfel und Zwiebel kurz mitdünsten. Rotkohl, Apfelessig, Wasser, Zimtstange und Nelken zugeben. Zugedeckt 45 bis 60 Minuten weich schmoren und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber nicht völlig zerfallen, und schmeckt ausgewogen süß-säuerlich.
Wichtig: Beim Karamellisieren ist der Zucker sehr heiß; vorsichtig arbeiten und Wasser erst nach dem Karamellisieren zugeben.
Die rohen Kartoffeln schälen, reiben und in einem sauberen Tuch gut ausdrücken. Die gekochten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Beide Kartoffelmassen mit Ei, Kartoffelmehl, Salz und Muskat verkneten.
Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und gleichmäßig vermischt.
Salzwasser in einem großen Topf aufkochen. Aus der Kartoffelmasse Klöße formen und in das Wasser geben. Die Klöße etwa 20 Minuten gar ziehen lassen; das Wasser darf dabei nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind fest geworden und steigen beziehungsweise bewegen sich leicht im Wasser, ohne auseinanderzufallen.
Wichtig: Heißes Wasser vorsichtig handhaben und die Klöße behutsam einlegen.
Den Braten in Scheiben schneiden und mit Rotkohl, Klößen und der reduzierten Sauce anrichten.
Daran erkennst du es: Die Bratenscheiben sind sauber geschnitten und mit Beilagen und Sauce servierfertig angerichtet.
Gut zu wissen
Wenn Schierker Feuerstein nicht erhältlich ist, kann ein anderer Kräuterbitter verwendet werden. Die Sauce wird dadurch weniger süßlich und stärker kräuterbetont.
Für die Klöße werden mehligkochende rohe Kartoffeln und gekochte Kartoffeln vom Vortag kombiniert. Die rohen Kartoffeln müssen gründlich ausgedrückt werden.
Butterschmalz wird zum scharfen Anbraten des Schweinenackens verwendet und trägt zur kräftigen Bräunung bei.
Die Sauce wird weniger süßlich und kräuterbetonter.
Schierker Feuerstein im gleichen Volumen durch einen anderen Kräuterbitter ersetzen und wie im Rezept in die Marinade einrühren.
Den Bräter und das Butterschmalz gut erhitzen und den Braten rundum kräftig bräunen.
Die Sauce durch längeres Reduzieren konzentrieren und anschließend abschmecken.
Kartoffelraspel im Tuch kräftig ausdrücken und die Klöße nur sanft gar ziehen lassen.
Die restliche Masse mit etwas Kartoffelmehl nachbinden und das Wasser stärker abkühlen lassen.
Den Rotkohl zugedeckt weich schmoren und bei Bedarf etwas länger garen.
Mit geschlossenem Deckel weiter schmoren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Braten, Rotkohl und Sauce können am Vortag zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Klöße möglichst frisch garen.
Braten, Sauce und Rotkohl nach dem Abkühlen getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank lagern. Klöße ebenfalls gekühlt und abgedeckt aufbewahren.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren gründlich erhitzen.
Die Qualität der Kartoffelklöße kann sich beim Einfrieren verändern.
Häufig gefragt
Ja. Ein anderer Kräuterbitter kann im gleichen Volumen verwendet werden. Die Sauce wird dann weniger süßlich und stärker kräuterbetont.
Klassisch werden Rotkohl und Kartoffelklöße zusammen mit der kräftigen Sauce serviert.
Die Kartoffelklöße sollen im heißen Wasser sanft gar ziehen. Starkes Kochen kann dazu führen, dass sie auseinanderfallen.
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