Grünkernschrot
Grünkernschrot gibt der Füllung eine herzhafte, leicht nussige Struktur und quillt in der Brühe zu einer formbaren Masse auf.
Bayerische Gemüse-Wickerl
Herzhafte Wirsingwickel mit eigenständiger Grünkernfüllung, cremiger Bärlauchsoße und bissfestem Karottengemüse.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Zarte Wirsingblätter umhüllen eine herzhafte Füllung aus GrünkernGrünkernschrot bildet die nussige Grundlage der Bratlinge., Karotten, Sellerie, Kräutern und Schafskäse. Dazu kommen eine cremige Bärlauchsoße und bissfest geschmorte Möhren. So entsteht ein sättigendes, fleischloses Gemüsehauptgericht mit bayerischem Einschlag.
Die Wickerl sind weich und saftig, mit einer leicht körnigen, nussigen Grünkernfüllung. Dazu kommen cremige, pfeffrige Bärlauchnoten und bissfeste, mild süße Karotten.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Die Wirsingblätter in reichlich kochendem Salzwasser 3 bis 4 Minuten blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Die dicken Mittelrippen flach schneiden, damit sich die Blätter später gut rollen lassen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, aber nicht zerfallen.
Wichtig: Beim Abgießen des kochenden Wassers vorsichtig arbeiten.
600 ml Gemüsebrühe aufkochen. Den Grünkernschrot einrühren, einmal aufkochen lassen und bei ausgeschalteter Hitze etwa 30 Minuten quellen lassen. Anschließend etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Grünkern ist weich und die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen.
Eine Zwiebel fein würfeln und in 1 EL Butter glasig dünsten. Die geraspelten Karotten und den Sellerie dazugeben und 4 bis 5 Minuten mitdünsten. Das Gemüse mit dem Grünkern, Semmelbröseln, Eiern, Schafskäse und den Kräutern vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich gedünstet, aber nicht gebräunt.
Die Füllung auf die Wirsingblätter verteilen. Die Seiten einschlagen, die Blätter fest aufrollen und mit der Nahtseite nach unten in eine gefettete Auflaufform setzen. Das Wasser angießen.
Die Wickerl etwa 45 Minuten im Ofen garen. Währenddessen können Soße und Karottengemüse vorbereitet werden, damit alles möglichst gleichzeitig fertig ist.
Daran erkennst du es: Die Wirsingblätter sind weich und die Füllung ist vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Füllung mit Ei vollständig durchgaren.
Für die Bärlauchsoße die zweite Zwiebel fein hacken und in 1 EL Butter andünsten. Mit dem Mehl bestäuben, kurz verrühren und 300 ml Gemüsebrühe unter ständigem Rühren angießen. Die Soße 3 bis 4 Minuten leicht köcheln lassen, die Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den BärlauchAromatisches Wildkraut mit knoblauchartigem Duft, das im Frühjahr Saison hat. erst zum Schluss unterrühren und die Soße fein pürieren.
Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt, leicht gebunden und gleichmäßig grünlich aromatisiert.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit Spritzer vermeiden.
Für das Karottengemüse die Karottenscheiben in 1 EL Butter 2 Minuten andünsten. Mit dem Puderzucker bestäuben, die restliche Gemüsebrühe und das Wasser angießen und die Möhren zugedeckt 10 bis 12 Minuten bissfest garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Karotten sind weich genug zum Schneiden, behalten aber noch Biss.
Die Wirsing-Wickerl mit dem Karottengemüse anrichten und mit etwas Bärlauchsoße überziehen. Die übrige Soße separat dazu reichen.
Gut zu wissen
Grünkernschrot gibt der Füllung eine herzhafte, leicht nussige Struktur und quillt in der Brühe zu einer formbaren Masse auf.
Frische Bärlauchblätter werden fein gehackt; alternativ kann Bärlauchpesto verwendet werden. Das Aroma am besten erst am Ende in die Soße geben.
Das kurze Blanchieren macht die Blätter biegsam. Die dicken Mittelrippen sollten flach geschnitten werden, damit sich die Blätter ohne Reißen rollen lassen.
Die Füllung schmeckt etwas milder und kann eine etwas andere Bissfestigkeit erhalten.
Grünkernschrot mengenmäßig durch grob geschrotete Dinkelkörner ersetzen und wie im Rezept in der Gemüsebrühe quellen lassen.
Die Soße wird meist etwas intensiver und kann durch das Pesto zusätzlich gewürzt sein.
Bärlauchpesto erst nach dem Einrühren der Sahne und kurz vor dem Pürieren in die Soße geben.
Die Mittelrippen flach schneiden und die Blätter so lange blanchieren, bis sie biegsam sind.
Kleine Risse mit einem Stück eines weicheren Wirsingblatts abdecken und die Nahtseite nach unten in die Form setzen.
Den Grünkern vollständig quellen und etwas abkühlen lassen; überschüssige Flüssigkeit vor dem Vermengen verdampfen lassen.
Etwas zusätzliche Semmelbrösel unterarbeiten und die Masse kurz stehen lassen.
Die Brühe unter ständigem Rühren nach und nach angießen.
Die Soße durch ein Sieb streichen oder gründlich pürieren.
Eine mildere Variante mit grob geschroteten Dinkelkörnern statt Grünkernschrot.
Die Bärlauchnote wird stärker hervorgehoben, indem die Soße erst kurz vor dem Servieren püriert und abgeschmeckt wird.
Die Füllung kann am Vortag vorbereitet und gekühlt werden. Die Wirsingblätter blanchieren, die Wickerl formen und bis zum Backen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Wickerl, Karottengemüse und Soße getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren vollständig erhitzen.
Gekochte Speisen nach dem Abkühlen zeitnah kühlen und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die gegarten Wickerl und das Karottengemüse portionsweise luftdicht verpacken. Die Bärlauchsoße möglichst separat einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam vollständig erhitzen.
Die Soße kann nach dem Auftauen etwas an Glätte verlieren; gegebenenfalls beim Erwärmen erneut pürieren.
Häufig gefragt
Ja. Grob geschrotete Dinkelkörner sind eine passende Alternative; die Füllung schmeckt dadurch etwas milder.
Bärlauchpesto kann anstelle von frischem, fein gehacktem Bärlauch verwendet werden. Es wird ebenfalls erst am Schluss in die Soße eingerührt.
Die Füllung und die geformten Wickerl können bis zu einem Tag vorher vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gebacken werden sie erst kurz vor dem Servieren.
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