Schweinenacken
Nackenscheiben mit einer schmalen Fettkante bleiben beim Braten oder Grillen meist saftiger als vollständig parierte Stücke.
Thüringer Grillbraten
Saftiger SchweinenackenDurchwachsenes Teilstück vom vorderen Rücken beziehungsweise Hals des Schweins. mit Majoran, Kümmel, Knoblauch und Senf, im Ofen gebraten oder alternativ gegrillt, dazu ein warmer Kartoffelsalat mit Brühe und Schnittlauch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mutzbraten mit Kartoffelsalat ist ein kräftiges Thüringer Tellergericht. Der Schweinenacken mariniert mehrere Stunden mit Majoran, Kümmel, Knoblauch, Senf und Öl, bevor er im Ofen gebraten oder auf dem Grill gegart wird. Der Kartoffelsalat wird mit heißer Brühe angemacht und bleibt dadurch saftig und aromatisch.
Kräftig gebräunter, saftiger Schweinenacken mit würzigem Majoran-Kümmel-Aroma, dazu ein warmer, herzhaft-säuerlicher Kartoffelsalat mit weichen Zwiebelnoten und frischem Schnittlauch.
Schritt für Schritt
Knoblauch fein reiben. Mit Majoran, Kümmel, Senf, Rapsöl, dem abgemessenen Salz und Pfeffer zu einer Paste verrühren. Die Nackenscheiben trocken tupfen, rundum mit der Paste einreiben und abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte Fleisch abgedeckt und gekühlt aufbewahren; Marinade und rohes Fleisch nicht mit verzehrfertigen Zutaten in Kontakt bringen.
Die Kartoffeln ungeschält in ausreichend Salzwasser je nach Größe 20–25 Minuten gar kochen. Währenddessen können Zwiebel und Schnittlauch vorbereitet und die übrigen Zutaten für den Salat bereitgestellt werden. Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm schälen und in Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen, zerfallen aber nicht.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Dampf und kochendes Wasser achten.
Die Zwiebel fein würfeln. Essig, Rapsöl, Senf, Zucker sowie Salz und Pfeffer verquirlen. Kartoffeln und Zwiebel mischen, die heiße Brühe darübergießen und die Essig-Öl-Mischung unterheben. Zugedeckt mindestens 30 Minuten ziehen lassen und zwischendurch vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln haben die Brühe aufgenommen und der Salat lässt sich vorsichtig wenden, ohne zu zerfallen.
Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die marinierten Scheiben auf den Rost über dem Backblech oder in eine feuerfeste Form legen und 25–30 Minuten braten; nach der Hälfte der Zeit wenden. Das Fleisch ist fertig, wenn es kräftig gebräunt und im Kern gar ist, etwa 72 °C erreicht. Alternativ die Scheiben bei mittlerer Glut von jeder Seite 8–10 Minuten grillen.
Daran erkennst du es: Kräftige Bräunung und ein vollständig gegarter Kern; bei der Ofenvariante etwa 72 °C im Kern.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch vollständig durchgaren und benutzte Bretter sowie Utensilien gründlich reinigen.
Das Fleisch vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen. Den Kartoffelsalat mit fein geschnittenem Schnittlauch vollenden und nachwürzen. Mutzbraten mit Kartoffelsalat anrichten und mittelscharfen Senf dazu reichen.
Gut zu wissen
Nackenscheiben mit einer schmalen Fettkante bleiben beim Braten oder Grillen meist saftiger als vollständig parierte Stücke.
Die Brühe heiß über die warmen Kartoffeln gießen, damit sie gut einzieht und der Salat saftig wird.
Senf wird hier in drei Funktionen verwendet: als Würze in der Marinade, als Bestandteil des Kartoffelsalat-Dressings und separat zum Servieren.
Der Kartoffelsalat bleibt herzhaft, schmeckt aber etwas leichter und weniger fleischig.
Die Gemüsebrühe in derselben Menge verwenden und heiß über die warmen Kartoffeln gießen.
Die Oberfläche wird kräftig gebräunt, erhält aber kein ausgeprägtes Grillaroma.
Die marinierten Scheiben bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf dem Rost über einem Blech 25–30 Minuten garen und nach der Hälfte wenden.
Der Salat schmeckt kräuteriger und etwas weniger zwiebelartig.
Fein gehackte Petersilie am Ende in den Kartoffelsalat geben.
Nackenscheiben mit schmaler Fettkante verwenden, die Garzeit an die Dicke anpassen und das Fleisch nach dem Garen ruhen lassen.
Sehr dünn aufschneiden und mit dem Kartoffelsalat sowie etwas Senf servieren.
Bei der Grillvariante mittlere Glut verwenden und das Fleisch rechtzeitig wenden.
Verbrannte Stellen vorsichtig abschneiden und das Fleisch bei geringerer Hitze fertig garen.
Kartoffeln warm schneiden, heiße Brühe verwenden und den Salat mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Noch etwas ziehen lassen und anschließend vorsichtig mit Senf, Essig, Salz und Pfeffer nachwürzen.
Festkochende Kartoffeln verwenden, nur bis zum leichten Einstich garen und den Salat vorsichtig wenden.
Den Salat nicht weiter wenden und als rustikalen Kartoffelsalat servieren.
Die marinierten Nackenscheiben werden statt im Backofen über mittlerer Glut gegart.
Der Kartoffelsalat wird mit etwas weniger Essig und einem zurückhaltenden Senfaroma zubereitet.
Das Fleisch kann bis zu 24 Stunden vor dem Garen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Kartoffelsalat am besten am selben Tag zubereiten.
Fleisch und Kartoffelsalat getrennt und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Den Kartoffelsalat vor dem Servieren vorsichtig durchheben und nachwürzen.
Reste nach dem Essen möglichst zeitnah kühlen und nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Der Kartoffelsalat kann nach dem Einfrieren eine mehlige oder wässrige Struktur bekommen; auch die Fleischqualität kann leiden.
Häufig gefragt
Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht. Die längere Zeit gibt dem Schweinenacken ein kräftigeres Aroma.
Ja. In diesem Rezept wird er bei 200 °C Ober-/Unterhitze 25–30 Minuten auf dem Rost über einem Blech gebraten. Alternativ kann er bei mittlerer Glut gegrillt werden.
Festkochende Kartoffeln bleiben beim Schneiden und vorsichtigen Wenden am besten in Form.
Nein, eine schmale Fettkante hält das Fleisch beim Garen saftiger und kann vor dem Servieren nach Bedarf entfernt werden.
Warme Kartoffelscheiben nehmen die heiße Brühe besonders gut auf. Dadurch wird der Salat saftig und aromatisch.
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