Mehligkochende Kartoffeln verwenden
Mehligkochende Kartoffeln geben dem Teig genügend Stärke und sorgen für formbare, zarte Schupfnudeln.
Herzhaftes Ofengericht
Selbst gemachte, goldbraun gebratene Schupfnudeln werden mit zartem Rosenkohl, Zwiebeln und würzigem Käse in der Auflaufform überbacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Brandenburgs bodenständige Küche steht für Kartoffeln, Kohl und unkomplizierte Ofengerichte. Schupfnudeln sind zwar eher in Süddeutschland und Österreich beheimatet, passen als Kartoffelkomponente aber gut in diese alltagstaugliche Rezeptidee. Zusammen mit Rosenkohl, Zwiebel und geschmolzenem Käse entsteht ein sättigender Auflauf mit knuspriger Oberfläche und weichem Kern.
Goldbraune Schupfnudeln treffen auf weichen, leicht bissfesten Rosenkohl. Der geschmolzene Käse bildet eine würzige, leicht gebräunte Oberfläche, während Zwiebel, Muskat und geröstete Pinienkerne für Tiefe und knusprige Akzente sorgen.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel durchstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Wasserdampf achten.
Die warmen Kartoffeln mit Weizenmehl, Speisestärke, Ei, Salz und Muskat zügig zu einem weichen, formbaren Teig verkneten. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen. Klebt er noch stark, etwas Mehl einarbeiten, aber nicht mehr als nötig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, formbar und lässt sich mit leicht bemehlten Händen bearbeiten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu fingerdicken Rollen formen und in etwa 5 bis 6 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück mit den Händen zu einer länglichen Nudel rollen und die Enden leicht spitz auslaufen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln sind gleichmäßig dick und an den Enden leicht zugespitzt.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Schupfnudeln portionsweise hineingeben und bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten gar ziehen lassen. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln schwimmen an der Oberfläche.
Wichtig: Die Schupfnudeln vorsichtig aus dem heißen Wasser heben.
Den Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden und die Röschen halbieren. In frischem Salzwasser etwa 10 bis 12 Minuten garen, sodass sie weich, aber noch leicht bissfest sind. Abgießen und abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Röschen sind weich, behalten aber noch leichten Biss.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf achten.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Rapsöl in der großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig braten. Rosenkohl und Gemüsebrühe dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und 2 bis 3 Minuten schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und die Brühe hat sich mit den Gemüsearomen verbunden.
Die PinienkerneGeschälte Samen von Kiefern mit mildem, leicht harzigem Nussaroma. in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und beiseitestellen. Währenddessen kann der Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden.
Daran erkennst du es: Die Pinienkerne sind goldbraun und duften nussig.
Wichtig: Die Pfanne nach dem Rösten von der heißen Platte nehmen.
Das Butterschmalz oder die Butter in der großen Pfanne erhitzen und die Schupfnudeln portionsweise rundum goldbraun braten.
Daran erkennst du es: Die Schupfnudeln haben rundum eine goldbraune Oberfläche.
Wichtig: Beim Einlegen der Schupfnudeln auf heißes Fett achten.
Schupfnudeln und Rosenkohl vorsichtig vermengen und in eine mit etwas Butterschmalz oder Butter gefettete Auflaufform geben. Den geriebenen Käse darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze etwa 8 bis 10 Minuten überbacken. Die Pinienkerne währenddessen beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Der Käse ist geschmolzen und leicht gebräunt.
Wichtig: Die Auflaufform mit Ofenhandschuhen aus dem heißen Backofen nehmen.
Den Auflauf kurz ruhen lassen, mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen und heiß servieren. Den Salat oder eine andere Beilage, falls vorgesehen, während der Backzeit vorbereiten.
Daran erkennst du es: Der Auflauf ist heiß und lässt sich in Portionen teilen, ohne auseinanderzulaufen.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln geben dem Teig genügend Stärke und sorgen für formbare, zarte Schupfnudeln.
Der Rosenkohl sollte weich, aber noch leicht bissfest bleiben, da er im Auflauf weiter erhitzt wird.
Ein würziger Schnitt- oder Hartkäse sorgt für eine kräftige Kruste und verbindet die Kartoffel- und Gemüsekomponenten.
Pinienkerne bräunen sehr schnell. Eine niedrige bis mittlere Hitze und häufiges Schwenken helfen gegen Verbrennen.
Der Geschmack wird etwas milder und buttriger; die Schupfnudeln bräunen weiterhin gut.
Butter statt Butterschmalz zum Braten und zum Fetten der Auflaufform verwenden. Die Pfanne nicht zu stark erhitzen.
Die Garnitur bleibt nussig und knusprig, schmeckt aber etwas kräftiger und erdiger.
Sonnenblumenkerne wie die Pinienkerne ohne Fett goldbraun rösten.
Die Schupfnudeln können etwas weicher und empfindlicher werden; die Bindung hängt von der verwendeten Mischung ab.
Eine glutenfreie Mehlmischung für Kartoffelteig verwenden und die Konsistenz vor dem Formen prüfen. Die Speisestärke unverändert einsetzen.
Kartoffeln gut ausdampfen lassen, den Teig nur kurz verkneten und Zusatzmehl sparsam verwenden.
Ein kleines Probestück garen. Ist es zu fest, lässt sich der fertige Teig nur noch begrenzt korrigieren; beim nächsten Durchgang weniger Mehl einarbeiten.
Den Teig gut ausdampfen lassen, die Schupfnudeln vorsichtig formen und nur bei schwacher Hitze gar ziehen lassen.
Zerfallene Stücke abseihen und später wie eine Kartoffelmasse mit dem Rosenkohl überbacken.
Die Garzeit auf die Größe der Röschen abstimmen und den Rosenkohl vor dem Schmoren abtropfen lassen.
Die Brühe in der Pfanne etwas stärker einkochen lassen und den Auflauf ohne zusätzliche Flüssigkeit überbacken.
Die Kerne ständig beobachten und sofort aus der heißen Pfanne nehmen, sobald sie goldbraun sind.
Zu stark geröstete Pinienkerne nicht verwenden und die Garnitur weglassen oder durch frisch geröstete Kerne ersetzen.
Der Auflauf erhält eine kräftigere, dickere Käseschicht.
Der Rosenkohl wird vollständig weich gegart und fügt sich besonders cremig in den Auflauf ein.
Der Auflauf wird ohne nussige Garnitur serviert.
Schupfnudeln und Rosenkohl bis zu 8 Stunden vorher vorbereiten und getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Überbacken auf Raumtemperatur temperieren, vermengen, mit Käse bestreuen und anschließend backen.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kartoffelteigstruktur und der Rosenkohl können nach dem Einfrieren und Auftauen an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Die Kartoffeln zunächst gut ausdampfen lassen und den Teig nur kurz bearbeiten. Bei Bedarf wenig Mehl einarbeiten, aber nicht mehr als nötig, damit die Schupfnudeln zart bleiben.
Er sollte beim ersten Garen weich, aber noch leicht bissfest sein, da er beim Schmoren und Überbacken weitergart.
Ja. Die gegarten Schupfnudeln und den vorbereiteten Rosenkohl getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und später zum Überbacken vermengen.
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