Kräftige, leicht säuerliche sächsische Sauce mit Rotwein, RinderfondAromatische Flüssigkeit auf Rinderbasis, die als Grundlage für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient., Wurzelgemüse und würzigem SoßenpfefferkuchenSächsischer Soßenpfefferkuchen ist besonders in Pfefferküchlereien, regionalen Spezialitätengeschäften oder bei Anbietern aus Pulsnitz erhältlich.. Der Pfefferkuchen bindet die Sauce und gibt ihr feine Gewürz- und Süßnoten.
Von Deutschland auf dem TellerVeröffentlicht am 19. September 2026
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das Anrösten von Zwiebel, Möhre, Sellerie und Tomatenmark entwickelt eine kräftige aromatische Grundlage.
Rotwein und Rotweinessig bringen Tiefe und eine klar erkennbare säuerliche Note.
Soßenpfefferkuchen bindet die Flüssigkeit und verbindet Gewürz-, Süß- und Röstnoten.
Saure Sahne rundet die Sauce cremig ab, wenn sie am Ende nur noch eingerührt und nicht mehr sprudelnd gekocht wird.
Diese sächsische Sauerbratensoße wird aus angeröstetem Wurzelgemüse, Rotwein, Rotweinessig und Rinderfond aufgebaut. Soßenpfefferkuchen sorgt für die typische sämige Konsistenz und einen würzig-süßlichen Tiefgang. Die fertige Sauce passt besonders gut zu Sauerbraten, Klößen und Rotkohl, aber auch zu gebratenem Wurzelgemüse.
Die Sauce ist glatt und sämig, mit dunkler Farbe, kräftigem Röstduft und einer ausgewogenen Verbindung aus Säure, Würze und feiner Süße.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Gemüse anrösten
Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie darin bei mittlerer Hitze anrösten, bis das Gemüse leicht gebräunt ist.
8 Minuten
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und duftet aromatisch.
Nicht zu dunkel rösten, damit die Sauce später nicht bitter wird.
2
Tomatenmark mit Rotwein ablöschen
Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Mit dem Rotwein ablöschen und einkochen lassen.
4 Minuten
Daran erkennst du es: Der alkoholische Geruch ist deutlich schwächer und die Flüssigkeit leicht reduziert.
Beim Ablöschen den Topfboden mit dem Kochlöffel lösen.
Wichtig: Beim Eingießen des Rotweins vorsichtig arbeiten, da die Flüssigkeit stark aufschäumen kann.
3
Sauce mit Gewürzen köcheln
Rotweinessig und Rinderfond zugießen. Lorbeerblätter, Piment, Wacholder, Nelken und Pfefferkörner hinzufügen. Alles aufkochen und anschließend offen leise köcheln lassen.
20 Minuten
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist aromatisch und leicht reduziert, das Gemüse weich.
Die Sauce offen köcheln lassen, damit sie etwas konzentriert wird.
4
Sauce passieren
Die Sauce durch ein feines Sieb in den zweiten Topf gießen. Gemüse und Gewürze im Sieb gut ausdrücken und anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Die aufgefangene Sauce ist weitgehend glatt und frei von groben Gemüse- und Gewürzstücken.
Für eine besonders glatte Sauce das Sieb feinmaschig wählen.
Wichtig: Beim Passieren vorsichtig arbeiten, da die Sauce heiß ist.
5
Mit Soßenpfefferkuchen binden
Den zerbröselten Soßenpfefferkuchen nach und nach in die heiße Sauce rühren. Die Sauce nochmals sanft köcheln lassen, bis sie sämig ist.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sichtbar gebunden und überzieht den Kochlöffel leicht.
Den Pfefferkuchen portionsweise einrühren, damit keine Klümpchen entstehen.
6
Saure Sahne einrühren und abschmecken
Den Topf vom Herd nehmen. Die saure SahneSaure Sahne ist ein mild säuerliches Sauermilchprodukt mit etwa zehn Prozent Fett, das vor allem kalt oder nach dem Kochen verwendet wird. einrühren und die Sauce mit Zucker und Salz abschmecken. Sie soll jetzt nicht mehr sprudelnd kochen, damit die saure Sahne glatt bleibt. Die Sauce zu Sauerbraten, Klößen, Rotkohl oder gebratenem Wurzelgemüse servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig, glatt und ausgewogen zwischen Säure, Würze und Süße.
Säure und Salz erst am Ende beurteilen, weil der Pfefferkuchen zusätzliche Würze und Süße mitbringt.
Wichtig: Nach dem Einrühren der sauren Sahne nicht mehr sprudelnd kochen.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Pfefferkuchen nach und nach einrühren: Soßenpfefferkuchen bindet die Sauce schnell. Kleine Portionen gründlich einrühren, bevor die nächste Portion folgt.
