Rauchspeck auslassen
Der durchwachsene Rauchspeck liefert Fett und Raucharoma für die Soße. Bei sehr magerem Speck kann die Soße weniger kräftig ausfallen.
Süß-saure Eierspeise aus Sachsen
Pochierte Eier in einer kräftigen süß-sauren Specksoße mit grob gestampften Quetschkartoffeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Herzhafte Eier garen direkt in einer dunklen, süß-sauren Soße aus Rauchspeck, Zwiebeln, Essig und Zucker. Dazu kommen grob gestampfte Kartoffeln, die die würzige Soße aufnehmen und das Gericht zu einer sättigenden Hausmannskost machen.
Die Soße ist dunkel, sämig und glänzend, mit rauchigem Speckaroma, weichen Zwiebeln und einem klaren süß-sauren Geschmack. Die Eier bleiben bei passender Garzeit innen weich, während die Quetschkartoffeln grob, warm und buttrig-milchig auf dem Teller liegen.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln schälen, vierteln und in einem Topf mit ausreichend Wasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Während die Kartoffeln garen, die süß-saure Soße zubereiten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel oder einem Messer durchstechen.
Den Rauchspeck klein würfeln und die Zwiebeln fein schneiden. Den Speck in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten auslassen. Die Zwiebeln dazugeben und 4 bis 5 Minuten goldgelb braten.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen und die Zwiebeln sind weich sowie goldgelb.
Das Mehl über Speck und Zwiebeln streuen und unter Rühren etwa 1 Minute anschwitzen. Das Wasser nach und nach einrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Soße 8 bis 10 Minuten leise köcheln lassen, bis sie leicht bindet.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht sämig und haftet dünn am Schneebesen.
Zucker, ApfelessigFruchtessig aus vergorenem Apfelwein beziehungsweise Apfelmost mit charakteristischer Säure und fruchtigem Aroma., ½ TL Salz und Pfeffer einrühren. Die Soße abschmecken; sie soll deutlich süß-sauer, aber nicht scharf sauer schmecken.
Daran erkennst du es: Süße und Säure sind ausgewogen, die Soße schmeckt kräftig, aber nicht beißend.
Jedes Ei einzeln in eine Tasse aufschlagen und vorsichtig in die leicht köchelnde Soße gleiten lassen. Den Topf abdecken und die Eier 7 bis 8 Minuten garen, bis das Eiweiß fest und das Eigelb noch weich ist.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest, das Eigelb bleibt im Kern noch weich.
Wichtig: Für Schwangere, kleine Kinder und immungeschwächte Personen die Eier bis zu einem vollständig festen Eigelb garen.
Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch und Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Mit Muskatnuss und dem restlichen Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind grob zerdrückt, warm und noch leicht stückig.
Die Quetschkartoffeln auf vier Teller verteilen, jeweils zwei Eier daraufsetzen und reichlich süß-saure Specksoße darübergeben. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Gericht wird heiß und mit intakten, weichen Eiern serviert.
Gut zu wissen
Der durchwachsene Rauchspeck liefert Fett und Raucharoma für die Soße. Bei sehr magerem Speck kann die Soße weniger kräftig ausfallen.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Stampfen leicht und nehmen Milch, Butter und Soße gut auf.
Ein milder Apfelessig sorgt für eine deutliche, aber runde Säure. Bei kräftigerem Essig zunächst etwas weniger einrühren und abschmecken.
Die Soße wird vegetarisch, weniger fettig und etwas weniger speckig; das Raucharoma bleibt erhalten.
Den geräucherten Tofu klein würfeln und in wenig neutralem Öl anbraten, bevor die Zwiebeln dazukommen. Die Soße anschließend wie beschrieben zubereiten.
Die Soße wird glutenfrei und meist etwas glänzender.
Die Stärke nicht mit dem Speck anschwitzen, sondern mit kaltem Wasser glatt rühren und nach dem Aufgießen in die Soße geben. Anschließend kurz aufkochen lassen.
Die Kartoffeln schmecken etwas getreidiger und weniger milchig.
Den ungesüßten Haferdrink wie Milch erwärmen und unter die Kartoffeln stampfen.
Die Kartoffeln bleiben cremig, das Butteraroma wird milder.
Eine ausdrücklich pflanzliche Margarine verwenden und zusammen mit dem Haferdrink erwärmen.
Das Wasser portionsweise einrühren und den Topfboden mit dem Schneebesen vollständig erfassen.
Die Soße durch ein Sieb streichen oder kräftig glatt rühren, bevor die Eier hineinkommen.
Die Soße nur leicht köcheln lassen, den Topf abdecken und die Garzeit kontrollieren.
Die Eier nicht weitergaren und mit reichlich Soße servieren; ein weiches Eigelb lässt sich nicht zurückgewinnen.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Zwiebeln nur goldgelb braten.
Die angebrannten Bestandteile nicht vom Topfboden kratzen; falls nötig die Soße neu ansetzen.
Nur grob mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.
Etwas warme Milch unterheben und die Masse nur noch vorsichtig lockern.
Die Eier werden vollständig durchgegart und eignen sich dadurch besser für Personen, die kein weiches Eigelb möchten.
Eine deutlichere Säure macht die Soße markanter und weniger süß.
Geräucherter Tofu ersetzt den Rauchspeck, sodass die Eierpfanne vegetarisch zubereitet werden kann.
Die Soße kann bis zu 12 Stunden vorher zubereitet und gekühlt aufbewahrt werden. Kartoffeln am besten erst kurz vor dem Servieren kochen und stampfen; die Eier frisch in der erwärmten Soße pochieren.
Reste innerhalb von etwa zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Eier und Soße getrennt von den Kartoffeln aufzubewahren hilft, die Textur zu erhalten.
Reste vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen und nicht mehrfach erwärmen.
Die Kartoffeln können nach dem Einfrieren wässrig oder klebrig werden; die Eier verändern ihre Textur deutlich.
Häufig gefragt
Die Eier in die nur leicht köchelnde Soße geben, den Topf abdecken und etwa 7 bis 8 Minuten garen. Bei stärkerem Sieden oder längerer Garzeit wird das Eigelb fester.
Etwas Wasser einrühren und die Soße kurz erwärmen, bis sie wieder fließfähig ist.
Schrittweise etwas Zucker einrühren und anschließend erneut abschmecken. Bei Bedarf mit wenig Wasser verdünnen.
Quetschkartoffeln sollen grob und rustikal bleiben. Ein Kartoffelstampfer erhält diese Struktur besser als ein Stabmixer.
Ja. Geräucherter Tofu eignet sich als vegetarische Alternative, liefert aber weniger Fett und ein anderes Mundgefühl.
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