Ostfriesischer Kaninchenbraten

Schmorgericht · ostfriesische Art

Zart geschmortes Kaninchen mit Speck, Zwiebeln, Wacholder und Thymian, serviert mit Salzkartoffeln und einer cremigen Soße.

Zum Rezept
Braden Knientje – ostfriesischer Kaninchenbraten
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 80 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Milchprodukte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das portionsweise Anbraten gibt den Kaninchenteilen eine kräftige Farbe, bevor sie langsam in der würzigen Brühe schmoren.
  • Speck, Zwiebeln, Wacholder und Thymian geben dem Schmorfond eine herzhafte, aromatische Grundlage.
  • Während das Kaninchen schmort, können die Kartoffeln garen; so lässt sich die Wartezeit gut nutzen.

Für diesen ostfriesischen Kaninchenbraten werden Kaninchenteile kräftig angebraten und anschließend mit Speck, Zwiebeln, Brühe und Gewürzen zugedeckt geschmort. Salzkartoffeln und eine mit Sahne gebundene Soße ergänzen das Gericht.

Das zarte Kaninchen wird von einer herzhaften, cremigen Soße begleitet. Wacholder und Thymian setzen würzige Akzente, während die Salzkartoffeln die Soße aufnehmen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kaninchen schmoren und Kartoffeln garen

  1. Kaninchen würzen

    Die Kaninchenstücke trocken tupfen und rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

  2. Kaninchen anbraten

    Das Butterschmalz in einem schweren Schmortopf erhitzen. Die Kaninchenteile portionsweise rundum kräftig anbraten, dann herausnehmen und beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum kräftig gebräunt.

    • Die Stücke portionsweise anbraten, damit sie Platz im Topf haben.
  3. Speck und Zwiebeln anschwitzen

    Den Speck im selben Topf auslassen. Die Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und leicht glasig.

  4. Kaninchen schmoren

    Die Kaninchenteile zurück in den Topf legen. Fleischbrühe, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Thymian zugeben. Zugedeckt bei schwacher Hitze 60–75 Minuten schmoren. Zwischendurch die Stücke wenden und prüfen, ob noch etwas Brühe nötig ist.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und lässt sich leicht vom Knochen lösen.

    • Die tatsächliche Garzeit hängt davon ab, wie schnell das Fleisch zart wird.
    • Bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
  5. Kartoffeln kochen

    Während das Kaninchen schmort, die Kartoffeln schälen und in Salzwasser etwa 18–20 Minuten garen. Abgießen und warm halten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn ein Messer leicht hineingleitet.

    • Die Kartoffeln können gleichzeitig mit dem Kaninchen schmoren.

Soße fertigstellen und anrichten

  1. Soße binden

    Das Kaninchen aus dem Topf nehmen und warm halten. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren aus dem Schmorfond entfernen. Mehl mit der Sahne in einer kleinen Schüssel glatt rühren und nach und nach unter Rühren in den Fond geben. Einige Minuten sanft köcheln lassen, bis die Soße bindet. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt und leicht gebunden.

    • Die Sahne-Mehl-Mischung nach und nach einrühren, damit die Soße glatt bleibt.
  2. Anrichten

    Das Kaninchen mit den Salzkartoffeln anrichten und die Soße dazugeben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Garzeit nach Zartheit beurteilen: Die angegebene Schmorzeit beträgt etwa 60–75 Minuten. Prüfe zwischendurch, ob das Fleisch zart ist, und gieße bei Bedarf etwas Brühe nach.

Zutatenwissen

Kaninchen besorgen

Kaninchen ist bei einer Metzgerei, einem Wild- oder Geflügelhändler oder direkt bei einem Kaninchenhof erhältlich. Hähnchenkeulen sind eine mildere Alternative und schmecken weniger kräftig.

Sinnvolle Alternativen

Hähnchenkeulen

Die Variante schmeckt milder und weniger kräftig als Kaninchen.

Das Kaninchen durch Hähnchenkeulen ersetzen und beim Schmoren die Zartheit des Fleisches prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kaninchenteile bräunen kaum und geben viel Flüssigkeit ab.

Die Kaninchenteile portionsweise rundum kräftig anbraten.

Die Stücke herausnehmen und in kleineren Portionen weiterbräunen.

Der Schmorfond wird knapp, bevor das Fleisch zart ist.

Den Topf zugedeckt schmoren lassen und zwischendurch den Flüssigkeitsstand prüfen.

Bei Bedarf etwas Fleischbrühe nachgießen.

Die Soße wird klumpig.

Mehl und Sahne zuerst glatt rühren und die Mischung nach und nach unter Rühren einarbeiten.

Die Soße kräftig glatt rühren; falls nötig, durch ein Sieb passieren.

Varianten

Mildere Variante mit Hähnchenkeulen

Hähnchenkeulen statt Kaninchen verwenden. Das Gericht schmeckt dadurch milder und weniger kräftig.

Servieren und kombinieren

  • Mit Salzkartoffeln servieren: Den Kaninchenbraten mit Salzkartoffeln anrichten und die cremige Soße dazugeben.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Sahne ist ein Milchprodukt.
  • Glutenhaltiges Getreide, möglicherweise Weizen: uncertain · Die Getreideart des Mehls ist nicht angegeben; bei Weizenmehl enthält das Gericht Weizen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Kaninchen durch Hähnchenkeulen ersetzen?

Ja. Hähnchenkeulen sind eine mildere Alternative und schmecken weniger kräftig. Prüfe beim Schmoren, ob das Fleisch zart ist.

Wann soll ich die Kartoffeln kochen?

Schäle die Kartoffeln während der Schmorzeit und gare sie parallel dazu etwa 18–20 Minuten in Salzwasser.

Wie verhindere ich Klümpchen in der Soße?

Rühre das Mehl zuerst mit der Sahne glatt und gib die Mischung nach und nach unter Rühren zum Schmorfond.

Woran erkenne ich, dass das Kaninchen fertig geschmort ist?

Das Fleisch sollte zart sein und sich leicht vom Knochen lösen. Die angegebene Schmorzeit beträgt etwa 60–75 Minuten.

Aus unserer Küche

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