Weckewerk mit Pellkartoffeln und sauren Gurken

Nordhessisches Pfannengericht

Herzhafte Fleisch-Brötchen-Masse mit Majoran, in Brühe gegart, durch den Fleischwolf gedreht und in der Pfanne kräftig gebräunt. Dazu gibt es Pellkartoffeln und Gewürzgurken.

Zum Rezept
Weckewerk mit Pellkartoffeln und sauren Gurken
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 85 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Garen in Brühe hält Fleisch und Schwarten saftig und liefert zugleich Flüssigkeit für die Masse.
  • Eingeweichte Brötchen verbinden die gewolfte Fleischmischung und machen sie weich und gut portionierbar.
  • Kräftiges Anbraten sorgt für gebräunte, aromatische Stellen und setzt einen Kontrast zur weichen Masse.
  • Pellkartoffeln und Gewürzgurken runden das herzhafte Gericht mit milden und säuerlichen Beilagen ab.

Für dieses Weckewerk werden Schweineschulter, Schweinebauch und Schwarten in Brühe gegart und anschließend mit eingeweichten Brötchen und Gewürzen vermengt. In der Pfanne entstehen beim regelmäßigen Wenden aromatische Röststellen. Pellkartoffeln und säuerliche Gewürzgurken ergänzen die kräftige Fleischmasse.

Saftig und kräftig gewürzt, mit weichen Brötchenstücken und leicht gelierender Bindung; aus der Pfanne kommen gebräunte Röststellen. Pellkartoffeln sind mild und mehlig, Gewürzgurken bringen eine säuerliche Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Schwarten garen

    Schweineschulter, Schweinebauch und Schweineschwarten in der Fleischbrühe bei mittlerer Hitze etwa 60 Minuten garen, bis die Schwarten weich sind. Fleisch und Schwarten mit einem Schaumlöffel oder einer Zange herausnehmen und etwa 250 ml Brühe beiseitestellen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schwarten sind weich; das Fleisch ist gar.

    • Die übrige Brühe wird für dieses Rezept nicht vollständig benötigt.
  2. Kartoffeln parallel garen

    Während das Fleisch gart, die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in einem zweiten Topf in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und bis zum Servieren warm halten.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind gar, wenn sich ein Messer leicht hineinstechen lässt.

    • Die Kartoffeln erst kurz vor dem Servieren pellen.
  3. Fleischmasse vorbereiten

    Fleisch und Schwarten etwas abkühlen lassen. Zusammen mit den grob zerteilten Zwiebeln durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen. Den Knoblauch dazupressen.

    • Falls keine Knoblauchpresse zur Hand ist, den Knoblauch fein hacken.
  4. Brötchen einweichen und würzen

    Die Brötchen würfeln, mit etwa 200 ml warmer, beiseitegestellter Brühe übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Die Brötchen ausdrücken und zur Fleischmasse geben. Majoran, Pfeffer, Muskat und Salz gründlich untermengen. Ist die Masse zu fest, esslöffelweise weitere Brühe einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brötchen sind durchfeuchtet; die Masse lässt sich gut vermengen.

    • Zunächst nur einen Teil der zurückgestellten Brühe verwenden und bei Bedarf nachgießen.
  5. Weckewerk kräftig anbraten

    Schmalz oder neutrales Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Weckewerk-Masse hineingeben, mit dem Pfannenwender zerteilen und unter regelmäßigem Wenden 20 bis 25 Minuten kräftig anbraten.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist durchgehend heiß und hat an einigen Stellen leicht gebräunte Röststellen.

    • Regelmäßig wenden, damit die Masse bräunt, ohne am Pfannenboden festzubrennen.
  6. Anrichten

    Die Gewürzgurken in Scheiben schneiden. Die Pellkartoffeln pellen und zusammen mit dem heißen Weckewerk und den Gurkenscheiben servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Brühe nach und nach zugeben: Etwa 250 ml Brühe beiseitestellen. Für die Brötchen zunächst rund 200 ml verwenden und den Rest nur esslöffelweise einarbeiten, falls die Masse noch zu fest ist.
  • Zeit sparen: Die Kartoffeln garen parallel zum Fleisch. Nach dem Abgießen können sie warm gehalten werden, bis das Weckewerk aus der Pfanne kommt.

Zutatenwissen

Schweineschwarten

Schweineschwarten geben der Masse Bindung und eine leicht gelierende Saftigkeit. Frische Schwarten sind häufig beim Metzger oder an der Fleischtheke auf Vorbestellung erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Schweinekamm

Eine passende Alternative zur Schweineschulter für die Fleischmasse.

Die Schweineschulter durch die gleiche Menge Schweinekamm ersetzen und wie beschrieben in der Brühe garen.

Neutrales Öl

Eine Alternative zum Schmalz zum Anbraten in der Pfanne.

Das Öl wie das Schmalz in der Pfanne erhitzen und die Weckewerk-Masse darin anbraten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse wird zu weich oder breiig.

Die Brühe nach und nach einarbeiten und zunächst nur die angegebene Menge zum Einweichen verwenden.

Weitere Brühe weglassen und die Masse in der Pfanne unter häufigem Wenden weiter anbraten.

Das Weckewerk bleibt blass und bekommt kaum Röststellen.

Das Fett vor dem Zugeben der Masse erhitzen und das Weckewerk während des Anbratens regelmäßig wenden.

Die Masse noch etwas länger anbraten und dabei regelmäßig wenden, bis einzelne Stellen gebräunt sind.

Servieren und kombinieren

  • Mit Pellkartoffeln und Gewürzgurken: Das heiße Weckewerk mit warmen Pellkartoffeln und säuerlichen Gewürzgurkenscheiben servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die Brötchen können glutenhaltiges Getreide enthalten; die genaue Zusammensetzung hängt vom verwendeten Produkt ab.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Schweinekamm statt Schweineschulter verwenden?

Ja. Im Rezept ist Schweinekamm als Alternative zur Schweineschulter vorgesehen; die Menge bleibt bei 500 g.

Wie viel Brühe kommt in die Weckewerk-Masse?

Die Brötchen zunächst mit etwa 200 ml warmer Brühe übergießen. Weitere Brühe aus der zurückgestellten Menge nur esslöffelweise einarbeiten, falls die Masse zu fest ist.

Warum kommen Schweineschwarten ins Weckewerk?

Sie geben der Masse Bindung und eine leicht gelierende Saftigkeit. Frische Schwarten gibt es häufig beim Metzger oder auf Vorbestellung an der Fleischtheke.

Aus unserer Küche

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