Rübstiel vorbereiten
Rübstiel wird auch Stielmus genannt. Harte Enden und welke Blätter entfernen; zarte Stiele und Blätter können gemeinsam verarbeitet werden.
Herzhafte Spätzlepfanne
Cremige Käsespätzle mit fein pfeffrigem Rübstiel, knusprigem Räucherspeck, Gouda und goldbraunen Röstzwiebeln.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rübstiel, auch Stielmus genannt, bringt eine fein pfeffrige und leicht kohlige Note in dieses herzhafte Hauptgericht. Zusammen mit frisch zubereiteten Spätzle, cremiger Gouda-Sauce, Speck und Röstzwiebeln entsteht eine eigenständige rheinische Variante klassischer Käsespätzle.
Cremig und würzig mit zarten Spätzle, leicht knackigem Rübstiel, rauchigem Speck, schmelzendem Gouda und knusprigen Röstzwiebeln.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, Eier, Mineralwasser, Salz und Muskat zu einem zähen, glänzenden Teig verrühren. Den Teig kräftig schlagen, bis er Blasen wirft, und anschließend 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh, glänzend und wirft beim Schlagen Blasen.
Rübstiel gründlich waschen, welke Blätter und harte Enden entfernen und Stiele samt Blättern in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. In reichlich gesalzenem Wasser 2 Minuten blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stiele sind leicht gegart, behalten aber noch Biss und Farbe.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Wasserdampf und spritzendes Kochwasser achten.
Zwei Zwiebeln und die Knoblauchzehe fein würfeln. Den Speck in der großen Pfanne ohne zusätzliches Fett auslassen. Butter, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und glasig dünsten. Rübstiel, Gemüsebrühe, Sahne und Pfeffer einrühren und alles 5 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind glasig und die Sauce ist heiß, cremig und leicht eingedickt.
Wichtig: Heiße Speck- und Fettspritzer vermeiden.
Die übrige Zwiebel in feine Ringe schneiden, mit Mehl vermengen und überschüssiges Mehl abschütteln. Das Öl auf etwa 170 °C erhitzen. Die Zwiebelringe portionsweise goldbraun braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen und salzen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelringe sind goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und Wasser vom Öl fernhalten.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Spätzleteig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder ein Spätzlesieb ins Wasser drücken. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, noch etwa 1 Minute gar ziehen lassen, herausheben und abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle schwimmen an der Oberfläche und sind nach etwa 1 weiterer Minute gar.
Wichtig: Beim Einlegen des Teigs in kochendes Wasser vorsichtig arbeiten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit der Butter ausstreichen. Spätzle und Rübstiel-Speck-Mischung vermengen, zwei Drittel des geriebenen Goudas unterheben und alles in die Form geben. Mit dem restlichen Käse bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Spätzle und die Rübstiel-Speck-Mischung sind gleichmäßig vermengt und mit Käse bedeckt.
Wichtig: Die Auflaufform kann beim Einschieben und Herausnehmen sehr heiß sein.
Die Käsespätzle 8 bis 10 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und leicht bräunt. Mit den Röstzwiebeln bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Der Käse ist vollständig geschmolzen und an den Rändern leicht gebräunt.
Wichtig: Die Form nur mit Ofenhandschuhen anfassen.
Gut zu wissen
Rübstiel wird auch Stielmus genannt. Harte Enden und welke Blätter entfernen; zarte Stiele und Blätter können gemeinsam verarbeitet werden.
Rübstiel oder Stielmus ist vor allem im Frühjahr auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Gemüseabteilungen erhältlich.
Durchwachsener Räucherspeck wird zunächst ohne zusätzliches Fett ausgelassen. Dadurch bildet er die herzhafte Grundlage für Zwiebeln und Sauce.
Junger Gouda schmilzt gleichmäßig und bleibt geschmacklich mild. Der Käse wird teilweise untergehoben und teilweise zum Überbacken verwendet.
Die Käsespätzle werden milder und weniger pfeffrig als mit Rübstiel.
Mangoldstiele gründlich waschen, harte Enden entfernen und wie den Rübstiel in Stücke schneiden. Die Blätter können mitverwendet werden; anschließend ebenfalls kurz blanchieren.
Das Gemüsearoma wird milder und zarter.
Chinakohl fein schneiden und statt des blanchierten Rübstiels verwenden. Die Garzeit in der Sauce an die weichere Struktur anpassen.
Den Rübstiel nach dem Abgießen gut abtropfen lassen und die angegebenen Mengen von Brühe und Sahne einhalten.
Die Rübstiel-Speck-Mischung vor dem Vermengen kurz offen weiterköcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft.
Den Teig schlagen, bis er Blasen wirft, und die Spätzle nach dem Aufsteigen nur noch etwa 1 Minute gar ziehen lassen.
Die Spätzle mit der Sauce vermengen und nicht länger als angegeben überbacken.
Bei etwa 170 °C portionsweise braten und die Ringe herausnehmen, sobald sie goldbraun sind.
Verbrannte Zwiebelringe nicht verwenden; eine neue kleine Portion bei niedrigerer Hitze zubereiten.
Nur 8 bis 10 Minuten überbacken und die Sauce vor dem Vermengen cremig halten.
Beim Servieren einen kleinen Löffel Sahne oder etwas warme Sauce ergänzen.
Rübstiel wird durch zarte Mangoldstiele oder fein geschnittenen Chinakohl ersetzt. Dadurch verliert das Gericht etwas von seiner pfeffrigen, kohligen Note.
Reste nach dem Abkühlen in einen gut verschließbaren Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die cremige Sauce und die Spätzle können nach dem Einfrieren an Qualität verlieren; die Röstzwiebeln werden weich.
Häufig gefragt
Rübstiel, auch Stielmus genannt, ist ein Gemüse aus Stielen und Blättern. Es schmeckt fein pfeffrig und leicht kohlartig.
Als mildere Alternative eignen sich zarte Mangoldstiele oder fein geschnittener Chinakohl.
Die 20-minütige Ruhezeit macht den Teig elastischer und erleichtert das Formen der Spätzle.
Zwei Drittel des geriebenen Goudas werden unter die Spätzle gehoben, das restliche Drittel kommt zum Überbacken obenauf.
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