Reformationsbrötchen

Süßes Hefegebäck aus Sachsen-Anhalt

Lockere süße Hefebrötchen mit Rosinen, Mandeln, ZitronatKandierte Schale der Zitronatzitrone, meist als süße Backzutat verwendet., Zitronenschale und einer fruchtigen Erdbeerkonfitürenfüllung. Die acht Brötchen erhalten durch fünf Einschnitte ihre charakteristische Blütenform und werden goldbraun gebacken.

Zum Rezept
Reformationsbrötchen aus Sachsen-Anhalt
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 85 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 28 Min.
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Anlasskontext Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Hefeteig wird durch Milch, Butter und ausreichend Knetzeit elastisch und locker.
  • Rosinen, Mandeln, Zitronat und Zitronenschale verbinden Süße, nussigen Biss und frische Zitrusaromen.
  • Die Erdbeerkonfitüre bringt einen fruchtigen Mittelpunkt und einen schönen Kontrast zum buttrigen Teig.
  • Fünf Einschnitte formen die Brötchen zu kleinen Blüten und lassen die Füllung sichtbar werden.

Diese kleinen süßen Hefeteilchen verbinden einen lockeren, buttrigen Teig mit Rosinen, Mandeln, Zitronat und einem fruchtigen Klecks Erdbeerkonfitüre. Die gefaltete Blütenform erinnert an die Lutherrose und macht die Brötchen zu einem besonderen Gebäck für den Reformationstag oder die Kaffeetafel.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, luftig und buttrig. Rosinen und Mandeln sorgen für Biss, Zitronat und Zitronenschale für frische Zitrusnoten, während die Erdbeerkonfitüre süß-fruchtig aus der Mitte schmeckt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefemilch anrühren

    Die lauwarme Milch mit Zucker und frischer Hefe in einem Messbecher verrühren, bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat.

    5 Minuten
    • Die Milch nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht durch zu große Hitze beeinträchtigt wird.
  2. Hefeteig kneten

    Mehl und Salz in die Rührschüssel geben. Hefemilch und weiche Butter hinzufügen und alles etwa 8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich zunehmend vom Schüsselrand.

    • Nicht vorschnell zusätzlich Mehl einarbeiten; der Teig soll weich und elastisch bleiben.
  3. Erste Teigruhe

    Rosinen, gehackte Mandeln, Zitronat und Zitronenabrieb kurz unterkneten. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Brötchen formen

    Den Teig in 8 möglichst gleich große Stücke teilen und rund wirken. Jedes Stück zu einer flachen Scheibe von etwa 10 bis 12 cm Durchmesser drücken. Mit einem scharfen Messer fünf Einschnitte vom Rand zur Mitte setzen, dabei die Mitte aussparen, und die Teiglinge vorsichtig zu Blüten formen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind gleichmäßig groß und die Mitte bleibt als zusammenhängender Bereich stehen.

    • Die Einschnitte nicht bis ganz zur Mitte führen, damit die Blütenform beim Backen zusammenhält.

    Wichtig: Beim Schneiden auf eine rutschfeste Unterlage achten und das Messer vorsichtig führen.

  5. Füllen und zweite Teigruhe

    Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. In die Mitte jeweils eine kleine Mulde drücken und mit Erdbeerkonfitüre füllen. Abgedeckt weitere 20 bis 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken sichtbar aufgegangen und die Konfitüre bleibt in der Mulde.

    • Die Konfitüre nicht über den Rand der Mulde geben, damit sie beim Backen möglichst auf dem Brötchen bleibt.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Einschieben des Blechs auf die heiße Ofentür und heiße Flächen achten.

  6. Backen und bestäuben

    Die Reformationsbrötchen auf der mittleren Schiene 15 bis 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.

    20 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Brötchen sind goldbraun und die Teigoberfläche ist fest ausgebacken.

    • Die Brötchen nach 15 Minuten erstmals prüfen, da Backöfen unterschiedlich stark backen.
    • Vor dem Bestäuben vollständig oder zumindest weitgehend abkühlen lassen, damit der Puderzucker nicht sofort schmilzt.

