Kartoffelsorte
Mehligkochende Kartoffeln geben mehr Stärke ab und ergeben eine besser formbare Masse für die Stupperle.
Kartoffelklößchen aus der Oberlausitz
Weiche, leicht feste Kartoffelklößchen aus gekochten Kartoffeln, Weizenmehl, Grieß und KartoffelstärkeKartoffelstärke ist ein feines Stärkepulver aus Kartoffelknollen, das Flüssigkeiten bindet und Speisen verdickt., serviert mit geschmortem SauerkrautAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen. sowie knusprigem RäucherspeckGesalzener oder gepökelter Speck, der durch Räuchern haltbarer und aromatischer gemacht wurde., Zwiebeln und Butter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Oberlausitzer Stupperle sind eine regionale sächsische Kartoffelklößchen-Spezialität. Gekochte Pellkartoffeln werden mit Mehl, Grieß, Kartoffelstärke und Eiern zu einem formbaren Teig verarbeitet, zu kurzen Stücken geschnitten und in Salzwasser gar gezogen. Dazu kommen mild geschmortes Sauerkraut und eine herzhafte Garnitur aus Speck, Zwiebeln und Butter.
Die Stupperle sind weich und kompakt mit leicht fester Oberfläche. Das Sauerkraut schmeckt würzig-säuerlich, während Speck, goldbraune Zwiebeln und Butter eine rauchige, röstige und aromatische Note beisteuern.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 bis 25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und vollständig abkühlen lassen, am besten über Nacht. Anschließend pellen und fein reiben oder durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen und vollständig durchdrücken.
Wichtig: Beim Abgießen und Weiterverarbeiten vorsichtig mit dem heißen Wasser und Dampf umgehen.
Eine Zwiebel fein würfeln und in 10 g Butter glasig dünsten. Das Sauerkraut, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Gemüsebrühe dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten schmoren lassen, gelegentlich umrühren und zum Schluss Lorbeerblatt und Wacholderbeeren entfernen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist heiß, aromatisch und weich, aber nicht vollständig zerfallen.
Die geriebenen Kartoffeln mit Eiern, Mehl, Grieß, 50 g Kartoffelstärke, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu einem formbaren Teig verkneten. Die Masse soll weich, aber nicht klebrig sein. Falls die Kartoffeln sehr feucht sind, etwas von der vorgesehenen Kartoffelstärke zum Wälzen zusätzlich unterarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich zu einer Rolle formen, ohne stark an den Händen zu kleben.
Den Teig auf einer leicht mit Kartoffelstärke bestäubten Fläche zu einer etwa 5 cm dicken Rolle formen. Davon 2 bis 3 cm lange Stücke abschneiden und rundherum in der restlichen Kartoffelstärke wenden.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind gleichmäßig geformt und rundherum leicht mit Stärke bedeckt.
Wichtig: Das Messer stabil und vom Körper weg führen.
Das Wasser mit dem Salz aufkochen. Die Stupperle vorsichtig hineingeben, die Hitze sofort reduzieren und die Klößchen bei nur leicht siedendem Wasser etwa 10 bis 12 Minuten gar ziehen lassen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, noch 5 Minuten ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Stupperle steigen an die Oberfläche und bleiben beim Herausheben formstabil.
Wichtig: Die geformten Stücke vorsichtig in das heiße Wasser geben, um Spritzer zu vermeiden.
Den Räucherspeck würfeln und in einer großen Pfanne langsam auslassen. Die zweite Zwiebel in feine Streifen schneiden, zum Speck geben und goldbraun braten. Die restliche Butter darin schmelzen lassen.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebeln sind goldbraun, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Beim Zugeben der Butter auf spritzendes heißes Fett achten.
Das Sauerkraut abschmecken und mit den heißen Stupperle auf Tellern anrichten. Speck, Zwiebeln und die aromatische Butter darübergeben und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Alle Bestandteile sind heiß und werden unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln geben mehr Stärke ab und ergeben eine besser formbare Masse für die Stupperle.
50 g werden direkt in den Teig eingearbeitet. Die zusätzliche Stärke dient zum Bestäuben und Wälzen und kann bei sehr feuchten Kartoffeln teilweise in den Teig wandern.
Lorbeer, Wacholder und Gemüsebrühe geben dem geschmorten Sauerkraut Würze und Tiefe. Die ganzen Gewürze vor dem Anrichten entfernen.
Durch langsames Auslassen tritt Fett aus dem Speck aus und bildet die Grundlage für die gebratenen Zwiebeln und die abschließende Butter.
Die Kartoffeln vollständig abkühlen lassen und nur nach Bedarf etwas von der vorgesehenen Kartoffelstärke zusätzlich einarbeiten.
Etwas Kartoffelstärke portionsweise einkneten, bis der Teig formbar ist.
Die Hitze nach dem Einlegen sofort reduzieren und die Teigkonsistenz vor dem Formen prüfen.
Das Wasser nur leicht sieden lassen und die nächste Portion mit etwas zusätzlicher Kartoffelstärke stabilisieren.
Die Reserve-Stärke sparsam verwenden und den Teig nur so lange verkneten, bis er zusammenhält.
Den Speck langsam auslassen und die Zwiebeln bei moderater Hitze goldbraun braten.
Sehr dunkle Zwiebeln entfernen und eine kleine neue Garnitur zubereiten.
Die Kartoffeln können am Vortag gekocht, vollständig abgekühlt und bis zur Teigzubereitung aufbewahrt werden. Die Stupperle anschließend frisch formen und gar ziehen lassen.
Das Einfrieren wurde für dieses Rezept nicht beurteilt; insbesondere die Struktur der Kartoffelklößchen kann sich verändern.
Häufig gefragt
Vollständig abgekühlte Kartoffeln ergeben einen trockeneren und besser formbaren Teig. Dadurch lässt sich die benötigte Stärke leichter beurteilen.
Die Stupperle steigen zunächst an die Oberfläche und sollen anschließend noch etwa 5 Minuten bei leicht siedendem Wasser ziehen.
Ja. Wenn die Kartoffeln sehr feucht sind, kann ein Teil der vorgesehenen Stärke zum Wälzen zusätzlich in den Teig eingearbeitet werden.
Ja. Beide werden zum Aromatisieren mitgeschmort und vor dem Anrichten aus dem Sauerkraut entfernt.
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