Schrottele mit Speck

Eifeler Kartoffelbeilage

Herzhafte Eifeler Kartoffelbeilage aus Pellkartoffeln, durchwachsenem Speck, Zwiebeln und einer gebundenen Brühesoße mit Sahne.

Zum Rezept
Schrottele mit Speck – Eifeler Kartoffelbeilage
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Milchprodukte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Pellkartoffeln behalten beim vorsichtigen Erwärmen in der Soße ihre Form und entwickeln ein kräftiges Kartoffelaroma.
  • Ausgelassener Speck, Butter und glasig gebratene Zwiebeln bilden die herzhafte Grundlage.
  • Die Mehlschwitze bindet die Brühe zu einer cremigen Soße, während Sahne für Fülle sorgt.
  • Weißweinessig bringt zum Schluss eine frische, ausgewogene Säurenote in das reichhaltige Gericht.

Schrottele mit Speck ist eine bodenständige Kartoffelbeilage aus der Eifel in Rheinland-Pfalz. Pellkartoffeln werden in Scheiben geschnitten und in einer sämigen Soße aus Speck, Zwiebeln, Brühe und Sahne erwärmt. Ein kleiner Schuss Weißweinessig sorgt für einen ausgewogenen Geschmack. Die Beilage passt besonders gut zu Würstchen oder einem frischen grünen Salat.

Cremig gebundene, herzhafte Soße umhüllt zarte Kartoffelscheiben. Speck und Zwiebeln sorgen für würzige Röstaromen, Sahne für eine weiche Fülle und der Essig für einen fein säuerlichen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln garen und schneiden

    Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Je nach Größe dauert das etwa 20 Minuten. Kurz ausdampfen lassen, pellen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sollen gar sein, aber beim Schneiden nicht zerfallen.

    • Die Kartoffeln nicht zu weich kochen, damit die Scheiben später möglichst ganz bleiben.
  2. Speck und Zwiebel vorbereiten

    Den Speck fein würfeln. Die Zwiebel schälen und klein schneiden.

  3. Speck und Zwiebel anschwitzen

    Den Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Butter und Zwiebel dazugeben und alles glasig braten, ohne die Zwiebel stark zu bräunen.

    Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebel glasig, aber nicht dunkel gebräunt.

    • Bei mittlerer Hitze arbeiten, damit die Zwiebel süßlich und mild bleibt.
  4. Mehl anschwitzen

    Das Mehl darüberstreuen und unter Rühren etwa eine Minute anschwitzen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig mit dem Fett verbunden, bleibt aber hell.

    • Das Mehl nicht dunkel werden lassen, damit die Soße hell und mild bleibt.
  5. Brühesoße kochen

    Die Brühe nach und nach angießen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit eine glatte Soße entsteht. Die Lorbeerblätter einlegen und die Soße bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt und leicht gebunden.

    • Die Brühe portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
  6. Sahne einrühren und würzen

    Die Sahne einrühren und die Soße mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskat würzen. Falls sie zu dick ist, mit einem kleinen Schuss Brühe verdünnen.

    Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig und fließt dicklich vom Löffel.

    • Vor dem Zugeben der Kartoffeln abschmecken, da diese später nur noch vorsichtig erwärmt werden.
  7. Kartoffeln in der Soße ziehen lassen

    Die Kartoffelscheiben vorsichtig unterheben und bei niedriger Hitze 5–10 Minuten in der Soße ziehen lassen. Nicht stark kochen, damit die Scheiben möglichst ganz bleiben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind heiß und vollständig von der Soße umhüllt, bleiben aber weitgehend intakt.

    • Mit einem breiten Kochlöffel oder Pfannenwender vorsichtig von unten nach oben heben.
  8. Fertigstellen und servieren

    Die Lorbeerblätter entfernen. Den Weißweinessig nach Geschmack unterrühren und die Schrottele mit Petersilie bestreuen. Heiß servieren, zum Beispiel zu Würstchen oder mit einem grünen Salat.

    Daran erkennst du es: Die Beilage schmeckt herzhaft, cremig und ausgewogen säuerlich.

    • Den Essig zunächst sparsam dosieren und erst danach weiter abschmecken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln bissfest garen: Die Kartoffeln sollten gar, aber nicht überweich sein. So behalten die Scheiben beim Unterheben und Erwärmen in der Soße ihre Form.
  • Brühe langsam einarbeiten: Die Brühe portionsweise zugießen und kräftig rühren. Dadurch wird die gebundene Soße glatt und klümpchenfrei.
  • Säure am Schluss dosieren: Den Weißweinessig erst nach dem Erwärmen der Kartoffeln einrühren und die Menge schrittweise an den eigenen Geschmack anpassen.