    Wichtig: Das heiße Blech mit Ofenhandschuhen herausnehmen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Blütenform erhalten: Die fünf Einschnitte sollen vom Rand zur Mitte reichen, die Mitte aber aussparen. So bleiben die einzelnen Blütenblätter verbunden und die Form hält beim Backen zusammen.
  • Teigruhe nach Volumen beurteilen: Die erste Teigruhe ist abgeschlossen, wenn sich der Teig deutlich vergrößert hat. Raumtemperatur und Hefekraft können die tatsächliche Dauer beeinflussen.
  • Konfitüre mittig einsetzen: Eine kleine Mulde verhindert, dass die Konfitüre beim Füllen über die geformten Teigblätter läuft.

Zutatenwissen

Zitronat finden

Zitronat steht meist bei den Backzutaten im Supermarkt, in größeren Drogeriemärkten oder in gut sortierten Fachgeschäften.

Konfitüre auswählen

Rote Erdbeerkonfitüre steht meist im Marmeladenregal. Johannisbeer- oder Kirschkonfitüre kann ebenfalls verwendet werden und bringt mehr Säure beziehungsweise eine kräftigere Fruchtnote mit.

Sinnvolle Alternativen

fein abgeriebene zusätzliche Zitronenschale

Das Gebäck schmeckt frischer und weniger kandiert.

Das Zitronat weglassen und stattdessen zusätzliche Zitronenschale fein abreiben und mit den übrigen Einlagen unter den Teig kneten.

Johannisbeer- oder Kirschkonfitüre

Johannisbeere bringt mehr Säure, Kirsche eine kräftigere Fruchtnote.

Die Erdbeerkonfitüre in gleicher Menge durch Johannisbeer- oder Kirschkonfitüre ersetzen und wie beschrieben in die Teigmulden füllen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefe geht schlecht auf oder der Teig bleibt kompakt.

Die Milch nur lauwarm verwenden und vor dem Einrühren der Hefe nicht stark erhitzen.

Wenn die Hefemilch noch nicht verwendet wurde, auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen. Bei bereits verarbeitetem Teig die erste Teigruhe verlängern und das Volumen beobachten.

Die Brötchen werden trocken und wenig locker.

Den Teig ausreichend kneten und nur so viel Mehl verwenden, wie zum Verarbeiten unbedingt nötig ist.

Einen sehr festen Teig vorsichtig mit etwas zusätzlicher lauwarmer Milch geschmeidiger machen, sofern die Zutaten noch nicht vollständig verarbeitet sind.

Die Blütenform fällt auseinander.

Die Mitte ausdrücklich aussparen und die Einschnitte nur vom Rand zur Mitte setzen.

Vor dem Backen die Teigblätter vorsichtig wieder zusammenschieben und die Mitte leicht andrücken.

Die Konfitüre läuft auf das Blech und die Mitte bleibt leer.

Eine kleine, klar erkennbare Mulde drücken und die Konfitüre mittig dosieren.

Ausgelaufene Konfitüre nach dem Backen vorsichtig entfernen; die Brötchen bleiben trotzdem essbar.

Die Oberfläche wird sehr dunkel, bevor die Brötchen durchgebacken sind.

Ab 15 Minuten Backzeit kontrollieren und die Bräunung beobachten.

Bei ausreichender Bräunung die Brötchen aus dem Ofen nehmen und auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Varianten

Johannisbeerfüllung

Die Erdbeerkonfitüre wird durch Johannisbeerkonfitüre ersetzt. Dadurch erhält die Füllung eine deutlich säuerlichere Fruchtnote.

Frischere Zitronenvariante

Das Zitronat wird weggelassen und durch zusätzliche fein abgeriebene Zitronenschale ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Zur Kaffeetafel: Die vollständig abgekühlten, mit Puderzucker bestäubten Reformationsbrötchen als süßes Gebäck zu Kaffee servieren.
  • Zum Reformationstag: Die Blütenbrötchen frisch gebacken auf einer Platte anrichten und als besonderes saisonales Gebäck anbieten.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind als Zutaten angegeben.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Das Rezept enthält gehackte Mandeln.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Zitronat ersetzen?

Ja. Das Zitronat kann durch fein abgeriebene zusätzliche Zitronenschale ersetzt werden. Das Gebäck schmeckt dann frischer und weniger kandiert.

Welche Konfitüre passt statt Erdbeere?

Johannisbeer- oder Kirschkonfitüre sind passende Alternativen. Johannisbeere bringt mehr Säure, Kirsche eine kräftigere Fruchtnote.

Woran erkenne ich, dass die Reformationsbrötchen fertig sind?

Sie sind nach etwa 15 bis 20 Minuten goldbraun und die Teigoberfläche ist fest ausgebacken.

Aus unserer Küche

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