Wirsing vorbereiten
Äußere Blätter und den harte Strunk entfernen. Die Blätter in möglichst gleich große Stücke schneiden, damit sie gleichmäßig vorgaren.
Saarländisches Gemüse-Hauptgericht
Herzhaftes, geschichtetes Ofengericht aus Wirsing, Kartoffeln und gemischtem Hackfleisch mit würziger Tomaten-Hackfleisch-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kappes Durcheinander verbindet Wirsing, Kartoffeln und Hackfleisch zu einem sättigenden Gemüsehauptgericht. Diese Fassung wird nicht als Eintopf, sondern als geschichtetes Ofengericht zubereitet: Das Gemüse wird vorgegart, mit der Tomaten-Hackfleisch-Sauce geschichtet und anschließend im Ofen fertig gegart.
Weicher, leicht süßlicher Wirsing und zarte Kartoffelstücke treffen auf eine würzige, tomatige Hackfleischsauce. Die Oberfläche ist saftig und aromatisch, während sich beim Backen die einzelnen Schichten verbinden.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Währenddessen den Wirsing putzen, den Strunk entfernen und die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen und etwa 2 cm groß würfeln. Die Zwiebeln fein würfeln.
Die Tomaten kurz mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, entkernen und klein schneiden.
Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten.
Wirsing und Kartoffeln mit der Rinderbrühe und dem Wasser in den großen Topf geben. Mit 1 TL Salz und der Muskatnuss würzen, aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten garen. Anschließend das Gemüse abgießen und etwa 150 ml der Kochflüssigkeit auffangen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind knapp weich und lassen sich mit einem Messer anstechen, zerfallen aber noch nicht.
Das Öl in der tiefen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln darin glasig braten. Das Hackfleisch dazugeben und unter Rühren krümelig und vollständig durchgaren. Tomatenmark und Oregano einrühren und zwei Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist krümelig und ohne rohen Kern; das Tomatenmark ist sichtbar angeröstet.
Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren, bevor die Sauce weiterverarbeitet wird.
Die vorbereiteten Tomaten und etwa 150 ml der aufgefangenen Kochflüssigkeit zur Hackfleischmischung geben. Alles etwa acht Minuten einkochen lassen. Mit dem restlichen Salz und dem Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingedickt, bleibt aber noch saftig und lässt sich verstreichen.
Die große Auflaufform dünn mit etwas Öl einfetten. Die Hälfte von Wirsing und Kartoffeln darin verteilen, darauf die Hälfte der Hackfleisch-Tomatensauce geben. Die übrigen Gemüse und die restliche Sauce darüber schichten.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt und die obere Schicht ist mit Sauce bedeckt.
Das Kappes Durcheinander auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind vollständig weich und die Schichten sind heiß durchgegart.
Die Form aus dem Ofen nehmen und das Kappes Durcheinander vor dem Servieren zehn Minuten ruhen lassen, damit sich die Schichten setzen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist stabiler und die Portionen lassen sich leichter aus der Form heben.
Wichtig: Die Auflaufform ist unmittelbar nach dem Backen sehr heiß; Topflappen verwenden.
Gut zu wissen
Äußere Blätter und den harte Strunk entfernen. Die Blätter in möglichst gleich große Stücke schneiden, damit sie gleichmäßig vorgaren.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Vorgaren und Backen mehr Struktur als mehligkochende Sorten.
Die insgesamt 2 TL Salz sind auf das Vorgaren des Gemüses und das Abschmecken der Sauce verteilt. Die beiden Mengen deshalb nicht zusammen in einen einzigen Arbeitsschritt geben.
Die Sauce wird etwas milder und ohne Rindfleischaroma.
Die Rinderbrühe im gleichen Volumen durch Gemüsebrühe ersetzen.
Das Gericht wird milder und etwas zarter.
Spitzkohl putzen, den Strunk entfernen und wie den Wirsing in Stücke schneiden. Die Garprobe für die Kartoffeln bleibt maßgeblich.
Die Sauce schmeckt weniger fleischig und kann je nach Produkt trockener oder würziger ausfallen.
Das pflanzliche Hack wie angegeben anbraten und die Zutatenliste des Ersatzprodukts auf Allergene und Salzgehalt prüfen.
Nach etwa 20 Minuten mit einem Messer prüfen und abgießen, sobald die Kartoffeln gerade anstechbar sind.
Die Schichten vorsichtig verteilen und die Backzeit gegebenenfalls etwas verkürzen, sobald die Mitte heiß ist.
Nur etwa 150 ml Kochflüssigkeit verwenden und die Sauce acht Minuten einkochen lassen.
Die Sauce vor dem Schichten noch einige Minuten offen weiter einkochen.
Das Hackfleisch unter Rühren vollständig durchgaren, bevor Tomaten und Kochflüssigkeit dazukommen.
Den Auflauf weiterbacken, bis die Mitte vollständig heiß und das Hackfleisch durchgegart ist.
Das gemischte Hackfleisch durch vegetarisches Hack oder eine andere herzhafte pflanzliche Hackalternative ersetzen und Gemüsebrühe verwenden.
Die Sauce mit weniger Pfeffer und einer milderen Tomatensorte zubereiten.
Das Gemüse vorgaren und die Sauce zubereiten. Beides abkühlen lassen, in der Form schichten, abdecken und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Backen kurz temperieren lassen und die Mitte vollständig heiß backen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Verzehr gründlich erhitzen.
Nicht mehrfach vollständig aufwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen und erhitzen.
Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Ofen oder portionsweise in der Mikrowelle vollständig erhitzen.
Kartoffeln und Wirsing können nach dem Einfrieren etwas weicher werden.
Häufig gefragt
Das Vorgaren verkürzt die Zeit im Ofen und sorgt dafür, dass die Kartoffeln vollständig weich werden, ohne dass die Hackfleischsauce zu lange backen muss.
Etwa 150 ml der aufgefangenen Kochflüssigkeit werden zur Tomaten-Hackfleisch-Mischung gegeben. Die Sauce soll saftig, aber nicht dünnflüssig sein.
Die zehnminütige Ruhezeit lässt die Schichten etwas setzen und macht das Portionieren leichter.
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