Fein geschnittener Weißkohl fermentiert mit Salz, Kümmel und Wacholder und wird anschließend mit Zwiebel und Apfelsaft sanft geschmort. Die Beilage schmeckt mild-säuerlich und fruchtig.
Von Deutschland auf dem TellerVeröffentlicht am 27. September 2026
Geprüfte Rezept-EignungVegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
ServierrolleAls Beilage vorgesehen
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das kräftige Kneten bringt Kohlsaft hervor, der beim Fermentieren hilft, das Kraut mit Lake zu bedecken.
Kümmel und Wacholder geben dem Kohl eine würzige Note, die gut mit der milden Säure harmoniert.
Apfelsaft rundet das fermentierte Kraut beim Schmoren fruchtig ab.
Für dieses Sauerkraut wird Weißkohl zunächst im Glas milchsauer vergoren. Nach etwa zwei bis drei Wochen bekommt es beim Schmoren mit Zwiebel und naturtrübem Apfelsaft eine milde, fruchtige Note.
Zartes, würziges Kraut mit angenehmer Säure, einem Hauch Wacholder und einer mild-fruchtigen Apfelnote.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Sauerkraut fermentieren
1
Glas und Kohl vorbereiten
Ein sauberes Fermentierglas mit Gärverschluss und passendem Gewicht bereitstellen; einen Teller unter das Glas stellen. Äußere Kohlblätter entfernen und ein sauberes Blatt beiseitelegen. Den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein hobeln oder schneiden. Das geputzte Kraut abwiegen.
Wichtig: Sauberes Glas und sauberes Arbeitsgerät verwenden.
2
Kohl kneten und würzen
Den Kohl mit 20 g Salz pro Kilogramm und dem Kümmel in einer großen Schüssel kräftig kneten, bis Saft austritt. Die leicht angedrückten Wacholderbeeren untermischen.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist kräftig geknetet und Saft ist ausgetreten.
3
Kraut ins Glas drücken
Das Kraut portionsweise fest ins Glas drücken, sodass möglichst wenig Luft eingeschlossen wird und die Lake darübersteht. Mit dem zurückgelegten Kohlblatt abdecken und das Kraut mit dem Gewicht unter der Lake halten. Falls die Lake nicht ausreicht, 2 g Salz in 100 ml Wasser lösen und so viel davon zugeben, dass das Kraut bedeckt ist. Oben etwa 2 cm Platz lassen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist von Lake bedeckt und oben bleibt etwa 2 cm Platz.
Wichtig: Das Kraut während der Fermentation unter der Lake halten.
4
Fermentieren lassen
Das Glas mit dem Gärverschluss schließen und bei etwa 18–20 °C auf dem Teller fermentieren lassen. Nach sieben Tagen erstmals kosten; je nach Temperatur und gewünschter Säure dauert die Gärung meist etwa zwei bis drei Wochen. Sobald das Kraut angenehm säuerlich schmeckt, kühl lagern.
1 Woche19 °C
Daran erkennst du es: Das Kraut schmeckt angenehm säuerlich.
Wichtig: Nach Erreichen der gewünschten Säure kühl lagern.
Sauerkraut schmoren
1
Zwiebel dünsten
Die Zwiebel fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig.
2
Kraut sanft schmoren
Das fermentierte Kraut samt Wacholderbeeren in den Topf geben. Apfelsaft und Wasser angießen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 25–30 Minuten sanft schmoren und gelegentlich umrühren. Nach Wunsch mit etwas eigener Lake abschmecken und heiß servieren.
30 Minuten
Daran erkennst du es: Das Kraut ist heiß und nach 25–30 Minuten sanftem Schmoren zart; nach Wunsch mit Lake abschmecken.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Salzmenge beim Fermentieren: Für den Kohl sind 20 g Salz pro Kilogramm angegeben. Die zusätzliche 2-prozentige Salzlake ist nur nötig, wenn der ausgetretene Kohlsaft das Kraut nicht bedeckt.
Gärzeit nach Geschmack: Nach sieben Tagen erstmals kosten. Temperatur und gewünschte Säure beeinflussen, ob das Kraut eher nach zwei oder erst nach drei Wochen fertig ist.
Typische Fehler und ihre Lösung
Kraut ragt aus der Lake heraus.
Das Kraut fest einschichten, mit dem Kohlblatt abdecken und mit dem Gewicht unter der Lake halten. Bei Bedarf die angegebene 2-prozentige Salzlake ergänzen.
Falls das Kraut beim Einfüllen noch nicht bedeckt ist, Lake nach der angegebenen Mischung ergänzen.
Das Kraut schmeckt nach kurzer Gärzeit noch nicht ausreichend säuerlich.
Nach sieben Tagen erstmals kosten und das Kraut bei Bedarf insgesamt zwei bis drei Wochen fermentieren lassen.
Weiter fermentieren lassen und erneut kosten, bis die gewünschte Säure erreicht ist.
Servieren und kombinieren
Heiß als Beilage servieren: Das mild-fruchtige Sauerkraut heiß als Beilage zu einem herzhaften Gericht servieren.
Planen und Reste genießen
Vorbereiten
Das Sauerkraut zwei bis drei Wochen vor dem Schmoren fermentieren lassen. Sobald es angenehm säuerlich schmeckt, kühl lagern und zum Servieren schmoren.
Aufbewahren
Nach abgeschlossener Fermentation kühl lagern. Beim Entnehmen darauf achten, dass das verbleibende Kraut möglichst unter der Lake bleibt.
Während der Fermentation das Kraut mit Gewicht unter der Lake halten.
Aufwärmen
Topf: Das Sauerkraut bei kleiner Hitze im Topf erwärmen und gelegentlich umrühren; bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser zugeben.
Lebensmittelsicherheit
Sauberkeit: Ein sauberes Fermentierglas, saubere Arbeitsgeräte und das zurückgelegte saubere Kohlblatt verwenden.
Bedeckung während der Fermentation: Das Kraut mit dem Gewicht unter der Lake halten und nach abgeschlossener Fermentation kühl lagern.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Wie lange muss das Sauerkraut fermentieren?
Nach sieben Tagen erstmals kosten. Je nach Temperatur und gewünschter Säure dauert die Fermentation meist etwa zwei bis drei Wochen.
Was tun, wenn das Kraut nicht von Lake bedeckt ist?
2 g Salz in 100 ml Wasser lösen und so viel von dieser 2-prozentigen Salzlake ergänzen, dass das Kraut bedeckt ist.
Wann kommen Apfelsaft und Wasser dazu?
Erst nach der Fermentation, wenn das Kraut geschmort wird. Apfelsaft und Wasser zusammen mit dem Kraut in den Topf geben.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …