Buchweizenmehl
Das Buchweizenmehl bindet die Wurstmasse und prägt den Geschmack des Panhas. Erst 300 g einrühren und nur bei Bedarf mehr verwenden.
Westfälisches Wurstgericht
Gebratener Panhas aus Blutwurst, grober Leberwurst, Speck und Buchweizenmehl, serviert mit goldbraunen Bratkartoffeln und geschmortem Sauerkraut.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Panhas wird mit Buchweizenmehl gebunden, in einer Form fest gekühlt und anschließend in Scheiben knusprig gebraten. Weil die Masse mindestens sechs Stunden kühlen muss, lässt sich das Gericht gut vorbereiten. Bratkartoffeln und Sauerkraut kommen frisch dazu.
Würzig-herzhafter Panhas mit knuspriger Außenseite und weichem Kern, dazu goldbraune Kartoffelscheiben und zartes, aromatisch geschmortes Sauerkraut.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser etwa 20–25 Minuten garen, bis sie gerade weich sind. Abgießen und vollständig abkühlen lassen; anschließend pellen. Für besonders gut schneidbare Scheiben können sie schon am Vortag gekocht werden.
Daran erkennst du es: Ein Messer lässt sich einstechen, die Kartoffeln sind aber noch fest genug, um später in Scheiben geschnitten zu werden.
Den Speck im schweren Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Die fein gewürfelte Zwiebel darin weich dünsten. Blutwurst aus der Hülle drücken, mit der Leberwurst zum Speck geben und die Brühe einrühren. Aufkochen lassen, Majoran, Piment, Nelken und Pfeffer zugeben. Zunächst 300 g Buchweizenmehl nach und nach einrühren. Die Masse bei niedriger Hitze unter häufigem Rühren etwa 30 Minuten garen. Bei Bedarf mehr Mehl einarbeiten, bis sie sehr dick und formbar ist; erst zum Schluss mit Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Masse ist sehr dick, formbar und lässt sich beim Rühren als zusammenhängende Masse bewegen.
Eine Kastenform kalt ausspülen, die heiße Masse einfüllen und glatt streichen. Abkühlen lassen, bis sie nicht mehr dampft, dann abdecken und mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist vollständig fest und lässt sich aus der Form lösen und in Scheiben schneiden.
Während der Panhas kühlt oder kurz vor dem Servieren: Die Zwiebel im Öl in einem Topf glasig dünsten. Sauerkraut, Wasser, Lorbeerblatt und leicht angedrückte Wacholderbeeren hinzufügen. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 25 Minuten schmoren. Mit Pfeffer abschmecken und das Lorbeerblatt vor dem Servieren entfernen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist weich und hat die Flüssigkeit aufgenommen; das Lorbeerblatt ist vor dem Servieren entfernt.
Die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffeln bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 15–20 Minuten goldbraun braten; gelegentlich wenden. Die Zwiebelstreifen in den letzten 5–7 Minuten dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind goldbraun und durchgehend heiß; die Zwiebeln sind weich und leicht gebräunt.
Den Panhas aus der Form lösen und in vier dicke Scheiben schneiden. Das Schmalz in einer Pfanne erhitzen und die Scheiben bei mittlerer Hitze von beiden Seiten jeweils etwa 3–4 Minuten knusprig braten. Mit Bratkartoffeln und Sauerkraut auf Tellern anrichten.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind auf beiden Seiten knusprig gebräunt und im Inneren heiß.
Gut zu wissen
Das Buchweizenmehl bindet die Wurstmasse und prägt den Geschmack des Panhas. Erst 300 g einrühren und nur bei Bedarf mehr verwenden.
Eine frische, schnittfeste Blutwurst beim Metzger erfragen. Eine andere Wurstsorte verändert den typischen Geschmack.
Grobe Leberwurst verwenden. Feinere Leberwurst ist ebenfalls möglich, macht die Masse aber milder.
Die Masse wird milder.
Die grobe Leberwurst durch die gleiche Menge feine Leberwurst ersetzen und wie beschrieben mit der Blutwurst zur Masse geben.
Das Buchweizenmehl nach und nach einrühren, bis die Masse sehr dick und formbar ist, und sie mindestens sechs Stunden kühlen.
Die Masse weiter kühlen, bis sie fest genug zum Schneiden ist.
Festkochende Kartoffeln nur gerade weich garen und vollständig abkühlen lassen, bevor du sie pellst und schneidest.
Zerbrochene Stücke vorsichtig weiterbraten und mit den übrigen Kartoffeln servieren.
Das Schmalz in der Pfanne erhitzen, bevor du die Scheiben hineinlegst, und sie bei mittlerer Hitze braten.
Die Scheiben vorsichtig wenden und weiterbraten, bis beide Seiten gebräunt sind.
Die Kartoffeln können am Vortag gekocht werden. Auch die Panhasmasse lässt sich am Vortag zubereiten und über Nacht in der Form kühlen; erst zum Servieren in Scheiben schneiden und braten.
Häufig gefragt
Mindestens sechs Stunden, damit die Masse fest genug zum Schneiden wird. Am besten bereitest du sie am Vortag zu und lässt sie über Nacht im Kühlschrank.
Ja. Koche sie am Vortag, lass sie vollständig abkühlen und pelle sie. So lassen sie sich später gut in Scheiben schneiden.
Beginne mit 300 g und rühre das Mehl nach und nach ein. Falls die Masse noch nicht sehr dick und formbar ist, arbeite etwas mehr ein, bis höchstens zur angegebenen Gesamtmenge von 350 g.
Ja. Die gleiche Menge feine Leberwurst ist möglich; dadurch wird der Panhas milder.
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