Zutatenwissen

Kartoffelsorte

Festkochende Kartoffeln bleiben beim Schneiden und Erwärmen in der Soße stabiler als mehligkochende Sorten.

Brühe wählen

Gemüsebrühe hält die Beilage milder und vegetarisch wäre sie damit dennoch nicht, weil Speck enthalten ist. Fleischbrühe macht den Geschmack kräftiger.

Essig dosieren

Weißweinessig bringt Frische in die cremige Soße. Am besten mit der kleineren Menge beginnen und erst nach dem Probieren weiter zugeben.

Sinnvolle Alternativen

Gemüsebrühe statt Fleischbrühe oder umgekehrt

Gemüsebrühe schmeckt milder, Fleischbrühe kräftiger und herzhafter.

Die gleiche Flüssigkeitsmenge verwenden und die Soße anschließend auf Salz und Würze prüfen.

Kochsahne

Die Soße bleibt cremig, kann aber etwas leichter wirken.

Kochsahne in gleicher Menge einrühren und nur sanft erwärmen.

Margarine

Der Geschmack wird etwas weniger buttrig; die Bindung bleibt erhalten.

Eine zum Braten geeignete Margarine verwenden und auf die Zutatenkennzeichnung achten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffelscheiben zerfallen beim Fertigstellen.

Kartoffeln nur gar kochen und anschließend vorsichtig unterheben, ohne die Soße stark sprudelnd kochen zu lassen.

Die zerfallenen Stücke als rustikale, dickere Kartoffelsoße servieren und nicht weiter rühren.

Die Soße enthält Mehlklümpchen.

Die Brühe nach und nach zugießen und mit dem Schneebesen glatt rühren.

Die Soße vor dem Zugeben der Kartoffeln durch ein Sieb streichen.

Die Soße ist zu dick und haftet schwer an den Kartoffeln.

Die Soße nur sanft köcheln lassen und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Brühe verdünnen.

Brühe esslöffelweise einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die fertige Beilage schmeckt zu sauer.

Mit der kleineren Essigmenge beginnen und erst nach dem Abschmecken nachlegen.

Mit etwas Sahne oder Brühe abrunden und erneut vorsichtig abschmecken.

Varianten

Schrottele mit zusätzlicher Kräuternote

Die klassische Beilage wird am Ende mit etwas mehr frischer Petersilie serviert.

Mildere Schrottele

Eine mildere Fassung mit Gemüsebrühe und zurückhaltender Essigmenge.

Leichtere Schrottele

Eine etwas leichtere Variante mit Kochsahne und weniger Butter.

Servieren und kombinieren

  • Zu Würstchen: Schrottele mit Speck als kräftige Kartoffelbeilage zu gebratenen oder gekochten Würstchen servieren.
  • Mit grünem Salat: Ein frischer grüner Salat bringt einen knackigen, leichten Kontrast zur cremigen Kartoffelbeilage.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Kartoffeln können vorgekocht und die Soße vorbereitet werden. Beides getrennt oder zusammen bis zur Fertigstellung kühl aufbewahren und die Kartoffeln erst zum Erwärmen vorsichtig unterheben.

Aufbewahren

Reste nach dem Abkühlen in einen gut verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die gebundene Sahnesoße und die Kartoffelscheiben können nach dem Einfrieren an Qualität und Konsistenz verlieren.

Aufwärmen

  • Topf: Bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erwärmen und vorsichtig umrühren. Falls die Soße zu dick geworden ist, etwas Brühe einrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Mehl; die konkrete Getreideart des verwendeten Mehls sollte anhand der Packungskennzeichnung geprüft werden.
  • Milch: enthält · Butter und Sahne sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Kartoffeln eignen sich für Schrottele?

Festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut, weil sie beim Schneiden und Erwärmen in der Soße ihre Form behalten.

Wann kommt der Weißweinessig dazu?

Der Weißweinessig wird ganz am Ende nach dem Entfernen der Lorbeerblätter eingerührt und nach Geschmack dosiert.

Wie bleiben die Kartoffelscheiben möglichst ganz?

Die Kartoffeln nicht zu weich kochen, in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden und beim Erwärmen nur vorsichtig unterheben. Die Soße sollte nicht stark sprudelnd kochen.

Aus unserer Küche

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