Braunschweiger Honigkuchen

Flacher Honigkuchen

Flacher, würziger Honigkuchen aus der Braunschweiger Backtradition mit Mandeln, klassischen Lebkuchengewürzen und dünner Zitronenglasur.

Zum Rezept
Ein würziger Kuchen mit viel Honig
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 30 Min.
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Honig, brauner Zucker und Butter ergeben eine aromatische, saftige Grundlage.
  • Mandeln und die Kombination aus Zimt, Ingwer, Kardamom und Muskat sorgen für ein vielschichtiges Gewürzprofil.
  • Pottasche und Hirschhornsalz passen besonders gut zu dem flachen Gebäck und unterstützen seine typische Struktur.
  • Die dünne Zitronenglasur setzt einen frischen Kontrast zur warmen Süße und Würze.

Braunschweiger Honigkuchen ist ein honigbetontes, würziges Gebäck aus der niedersächsischen Backtradition. Der weiche Teig wird flach gebacken, warm glasiert und anschließend in rechteckige Stücke geschnitten.

Der Honigkuchen duftet intensiv nach Honig und Gewürzen, schmeckt warm-würzig und süß und bleibt in der Mitte leicht weich. Die Zitronenglasur sorgt für einen dünnen, frischen Überzug.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten

  1. Form und Ofen vorbereiten

    Ein tiefes Backblech oder eine Backform von etwa 30 x 20 cm mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    10 Minuten 175 °C
  2. Honigmischung erwärmen

    Honig, Butter und braunen Zucker in einem Topf bei kleiner Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker weitgehend gelöst ist. Die Mischung darf nicht kochen. Anschließend auf lauwarm abkühlen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Butter geschmolzen, Zucker weitgehend gelöst und die Mischung lauwarm abgekühlt

    • Die Mischung regelmäßig rühren, damit sie nicht am Topfboden ansetzt.

    Wichtig: Die Honigmischung vor der Zugabe der Eier nur lauwarm verwenden.

  3. Triebmittel und Eier einarbeiten

    PottascheKaliumcarbonat und traditionelles Backtriebmittel für bestimmte schwere und zuckerreiche Teige. und HirschhornsalzHirschhornsalz ist ein chemisches Backtriebmittel für flache, gut durchgebackene Gebäcke. jeweils in 2 EL Wasser auflösen. Beides in die lauwarme Honigmischung rühren und anschließend die Eier einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Triebmittel gleichmäßig verteilt und Eier vollständig eingearbeitet

    • Das Wasser auf die beiden kleinen Schalen verteilen, bevor die Triebmittel aufgelöst werden.
  4. Teig mischen und kühlen

    Mehl, Mandeln, Zimt, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Die Honigmischung dazugeben und alles zu einem weichen, klebrigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt mindestens 2 Stunden kühl ruhen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, klebrig und nach der Kühlzeit etwas fester

    • Die klebrige Konsistenz ist beabsichtigt; nicht unnötig viel Mehl einarbeiten.

Backen und glasieren

  1. Teig in die Form geben

    Den gekühlten Teig in die vorbereitete Form geben und mit leicht angefeuchteten Händen oder einem Teigschaber etwa 1,5 bis 2 cm dick glattdrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche ist gleichmäßig und annähernd waagerecht

    • Angefeuchtete Hände verhindern, dass der Teig stark klebt.
  2. Honigkuchen backen

    Den Teig im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens 25 bis 30 Minuten backen. Die Oberfläche soll fest sein, die Mitte aber noch leicht weich bleiben.

    30 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest, die Mitte bleibt leicht weich

    • Während des Backens kann die Glasur vorbereitet werden.
  3. Glasur anrühren

    Puderzucker mit 2 bis 3 EL Zitronensaft zu einer dünnen, streichfähigen Glasur verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist glatt und lässt sich dünn verstreichen

    • Den Zitronensaft nach und nach einarbeiten, damit die Glasur nicht zu dünn wird.
  4. Glasieren und schneiden

    Den noch warmen Kuchen dünn mit der Zitronenglasur bestreichen und vollständig auskühlen lassen. Anschließend in rechteckige Stücke schneiden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist fest und der Kuchen vollständig ausgekühlt

    • Der Kuchen lässt sich nach dem vollständigen Auskühlen sauberer schneiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Klebriger Teig ist normal: Der Honigteig bleibt vor dem Kühlen weich und klebrig. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten, sonst kann der Kuchen trockener werden.
  • Aroma nach dem Durchziehen: Gut verpackt entwickelt der Honigkuchen nach ein bis zwei Tagen ein runderes Gewürzaroma.
  • Teighöhe beachten: Die Teigschicht sollte etwa 1,5 bis 2 cm hoch sein. Eine deutlich andere Teighöhe verändert die Backzeit und die typische flache Form.

