Nordfriesische Futtjes ohne Rosinen

Nordfriesisches Hefe-Schmalzgebäck

Lockere nordfriesische Futtjes aus Hefeteig mit Weizenmehl, Grieß und untergehobenem Eischnee. Die kleinen Teigportionen werden goldbraun in heißem Öl ausgebacken und noch warm in Zucker gewälzt.

Zum Rezept
Nordfriesische Futtjes ohne Rosinen
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge etwa 24 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Aufschlagen und Aufschäumen, Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Grieß ergänzt das Weizenmehl und gibt dem Teig eine eigene, leicht kernige Note.
  • Die Gehzeit lässt den Hefeteig sichtbar aufgehen, bevor das Eiweiß untergehoben wird.
  • Steif geschlagenes Eiweiß lockert den zähflüssigen Teig zusätzlich auf.
  • Portionsweises Ausbacken bei gleichmäßig heißem Öl lässt die Futtjes rundum goldbraun werden.
  • Noch warm haftet der Zucker gut an der Oberfläche.

Futtjes sind ein nordfriesisches Fettgebäck, das besonders zum Jahreswechsel bekannt ist. Diese Variante wird mit feinem Weizengrieß zubereitet und kommt ohne Rosinen aus. Der Hefeteig geht zunächst auf; kurz vor dem Ausbacken wird steif geschlagenes Eiweiß untergehoben, das die Futtjes besonders locker macht.

Außen goldbraun und zart knusprig, innen weich und luftig; die warme Zuckerschicht sorgt für eine süße, leicht körnige Hülle.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und Futtjes ausbacken

  1. Hefemilch ansetzen

    Milch und Butter in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und die Mischung nur lauwarm ist. Hefe und 40 g Zucker darin auflösen.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist lauwarm, nicht heiß; Butter und Hefe sind darin aufgelöst.

    Wichtig: Die Milch-Butter-Mischung nicht heiß werden lassen.

  2. Teig verrühren

    Mehl, Grieß und Salz in der großen Schüssel mischen. Eigelbe und Hefemilch zugeben und alles zu einem glatten, zähflüssigen Teig verrühren.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und zähflüssig.

  3. Teig gehen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort etwa 45 Minuten gehen lassen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

  4. Eischnee unterheben

    Während der Teig geht, die Eiweiße steif schlagen. Den Eischnee nach der Gehzeit behutsam unter den Teig heben und anschließend nicht mehr kräftig rühren.

    Daran erkennst du es: Der Eischnee ist gleichmäßig eingearbeitet, ohne dass der Teig kräftig durchgerührt wurde.

    • Ein Schneebesen kann statt des Handmixers verwendet werden.
  5. Öl erhitzen

    Das Pflanzenöl in einem hohen, standfesten Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Den Topf höchstens bis zur Hälfte füllen. Ohne Thermometer ein kleines Teigstück ins Öl geben: Es soll zügig aufsteigen und gleichmäßig brutzeln, ohne sofort dunkel zu werden.

    Daran erkennst du es: Ein kleines Teigstück steigt zügig auf und brutzelt gleichmäßig, ohne sofort dunkel zu werden.

    Wichtig: Den Topf nicht überfüllen und das heiße Öl nicht unbeaufsichtigt lassen.

  6. Futtjes portionsweise ausbacken

    Mit zwei Teelöffeln kleine Teigportionen ins heiße Öl geben. Nicht zu viele auf einmal ausbacken, damit die Öltemperatur möglichst gleichmäßig bleibt. Die Futtjes etwa 3 bis 4 Minuten backen und dabei wenden, bis sie rundum goldbraun sind.

    Daran erkennst du es: Die Futtjes sind rundum goldbraun.

    • Die Teigportionen vorsichtig ins Öl gleiten lassen und den Topf nicht überfüllen.

    Wichtig: Vorsichtig mit dem heißen Öl arbeiten; kein Wasser hineingießen.

  7. Abtropfen lassen und in Zucker wälzen

    Die Futtjes mit einer Schaumkelle aus dem Öl heben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm im Zucker wälzen und frisch servieren.

    Daran erkennst du es: Die Futtjes sind kurz abgetropft und noch warm, wenn sie im Zucker gewälzt werden.

    Wichtig: Beim Herausheben und Abtropfen auf heißes Öl achten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Hefemilch nur lauwarm verwenden: Eine zu heiße Milch-Butter-Mischung kann die Hefe beeinträchtigen. Vor dem Auflösen der Hefe sollte sie nur lauwarm sein.
  • Öltemperatur im Blick behalten: Die Futtjes bei 170 bis 175 °C ausbacken. Zu viele Teigportionen auf einmal können das Öl abkühlen; deshalb portionsweise arbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht kaum auf.

Die Mischung nur lauwarm werden lassen, bevor Hefe und Zucker eingerührt werden.

Wenn der Teig nach der Gehzeit kaum aufgegangen ist, lässt sich die fehlende Lockerung nicht zuverlässig nachträglich ausgleichen.

Die Futtjes werden weniger locker.

Den Eischnee vorsichtig unterheben und den Teig danach nicht mehr kräftig rühren.

Die Futtjes bräunen langsam oder wirken fettig.

Das Öl auf 170 bis 175 °C erhitzen und die Futtjes in kleinen Portionen ausbacken.

Vor der nächsten Portion warten, bis das Öl wieder die richtige Temperatur erreicht hat.

Servieren und kombinieren

  • Frisch und warm servieren: Die Futtjes noch warm in Zucker wälzen und frisch genießen.
  • Zum Jahreswechsel: Futtjes passen als süßes Gebäck zum Jahreswechsel.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Enthält Weizenmehl und Weizengrieß.
  • Milch: enthält
  • Eier: enthält

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit heißem Öl: Den hohen, standfesten Topf höchstens bis zur Hälfte mit Öl füllen. Teigportionen vorsichtig hineingeben, das Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und kein Wasser hineingießen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Sind in diesen Futtjes Rosinen?

Nein. Diese Variante wird ohne Rosinen zubereitet.

Woran erkenne ich, dass der Hefeteig ausreichend gegangen ist?

Nach etwa 45 Minuten sollte der Teig sichtbar aufgegangen sein.

Wie heiß soll das Öl sein?

Erhitze es auf 170 bis 175 °C. Ohne Thermometer sollte ein kleines Teigstück zügig aufsteigen und gleichmäßig brutzeln, ohne sofort dunkel zu werden.

Aus unserer Küche

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