Saure Sahne nicht mehr sprudelnd kochen: Die saure Sahne erst nach dem Herunternehmen vom Herd einrühren und die Sauce danach nur noch mit der Resthitze warm halten.
Säure ausbalancieren: Rotweinessig, Rotwein und Soßenpfefferkuchen prägen den Geschmack. Zucker und Salz deshalb erst nach dem Binden endgültig anpassen.
Zutatenwissen
Soßenpfefferkuchen
Sächsischer Soßenpfefferkuchen ist besonders in Pfefferküchlereien, regionalen Spezialitätengeschäften oder bei Anbietern aus Pulsnitz erhältlich. Ein unglasierter, wenig süßer Lebkuchen ohne Nüsse kann ihn ersetzen, verändert die Sauce aber in Süße und Würzigkeit.
Rinderfond
Ein kräftiger Rinderfond gibt der Sauce Körper und eine herzhafte Grundlage.
Saure Sahne
Saure Sahne sorgt für Cremigkeit und eine frische Säurenote. Sie wird erst nach dem Kochen eingerührt, damit die Sauce glatt bleibt.
Sinnvolle Alternativen
Unglasierter, wenig süßer Lebkuchen ohne Nüsse
Die Sauce wird tendenziell etwas süßer und weniger würzig als mit sächsischem Soßenpfefferkuchen.
Den Lebkuchen fein zerbröseln und wie den Soßenpfefferkuchen nach und nach in die heiße Sauce rühren.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Sauce schmeckt bitter oder sehr dunkel.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und das Gemüse nur leicht bräunen lassen.
Mit zusätzlichem Fond verdünnen und die Balance anschließend vorsichtig mit Zucker, Essig und Salz korrigieren.
In der Sauce bleiben Klümpchen.
Die Brösel portionsweise einarbeiten und jede Portion vollständig glatt rühren.
Die Sauce erneut durch ein feines Sieb streichen.
Die Sauce wirkt flockig oder geronnen.
Den Topf vom Herd nehmen und die saure Sahne nur in die heiße, nicht mehr kochende Sauce rühren.
Die Sauce vorsichtig glatt rühren und nicht weiter stark erhitzen.
Varianten
Mildere Sauerbratensoße
Eine mildere Variante mit zurückhaltenderer Säurenote, bei der die Würze und Cremigkeit stärker im Vordergrund stehen.
Kräftiger säuerliche Variante
Eine markanter säuerliche Variante für Liebhaber eines ausgeprägten Sauerbratenprofils.
Cremigere Variante
Eine weichere, cremigere Sauce mit stärkerem Anteil an saurer Sahne.
Servieren und kombinieren
Klassisch zu Sauerbraten: Die Sauce heiß oder gut warm zu aufgeschnittenem Sauerbraten servieren.
Mit Klößen und Rotkohl: Klöße nehmen die sämige Sauce besonders gut auf; Rotkohl ergänzt die kräftige, säuerliche Würze.
Zu gebratenem Wurzelgemüse: Die Sauce kann auch als würziger Begleiter zu gebratenem Wurzelgemüse serviert werden.
Als servierfertiger Würzbegleiter: Die Sauce separat auf den Tisch stellen, damit sie nach Geschmack zu Fleisch, Klößen oder Gemüse dosiert werden kann.
Planen und Reste genießen
Vorbereiten
Die Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet, abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim späteren Erwärmen langsam erhitzen und bei Bedarf mit etwas Fond oder Wasser glätten.
Aufbewahren
Die Sauce nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Servieren vollständig durchwärmen.
Einfrieren
Durch die saure Sahne kann sich die Textur beim Einfrieren und Auftauen verändern.
Aufwärmen
Topf: Die Sauce in einem kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erwärmen und häufig umrühren. Bei Bedarf mit etwas Fond oder Wasser verdünnen.
Allergene und Nährwerte
Milch: enthält · Saure Sahne ist ein Milchprodukt.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Was kann ich statt sächsischem Soßenpfefferkuchen verwenden?
Ein unglasierter, wenig süßer Lebkuchen ohne Nüsse eignet sich als Ersatz. Die Sauce wird dadurch meist etwas süßer und weniger würzig.
Wie kann ich die Säure der Sauce anpassen?
Für eine mildere Sauce den Rotweinessig vorsichtiger dosieren und erst am Ende nach Geschmack ergänzen. Für eine kräftigere Säurenote kann beim Abschmecken etwas zusätzlicher Essig hinzukommen.
Warum darf die Sauce mit saurer Sahne nicht mehr sprudelnd kochen?
Saure Sahne kann bei starker Hitze ausflocken. Deshalb den Topf vom Herd nehmen und die saure Sahne nur in die heiße, nicht mehr sprudelnde Sauce einrühren.
Muss die Sauce unbedingt passiert werden?
Das Passieren entfernt Gemüse- und Gewürzstücke und ergibt eine glattere Sauce. Für eine rustikalere Konsistenz kann sie weniger fein passiert werden.
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