Rehhackfleisch beziehen
Rehhackfleisch ist häufig bei Wildmetzgereien, gut sortierten regionalen Metzgereien oder Wildverkaufsstellen von Forstbetrieben erhältlich.
Nordrhein-westfälische Wildküche
Herzhafte Rehfrikadellen mit Senfnote und goldbrauner Kruste, dazu cremiges Kartoffelpüree und zarter Rahmkohlrabi.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kräftiges Rehhack, eine feine Senfnote und eine goldbraune Kruste machen diese Frikadellen besonders herzhaft. Cremiges Kartoffelpüree und zarter Rahmkohlrabi ergänzen das Wildfleisch mit milden, runden Aromen.
Die Frikadellen sind außen kräftig gebräunt und innen vollständig durchgegart. Dazu kommen weiches, cremiges Kartoffelpüree und zarter Kohlrabi in einer hellen Rahmsauce.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und in leicht gesalzenem Wasser weich kochen. Währenddessen kannst du den Kohlrabi vorbereiten und die Frikadellenmasse ansetzen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Den Kohlrabi schälen, in Stifte schneiden und in der Gemüsebrühe weich, aber noch leicht bissfest garen.
Daran erkennst du es: Die Kohlrabistifte sind weich, behalten aber noch etwas Biss.
Das Brötchen in Wasser einweichen und gut ausdrücken. Die Zwiebel fein würfeln. Rehhackfleisch, Brötchen, Zwiebel, Ei, Senf, Salz und Pfeffer gründlich verkneten. Aus der Masse acht flache Frikadellen formen.
Wichtig: Nach dem Verarbeiten von rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Frikadellen bei mittlerer bis hoher Hitze von beiden Seiten jeweils 1 bis 2 Minuten kräftig anbraten. Die Hitze reduzieren und die Frikadellen unter gelegentlichem Wenden etwa 8 bis 10 Minuten fertig braten, bis sie vollständig durchgegart sind.
Daran erkennst du es: Die Frikadellen sind innen vollständig durchgegart und zeigen keinen rohen Kern.
Wichtig: Rehhackfleisch vollständig durchgaren und rohe Hackfleischmasse nicht mit gegarten Speisen oder sauberem Geschirr in Kontakt bringen.
Die Kartoffeln abgießen. Die Milch erwärmen und mit der Butter zu den Kartoffeln geben. Alles fein stampfen und mit Muskatnuss sowie Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Püree ist cremig und enthält keine harten Kartoffelstücke.
Den gegarten Kohlrabi aus der Brühe nehmen und die Brühe auffangen. Die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Sahne und 250 ml der aufgefangenen Brühe nach und nach einrühren. Die Sauce kurz köcheln lassen, den Kohlrabi unterheben und mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt gebunden und umhüllt den Kohlrabi leicht.
Kartoffelpüree, Rahmkohlrabi und Rehfrikadellen auf vorgewärmten Tellern anrichten und sofort servieren.
Gut zu wissen
Rehhackfleisch ist häufig bei Wildmetzgereien, gut sortierten regionalen Metzgereien oder Wildverkaufsstellen von Forstbetrieben erhältlich.
Mehligkochende Kartoffeln ergeben ein besonders weiches und cremiges Püree.
Der Kohlrabi sollte weich werden, aber noch etwas Biss behalten, damit er in der Rahmsauce nicht zerfällt.
Die Frikadellen schmecken milder und weniger wild.
Das Rehhackfleisch im gleichen Mengenverhältnis durch mageres Rinderhack ersetzen und die Frikadellen wie beschrieben vollständig durchgaren.
Acht flache Frikadellen formen, zunächst kräftig anbraten und anschließend bei reduzierter Hitze fertig garen.
Die Frikadellen bei reduzierter Hitze unter gelegentlichem Wenden weiterbraten, bis der Kern vollständig durchgegart ist.
Warme Milch und Butter verwenden und die Kartoffeln nur fein stampfen.
Etwas warme Milch unterheben und das Püree vorsichtig glatt stampfen.
Die Flüssigkeit nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce durch ein Sieb streichen und bei sanfter Hitze erneut glatt rühren.
Eine mildere Variante mit magerem Rinderhack anstelle von Rehhackfleisch.
Die Frikadellenmasse kann abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt und erst kurz vor dem Braten geformt werden. Kartoffelpüree und Rahmkohlrabi schmecken frisch am besten.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, getrennt oder gemeinsam abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig durcherhitzen.
Am besten die gebratenen Frikadellen separat und vollständig abgekühlt einfrieren. Kartoffelpüree und Rahmkohlrabi können ebenfalls eingefroren werden, die Konsistenz der Sauce kann sich jedoch verändern.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vollständig durcherhitzen.
Die Frikadellen behalten ihre Qualität besser als Rahmkohlrabi und Kartoffelpüree; die Sauce kann nach dem Auftauen leicht ausflocken.
Häufig gefragt
Ja. Im Rezept wird als Alternative mageres Rinderhack genannt. Die Frikadellen schmecken damit milder und weniger wild.
Aus der angegebenen Masse werden acht flache Frikadellen geformt, also zwei pro Portion bei vier Portionen.
Die Frikadellenmasse kann abgedeckt bis zu zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahrt und später geformt und gebraten werden.
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