Eier einzeln einarbeiten
Die Eier portionsweise einarbeiten. Die Konsistenz des Teigs nach jedem Ei prüfen; er soll glatt glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.
Sächsisches Brandteiggebäck
Kleine goldbraune Windbeutel aus Brandteig, gefüllt mit luftiger Vanillecreme und mit Puderzucker bestäubt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Windbeutel mit Vanillecreme gehören zu den klassischen Gebäcken aus Brandmasse. Diese Variante setzt auf kleine, goldbraune Tuffs, eine luftige Vanillecreme und eine schlichte Präsentation für die Kaffeetafel.
Außen sind die Windbeutel goldbraun und leicht knusprig, innen hohl und zart. Die Vanillecreme schmeckt mild vanillig, cremig und luftig; Puderzucker ergänzt eine feine Süße.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Backofen vorsichtig vorgehen.
Wasser, Butter, Salz und Zucker in einem Topf aufkochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Flüssigkeit kocht gleichmäßig.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit kann spritzen; vorsichtig umrühren.
Das Mehl auf einmal hineingeben und kräftig rühren, bis ein glatter Teigkloß entsteht und sich am Topfboden ein heller Belag bildet. Den Teig unter ständigem Rühren noch etwa 1 Minute auf dem Herd abbrennen. Anschließend in eine Rührschüssel geben und 5 bis 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig löst sich als glatter Kloß vom Topfboden; ein heller Belag bleibt zurück.
Die Eier einzeln unterarbeiten. Das nächste Ei erst dazugeben, wenn das vorherige vollständig aufgenommen wurde. Der Teig soll glatt glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.
Daran erkennst du es: Der Teig glänzt glatt und fällt schwer reißend vom Löffel.
Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und 12 gleichmäßige Tuffs mit ausreichend Abstand auf das vorbereitete Blech spritzen.
Daran erkennst du es: Die Tuffs sind gleichmäßig groß und haben Abstand zueinander.
Die Windbeutel 25 bis 30 Minuten backen. Die Backofentür währenddessen nicht öffnen. Nach dem Backen jeden Windbeutel seitlich kurz einstechen und die Gebäckstücke bei leicht geöffneter Tür noch 5 Minuten trocknen lassen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Windbeutel sind goldbraun, aufgegangen und wirken stabil.
Wichtig: Die Windbeutel und das Blech sind sehr heiß; beim Einstechen und Herausnehmen vorsichtig arbeiten.
Das Puddingpulver mit Zucker, Vanillezucker und etwa 6 Esslöffeln Milch glatt rühren. Die übrige Milch aufkochen, die Mischung einrühren und unter Rühren etwa 1 Minute köcheln lassen. Den Pudding direkt mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Pudding ist glatt gebunden und blubbert kurz gleichmäßig auf.
Wichtig: Die aufgekochte Milch-Pudding-Mischung ist sehr heiß.
Die kalte Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Den vollständig abgekühlten Pudding glatt rühren und die Sahne vorsichtig unterheben.
Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt, luftig und hält weiche Spitzen.
Die Windbeutel waagerecht aufschneiden, die Vanillecreme auf die unteren Hälften spritzen und die Deckel aufsetzen. Mit Puderzucker bestäuben und möglichst frisch servieren.
Daran erkennst du es: Die Creme ist gleichmäßig verteilt und die Deckel sitzen gerade auf den Unterteilen.
Gut zu wissen
Die Eier portionsweise einarbeiten. Die Konsistenz des Teigs nach jedem Ei prüfen; er soll glatt glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.
Das Weizenmehl Type 405 wird auf einmal in die kochende Flüssigkeit gegeben und anschließend kräftig eingerührt.
Kalte Schlagsahne lässt sich mit Sahnesteif leichter steif schlagen und ergibt eine stabilere Creme.
Der Brandteig gelingt in der Regel ähnlich, kann aber etwas weniger buttrig schmecken.
Die Butter im gleichen Mengenverhältnis durch feste Backmargarine ersetzen und wie im Rezept mit Wasser, Salz und Zucker aufkochen.
Die Creme schmeckt je nach Drink leicht unterschiedlich und kann etwas weniger vollmundig werden.
Einen ungesüßten pflanzlichen Drink verwenden und das Puddingpulver wie beschrieben einrühren. Die übrigen Milchprodukte des Rezepts bleiben dadurch unverändert.
Die Backofentür während der Backzeit geschlossen halten, die Windbeutel seitlich einstechen und bei leicht geöffneter Tür nachtrocknen lassen.
Zusammengefallene Hüllen lassen sich noch aufschneiden und mit Creme füllen, werden aber weniger luftig.
Jedes Ei einzeln einarbeiten und erst nach vollständiger Aufnahme das nächste Ei zugeben.
Den Teig nicht mit zusätzlichem Mehl korrigieren, sondern möglichst rasch in kleineren Tuffs aufspritzen; die Form kann dennoch flacher werden.
Den Pudding vollständig abkühlen lassen und die kalte Sahne mit Sahnesteif steif schlagen.
Die Creme vor dem Füllen nochmals gut kühlen.
Die klassische Vanillecreme erhält eine frische Zitrusnote.
Die fertigen Windbeutel werden mit einer dünnen Kakaopuderzucker-Mischung bestäubt.
Brandteighüllen und Vanillepudding können vorab zubereitet werden. Die Sahne unterheben und die Windbeutel möglichst erst einige Stunden vor dem Servieren füllen.
Gefüllte Windbeutel abgedeckt im Kühlschrank lagern und möglichst innerhalb eines Tages servieren. Ungefüllte Hüllen trocken und luftdicht aufbewahren.
Die Vanillecreme enthält Milchprodukte und sollte nach dem Füllen gekühlt bleiben.
Das Einfrieren gefüllter Windbeutel wird wegen möglicher Qualitätsverluste bei Creme und Gebäck nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Beim Abbrennen verdampft ein Teil der Flüssigkeit. Dadurch entsteht ein stabiler Teig, der im Ofen aufgehen und eine hohle Gebäckhülle bilden kann.
Erst wenn die Windbeutel vollständig ausgekühlt sind. Warme Hüllen würden die Vanillecreme weich werden lassen.
Sie sind goldbraun, aufgegangen und wirken stabil. Nach dem Backen werden sie seitlich eingestochen und bei leicht geöffneter Tür weiter getrocknet.
Ja. Die Hüllen und der Pudding können vorab zubereitet werden. Für die beste Konsistenz sollten die Windbeutel erst einige Stunden vor dem Servieren gefüllt werden.
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