Flönz finden
Flönz ist am ehesten bei rheinischen Metzgereien, auf Wochenmärkten mit regionalem Wurstangebot oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Schnittfeste Blutwurst ist eine passende Alternative.
Kölsche Wurstküche
Herzhafter kölscher Teller aus grobem Kartoffelstampf, geschmorten säuerlichen Äpfeln, gebräunten Zwiebeln und gebratener Flönz.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Himmel und Ääd verbindet Kartoffeln und Äpfel zu einer herzhaften, leicht fruchtigen Kombination. In dieser kölschen Variante kommt gebratene Flönz dazu; langsam gebräunte Zwiebeln sorgen für Süße und kräftige Würze. Die Bestandteile werden rustikal und getrennt angerichtet.
Rustikaler, grober Kartoffelstampf trifft auf weich geschmorte, noch leicht strukturierte Äpfel, süßlich gebräunte Zwiebeln und außen gebräunte, vollständig heiße Blutwurst. Das Gericht schmeckt herzhaft, mild fruchtig und würzig.
Schritt für Schritt
Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und im Kartoffeltopf in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten weich kochen. Die Kartoffeln sollen sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden. Mit Wasser, Zucker und Zitronensaft in den Apfeltopf geben und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten schmoren, bis sie weich sind, aber noch etwas Struktur behalten. Währenddessen die Kartoffeln weiterkochen lassen. Die Äpfel anschließend mit einer Gabel leicht zerdrücken.
Daran erkennst du es: Die Apfelstücke sind weich, zerfallen aber noch nicht vollständig.
Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. 30 g Butter in der großen Pfanne zerlassen. Zwiebeln mit einem Teil des abgemessenen Salzes bei kleiner bis mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten langsam bräunen und regelmäßig wenden.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und goldbraun bis kräftig gebräunt, aber nicht verbrannt.
Kartoffeln abgießen und im Topf etwa 5 Minuten ausdampfen lassen. Milch erwärmen und mit der übrigen Butter zu den Kartoffeln geben. Alles grob stampfen und mit dem restlichen Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Der Stampf darf bewusst etwas stückig bleiben.
Daran erkennst du es: Der Stampf ist verbunden, aber noch leicht stückig und nicht klebrig.
Flönz in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und vorsichtig im Mehl wenden. Öl in der zweiten Pfanne erhitzen und die Wurstscheiben bei mittlerer Hitze etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite braten, bis sie außen gebräunt und vollständig heiß sind. Nicht zu heiß braten, damit die Blutwurst möglichst formstabil bleibt.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen gebräunt und bis zur Mitte vollständig heiß.
Wichtig: Die Blutwurst vollständig heiß durchwärmen und anschließend ohne längere Standzeit servieren.
Kartoffelstampf, geschmorte Äpfel und gebratene Flönz auf vier Tellern anrichten. Die geschmorten Zwiebeln darübergeben und das Gericht sofort servieren.
Daran erkennst du es: Alle Bestandteile sind heiß und unmittelbar servierbereit.
Gut zu wissen
Flönz ist am ehesten bei rheinischen Metzgereien, auf Wochenmärkten mit regionalem Wurstangebot oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Schnittfeste Blutwurst ist eine passende Alternative.
Säuerliche Äpfel behalten beim Schmoren ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fruchtigkeit und Süße. Boskoop ist im Rezept als Beispiel genannt.
30 g Butter werden für die Zwiebeln verwendet. Die übrige Butter kommt mit der warmen Milch in den Kartoffelstampf.
Die Scheiben bleiben beim Braten je nach Sorte formstabiler und können etwas kräftiger schmecken.
Flönz im gleichen Gewicht durch schnittfeste Blutwurst ersetzen und ebenfalls in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Der Stampf wird pflanzlich, kann je nach Produkt etwas anders schmecken und binden.
Milch und Butter im Kartoffelstampf ersetzen. Für eine vegane Gesamtvariante muss zusätzlich die Blutwurst durch ein geeignetes pflanzliches Produkt ersetzt werden.
Die Oberfläche wird ebenfalls trocken und leicht gebräunt, mit etwas anderer Bindung.
Die Wurstscheiben statt in Mehl in Kartoffelstärke wenden. Die Zutatenkennzeichnung des Ersatzprodukts prüfen.
Kartoffeln nur grob stampfen und keinen Stabmixer verwenden.
Mit etwas warmer Milch vorsichtig lockern und anschließend nicht weiter kräftig bearbeiten.
Bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam bräunen und regelmäßig wenden.
Verbrannte Zwiebeln nicht unterheben; eine neue kleine Portion bei niedrigerer Hitze ansetzen.
Scheiben vorsichtig wenden und erst drehen, wenn die Unterseite gebräunt und stabil ist.
Zerfallene Stücke als rustikales Topping auf dem Stampf servieren und die Hitze reduzieren.
Säuerliche Äpfel wählen und die Struktur nach 10 bis 12 Minuten prüfen.
Mit wenigen Tropfen zusätzlichem Zitronensaft ausbalancieren, sofern noch vorhanden.
Kartoffelstampf, Äpfel, Zwiebeln und Flönz werden klar voneinander getrennt auf dem Teller arrangiert.
Kartoffelstampf und geschmorte Äpfel werden vorsichtig miteinander verbunden, während Flönz und Zwiebeln separat daraufkommen.
Milch und Butter werden ersetzt; für eine vollständig pflanzliche Version wird auch eine geeignete pflanzliche Alternative zur Blutwurst benötigt.
Kartoffeln können vorgekocht und die Zwiebeln sowie Äpfel vorbereitet werden. Kartoffelstampf, Äpfel und Zwiebeln abgedeckt kalt stellen und vor dem Servieren schonend erwärmen. Die Flönz möglichst erst kurz vor dem Servieren braten.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, getrennt abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Kartoffelstampf, Äpfel und Zwiebeln getrennt von der gebratenen Flönz lagern.
Nur einmal vollständig durchwärmen und vor dem Verzehr prüfen, dass alle Bestandteile heiß sind.
Kartoffelstampf und Äpfel können nach dem Einfrieren an Struktur verlieren; für dieses Gericht wird Einfrieren nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Flönz ist eine im kölschen beziehungsweise rheinischen Kontext verwendete Bezeichnung für Blutwurst. Für das Rezept eignet sich eine schnittfeste Blutwurst als Alternative.
Am besten eignen sich säuerliche Äpfel, zum Beispiel Boskoop. Sie behalten beim Schmoren etwas Struktur und gleichen die herzhaften Komponenten aus.
Nein. Der Stampf darf bewusst grob und leicht stückig bleiben. Zu kräftiges Pürieren kann ihn klebrig machen.
Nein. Das Rezept sieht eine getrennte, rustikale Anrichtung vor. Wer möchte, kann die Äpfel vorsichtig unter den Kartoffelstampf heben.
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