Rübensirup
Rübensirup gibt der säuerlichen Sauce eine malzig-karamellige Tiefe und mildert die Essigsäure ab.
Mecklenburgische Kartoffelbeilage
Bissfeste Kartoffelstücke in einer würzig-säuerlichen, leicht süßen Sauce mit ausgelassenem Speck und Zwiebeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Suer Tüften sind eine bodenständige Kartoffelbeilage mit kräftigem Speck, Essig und RübensirupDunkler, süßer Sirup aus eingekochten Zuckerrüben, der Brot, Gebäck und Saucen würzt.. Die Kartoffeln bleiben bissfest, während die Sauce sämig wird und süß-säuerliche Tiefe bekommt.
Herzhaft-speckiger Duft, weiche aber noch bissfeste Kartoffelstücke und eine sämige Sauce mit deutlicher Essigsäure, malziger Süße und pfeffrigem Nachhall.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 15 Minuten vorkochen. Sie sollen fast gar, aber noch bissfest sein. Abgießen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich anstechen, zerfallen aber noch nicht.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten.
Den Speck in einem großen Topf ohne zusätzliches Fett auslassen. Die Zwiebel darin glasig dünsten. Falls der Speck kaum Fett abgibt, das Öl verwenden.
Daran erkennst du es: Der Speck ist leicht gebräunt und die Zwiebel glasig.
Das Mehl über Speck und Zwiebeln streuen und unter Rühren hellgelb anrösten.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist gleichmäßig verteilt und hellgelb, aber nicht dunkel gebräunt.
Essig und Gemüsebrühe nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten. Die Sauce aufkochen lassen. Rübensirup, Salz und Pfeffer einrühren und abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und beginnt leicht anzudicken.
Wichtig: Beim Aufkochen kann die heiße Sauce spritzen.
Die vorgekochten Kartoffeln vorsichtig unter die Sauce mischen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich vorsichtig umrühren, bis die Sauce sämig eingedickt ist und die Kartoffeln vollständig gar sind.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, behalten aber ihre Form; die Sauce haftet an den Stücken.
Gut zu wissen
Rübensirup gibt der säuerlichen Sauce eine malzig-karamellige Tiefe und mildert die Essigsäure ab.
Der Speck wird zunächst ohne zusätzliches Fett ausgelassen. Öl ist nur nötig, wenn dabei nicht genug Fett für die Zwiebeln und die Mehlschwitze entsteht.
Das Mehl wird im Speckfett angeröstet und bindet anschließend Essig und Brühe zu einer sämigen Sauce.
Die Sauce wird süß und rund, aber etwas weniger malzig und herb.
Den braunen Zucker anstelle des Rübensirups in die aufgekochte Sauce geben und anschließend erneut abschmecken.
Die Sauce kann geringfügig anders binden.
Das glutenfreie Mehl in gleicher Menge verwenden und die Sauce ausreichend aufkochen lassen, bis sie sämig ist. Die Gemüsebrühe ebenfalls auf ihre Zutaten prüfen.
Kartoffeln nur fast gar vorkochen und anschließend vorsichtig unterheben.
Falls nur einzelne Stücke zerfallen, die Beilage nicht weiter rühren und kurz offen einkochen lassen.
Die Flüssigkeit nach und nach unter ständigem Rühren zugeben.
Die Sauce durch ein Sieb passieren oder mit dem Schneebesen kräftig glattrühren, bevor die Kartoffeln dazukommen.
Den Essig vollständig mit Brühe und Rübensirup verbinden und erst danach endgültig abschmecken.
Mit etwas zusätzlichem Rübensirup oder braunem Zucker und bei Bedarf etwas Brühe ausgleichen.
Die Beilage kann bis zu einem Tag vorher gekocht werden. Nach dem Garen zügig abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und beim Erwärmen bei Bedarf etwas Brühe oder Wasser ergänzen.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kartoffeln können nach dem Auftauen weich und die Sauce wässrig oder körnig werden.
Häufig gefragt
Festkochende Kartoffeln eignen sich am besten, weil sie beim Vorkochen und anschließenden Köcheln ihre Form behalten.
Ja. Brauner Zucker ist eine passende Alternative. Die Sauce wird dadurch süß, aber etwas weniger malzig und herb.
Die Kartoffelbeilage passt besonders zu geräuchertem Schinken und auch zu einem einfachen Braten.
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