Zutatenwissen

Pottasche finden

Pottasche steht meist saisonal bei den Zutaten für Weihnachtsgebäck. Auch gut sortierte Supermärkte, Backfachgeschäfte und Online-Shops können sie führen.

Hirschhornsalz finden

Hirschhornsalz, auch Ammoniumcarbonat genannt, ist häufig im saisonalen Backregal, in Backfachgeschäften oder online erhältlich. Für flaches Gebäck passt es besonders gut.

Glasurkonsistenz

Die Glasur soll dünn und streichfähig sein. Den Zitronensaft deshalb schrittweise zugeben und die Konsistenz prüfen.

Sinnvolle Alternativen

Backpulver

Der Kuchen wird etwas höher und weniger typisch flach.

Pottasche durch Backpulver ersetzen und die Teighöhe sowie die Backzeit im Blick behalten.

Backpulver

Die Krume wird etwas kuchenartiger.

Hirschhornsalz durch 1 TL zusätzliches Backpulver ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Eier stocken oder der Teig wird ungleichmäßig.

Die Mischung nach dem Erwärmen auf lauwarm abkühlen lassen.

Falls die Eier bereits leicht gestockt sind, die Mischung kräftig glatt rühren und den Teig anschließend sorgfältig mit den trockenen Zutaten vermengen.

Der fertige Honigkuchen wird trocken und fest.

Den Teig mindestens 2 Stunden kühlen und zum Glattdrücken angefeuchtete Hände oder einen Teigschaber verwenden.

Bei bereits festem Teig etwas länger ruhen lassen und beim Ausrollen nicht weiter bemehlen.

Die Mitte bleibt zu weich oder der Kuchen wird ungleichmäßig gar.

Die Teigschicht gleichmäßig auf die vorgesehene Höhe verteilen.

Den Kuchen bei gleicher Temperatur kurz weiterbacken und die Oberfläche sowie die weiche Mitte erneut prüfen.

Die Glasur läuft stark vom Kuchen herunter.

Den Zitronensaft nach und nach unter den Puderzucker rühren.

Etwas zusätzlichen Puderzucker einarbeiten, bis die Glasur streichfähig ist.

Varianten

Variante ohne Pottasche und Hirschhornsalz

Eine alltagstaugliche Abwandlung mit Backpulver anstelle der traditionellen Triebmittel.

Servieren und kombinieren

  • Als kleine Rechtecke servieren: Den vollständig ausgekühlten Kuchen in rechteckige Stücke schneiden und als würziges Honiggebäck servieren.
  • Nach dem Durchziehen servieren: Gut verpackte Stücke nach ein bis zwei Tagen servieren, wenn das Gewürzaroma runder geworden ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den gebackenen und glasierten Honigkuchen gut verpacken. Nach ein bis zwei Tagen ist das Gewürzaroma runder.

Aufbewahren

Den vollständig ausgekühlten und glasierten Honigkuchen gut verpackt aufbewahren. Das Aroma entwickelt sich nach ein bis zwei Tagen weiter.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist ausdrücklich enthalten.
  • Schalenfrüchte: enthält · Gemahlene Mandeln sind ausdrücklich enthalten.
  • Milch: enthält · Butter ist ausdrücklich enthalten.
  • Eier: enthält · Eier sind ausdrücklich enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Pottasche ersetzen?

Ja. Als Ersatz eignet sich Backpulver; der Kuchen wird dadurch etwas höher und weniger typisch flach.

Kann ich Hirschhornsalz ersetzen?

Ja. Für dieses Rezept kann 1 TL zusätzliches Backpulver verwendet werden. Die Krume wird dadurch etwas kuchenartiger.

Was kann ich gegen den klebrigen Teig tun?

Den Teig mindestens 2 Stunden kühl ruhen lassen und ihn anschließend mit leicht angefeuchteten Händen oder einem Teigschaber in die Form drücken. Zusätzliches Mehl möglichst vermeiden.

Wann schmeckt der Honigkuchen am besten?

Gut verpackt entwickelt er nach ein bis zwei Tagen ein runderes Gewürzaroma.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar