Speckfetten-Grau-Arten

Erbsenbeilage mit Speckstippe

Kräftige ostfriesische Tellerbeilage aus weich gegarten grauen Erbsen mit Möhren und Porree, serviert mit Salzkartoffeln, knusprigem Speck, goldbraunen Zwiebeln und mittelscharfem Senf.

Zum Rezept
Speckfetten-Grau-Arten
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Stunden
Gesamtzeit ca. 15 Stunden
Menge 4 Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lange Einweichen und sanfte Garen machen die getrockneten Erbsen weich, ohne dass sie vollständig zerfallen.
  • Speck, Butter und goldbraune Zwiebeln bringen herzhafte Röstaromen und verbinden sich gut mit der erdigen Erbsenbasis.
  • Salzkartoffeln geben der kräftigen Erbsen-Speck-Kombination eine milde, sättigende Ergänzung.
  • Mittelscharfer Senf setzt am Tisch einen pikanten Kontrast zur nussigen Hülsenfrucht und zum ausgelassenen Speckfett.

Graue Erbsen, auch Kapuzinererbsen genannt, werden hier als herzhafte Beilage und nicht als sämiger Eintopf serviert. Nach dem Einweichen garen sie langsam mit Möhren und Porree. Dazu kommen Salzkartoffeln sowie eine Speckstippe mit goldbraunen Zwiebeln.

Erdig, herzhaft und leicht nussig im Erbsengeschmack, mit weichen Gemüsestückchen, salzigen Kartoffeln, knusprigem Speck und süßlich gerösteten Zwiebeln. Der Senf sorgt für eine pikante, leicht scharfe Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Erbsen einweichen

    Die grauen Erbsen gründlich waschen und in der großen Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Mindestens 12 Stunden, am besten über Nacht, einweichen. Danach im Sieb abgießen und nochmals abspülen.

    12 Stunden
    • Die Erbsen sollten während des Einweichens vollständig mit Wasser bedeckt bleiben.
  2. Gemüse vorbereiten

    Möhren schälen und klein würfeln. Den Porree längs halbieren, gründlich waschen und in feine Ringe schneiden.

    15 Minuten
    • Zwischen den Porreeblättern kann sich Erde sammeln; deshalb sorgfältig ausspülen.

Garen und Servieren

  1. Graue Erbsen garen

    Das Wasser mit 1 TL des abgemessenen Salzes im großen Topf aufkochen. Möhren, Porree und die eingeweichten Erbsen hineingeben und alles bei sehr kleiner Hitze etwa 2 bis 2½ Stunden garen. Die Erbsen sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Falls die Flüssigkeit zu früh verkocht, esslöffelweise heißes Wasser ergänzen. Zum Schluss mit dem restlichen Salz aus der Zutatenmenge abschmecken.

    2 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: Die Erbsen sind weich, behalten aber noch ihre Form.

    • Die Erbsen während des Garens nur vorsichtig umrühren, damit sie möglichst ganz bleiben.
  2. Kartoffeln kochen

    Während die Erbsen garen, die Kartoffeln schälen, vierteln und im zweiten Topf mit kaltem Wasser bedecken. Das Wasser mit dem vorgesehenen Salz würzen, aufkochen und die Kartoffeln etwa 18 bis 20 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen und zugedeckt warm halten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet ohne großen Widerstand durch die Kartoffelstücke.

    • Die Kartoffelstücke möglichst gleich groß schneiden, damit sie gleichzeitig gar werden.
  3. Speckstippe zubereiten

    Den Speck in kleine Würfel schneiden und in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und mit der Butter zum Speck geben. Alles braten, bis die Zwiebeln goldbraun und der Speck knusprig ist.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Zwiebeln sind goldbraun, aber nicht verbrannt.

    • Den Speck langsam auslassen, damit er Fett abgibt und nicht zu schnell dunkel wird.
  4. Anrichten

    Die weichen grauen Erbsen mit den Salzkartoffeln auf Tellern anrichten. Speck, Zwiebeln und etwas vom ausgelassenen Speckfett darübergeben. Den Senf separat dazu servieren.

    5 Minuten
    • Die Kartoffeln zugedeckt warm halten, während die Speckstippe fertig wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichen nicht überspringen: Die getrockneten grauen Erbsen mindestens 12 Stunden einweichen. Das verkürzt die anschließende Garzeit und unterstützt ein gleichmäßiges Weichwerden.
  • Arbeiten parallelisieren: Die Kartoffeln können während der langen Garzeit der Erbsen vorbereitet und gekocht werden.
  • Speck langsam auslassen: Bei mittlerer Hitze gibt der Speck sein Fett allmählich ab und wird knuspriger, ohne schnell zu verbrennen.

Zutatenwissen

Graue Erbsen finden

Graue Erbsen werden auch Kapuzinererbsen genannt. Sie sind getrocknete, voll ausgereifte Erbsen mit kräftigem, leicht nussigem Geschmack und sind eher in ostfriesischen Hofläden, gut sortierten Reformhäusern, Spezialitätengeschäften oder im Versandhandel zu finden.

Senf separat reichen

Der Senf wird nicht mit den Erbsen gekocht, sondern erst beim Anrichten dazu serviert. So lässt sich die Schärfe individuell dosieren.

Sinnvolle Alternativen

Getrocknete grüne Schälerbsen

Der Geschmack wird milder; die Erbsen werden meist schneller weich.

Die grauen Erbsen im gleichen Mengenverhältnis durch getrocknete grüne Schälerbsen ersetzen und die Garzeit früher prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Erbsen bleiben nach der angegebenen Garzeit fest.

Mindestens 12 Stunden einweichen und die Erbsen vor dem Abgießen auf ausreichende Wasseraufnahme prüfen.

Mit etwas heißem Wasser weiter sanft garen, bis die Erbsen weich sind.

Die Erbsen liegen trocken, bevor sie weich sind.

Bei sehr kleiner Hitze garen und den Topf regelmäßig kontrollieren.

Esslöffelweise heißes Wasser ergänzen und weitergaren.

Die Zwiebeln werden dunkel und bitter.

Speck langsam auslassen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze goldbraun braten.

Verbrannte Zwiebeln nicht weiterverwenden; gegebenenfalls neue Zwiebeln in der vorhandenen Pfanne ansetzen.

Servieren und kombinieren

  • Als kräftige Beilage servieren: Graue Erbsen, Salzkartoffeln und Speckstippe gemeinsam auf dem Teller anrichten und den Senf separat dazureichen.
  • Senf individuell dosieren: Den mittelscharfen Senf in einem kleinen Schälchen oder direkt portionsweise am Tellerrand servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die grauen Erbsen am Vorabend einweichen. Kartoffeln und Speckstippe möglichst erst am Tag des Servierens zubereiten.

Aufbewahren

Erbsen und Speckstippe getrennt oder gemeinsam nach dem Abkühlen in dicht verschließbare Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Kartoffeln separat lagern, wenn ihre Konsistenz möglichst gut erhalten bleiben soll.

Reste nach dem Servieren zeitnah abkühlen und gekühlt aufbewahren.

Einfrieren

Die Kartoffeln können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren; deshalb wird Einfrieren für dieses komplette Gericht nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Topf: Die Erbsen mit einem kleinen Schuss Wasser bei niedriger bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erwärmen. Die Speckstippe separat in der Pfanne oder gemeinsam kurz erhitzen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter ist ein Milchprodukt.
  • Senf: enthält · Mittelscharfer Senf wird separat zum Gericht serviert.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum müssen die grauen Erbsen so lange einweichen?

Die getrockneten Erbsen nehmen Wasser auf und garen dadurch gleichmäßiger. Für dieses Rezept sollten sie mindestens 12 Stunden, am besten über Nacht, einweichen.

Kann ich graue Erbsen ersetzen?

Als Alternative eignen sich getrocknete grüne Schälerbsen. Sie schmecken milder und werden meist schneller weich, daher sollte die Garzeit früher geprüft werden.

Wie weich sollen die Erbsen werden?

Sie sollen weich sein, aber nicht vollständig zerfallen. Die Erbsen dürfen ihre Form behalten und trotzdem angenehm mürbe sein.

Wird der Senf mitgekocht?

Nein. Der mittelscharfe Senf wird erst beim Anrichten separat zu den Erbsen und Kartoffeln serviert.

Aus unserer Küche

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