Kartoffelsorte
Festkochende Kartoffeln bleiben beim Schneiden und Erwärmen in der Soße stabiler als mehligkochende Sorten.
Eifeler Kartoffelbeilage
Herzhafte Eifeler Kartoffelbeilage aus Pellkartoffeln, durchwachsenem Speck, Zwiebeln und einer gebundenen Brühesoße mit Sahne.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schrottele mit Speck ist eine bodenständige Kartoffelbeilage aus der Eifel in Rheinland-Pfalz. Pellkartoffeln werden in Scheiben geschnitten und in einer sämigen Soße aus Speck, Zwiebeln, Brühe und Sahne erwärmt. Ein kleiner Schuss Weißweinessig sorgt für einen ausgewogenen Geschmack. Die Beilage passt besonders gut zu Würstchen oder einem frischen grünen Salat.
Cremig gebundene, herzhafte Soße umhüllt zarte Kartoffelscheiben. Speck und Zwiebeln sorgen für würzige Röstaromen, Sahne für eine weiche Fülle und der Essig für einen fein säuerlichen Abschluss.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Je nach Größe dauert das etwa 20 Minuten. Kurz ausdampfen lassen, pellen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sollen gar sein, aber beim Schneiden nicht zerfallen.
Den Speck fein würfeln. Die Zwiebel schälen und klein schneiden.
Den Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Butter und Zwiebel dazugeben und alles glasig braten, ohne die Zwiebel stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebel glasig, aber nicht dunkel gebräunt.
Das Mehl darüberstreuen und unter Rühren etwa eine Minute anschwitzen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig mit dem Fett verbunden, bleibt aber hell.
Die Brühe nach und nach angießen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit eine glatte Soße entsteht. Die Lorbeerblätter einlegen und die Soße bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt und leicht gebunden.
Die Sahne einrühren und die Soße mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskat würzen. Falls sie zu dick ist, mit einem kleinen Schuss Brühe verdünnen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig und fließt dicklich vom Löffel.
Die Kartoffelscheiben vorsichtig unterheben und bei niedriger Hitze 5–10 Minuten in der Soße ziehen lassen. Nicht stark kochen, damit die Scheiben möglichst ganz bleiben.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind heiß und vollständig von der Soße umhüllt, bleiben aber weitgehend intakt.
Die Lorbeerblätter entfernen. Den Weißweinessig nach Geschmack unterrühren und die Schrottele mit Petersilie bestreuen. Heiß servieren, zum Beispiel zu Würstchen oder mit einem grünen Salat.
Daran erkennst du es: Die Beilage schmeckt herzhaft, cremig und ausgewogen säuerlich.
Gut zu wissen
Festkochende Kartoffeln bleiben beim Schneiden und Erwärmen in der Soße stabiler als mehligkochende Sorten.
Gemüsebrühe hält die Beilage milder und vegetarisch wäre sie damit dennoch nicht, weil Speck enthalten ist. Fleischbrühe macht den Geschmack kräftiger.
Weißweinessig bringt Frische in die cremige Soße. Am besten mit der kleineren Menge beginnen und erst nach dem Probieren weiter zugeben.
Gemüsebrühe schmeckt milder, Fleischbrühe kräftiger und herzhafter.
Die gleiche Flüssigkeitsmenge verwenden und die Soße anschließend auf Salz und Würze prüfen.
Die Soße bleibt cremig, kann aber etwas leichter wirken.
Kochsahne in gleicher Menge einrühren und nur sanft erwärmen.
Der Geschmack wird etwas weniger buttrig; die Bindung bleibt erhalten.
Eine zum Braten geeignete Margarine verwenden und auf die Zutatenkennzeichnung achten.
Kartoffeln nur gar kochen und anschließend vorsichtig unterheben, ohne die Soße stark sprudelnd kochen zu lassen.
Die zerfallenen Stücke als rustikale, dickere Kartoffelsoße servieren und nicht weiter rühren.
Die Brühe nach und nach zugießen und mit dem Schneebesen glatt rühren.
Die Soße vor dem Zugeben der Kartoffeln durch ein Sieb streichen.
Die Soße nur sanft köcheln lassen und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Brühe verdünnen.
Brühe esslöffelweise einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Mit der kleineren Essigmenge beginnen und erst nach dem Abschmecken nachlegen.
Mit etwas Sahne oder Brühe abrunden und erneut vorsichtig abschmecken.
Die klassische Beilage wird am Ende mit etwas mehr frischer Petersilie serviert.
Eine mildere Fassung mit Gemüsebrühe und zurückhaltender Essigmenge.
Eine etwas leichtere Variante mit Kochsahne und weniger Butter.
Die Kartoffeln können vorgekocht und die Soße vorbereitet werden. Beides getrennt oder zusammen bis zur Fertigstellung kühl aufbewahren und die Kartoffeln erst zum Erwärmen vorsichtig unterheben.
Reste nach dem Abkühlen in einen gut verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die gebundene Sahnesoße und die Kartoffelscheiben können nach dem Einfrieren an Qualität und Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut, weil sie beim Schneiden und Erwärmen in der Soße ihre Form behalten.
Der Weißweinessig wird ganz am Ende nach dem Entfernen der Lorbeerblätter eingerührt und nach Geschmack dosiert.
Die Kartoffeln nicht zu weich kochen, in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden und beim Erwärmen nur vorsichtig unterheben. Die Soße sollte nicht stark sprudelnd kochen.
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